Hohe Auszeichnung für Horst Moog


In Berlin wurde ihm der

„German Jewish History Award“ verliehen

 


Horst Moog aus Hamm (Sieg) hat am 22. Januar in Berlin für seinen Beitrag zur Bewahrung des Gedenkens an die jüdische Vergangenheit den „German Jewish History Award“ der US-amerikanischen Obermayer-Stiftung erhalten.


Gewürdigt wurden damit seine Verdienste um die Bewahrung der jüdischen Geschichte in der Region.

Verliehen wurde der Preis im Berliner Abgeordnetenhaus, wo dessen Präsident Ralf Wieland und die Juryvorsitzende Karen Franklin die Urkunde überreichten. Mitgereist in die Hauptstadt war Hamms Ortsbürgermeister Bernd Niederhausen, der Horst Moog schließlich die dazugehörige Ehrennadel ansteckte.


Horst Moog spürte viele Jahre dem einst blühenden jüdischen Leben in Hamm nach. Er erforschte die Geschichte und sorgte dafür, dass die Erkenntnisse bewahrt wurden, gab sie aber auch an die jüngere Generation weiter. So trug er unter anderem umfassende Archive zur Chronik der jahrhundertelangen Geschichte der jüdischen Gemeinden an der Sieg zusammen. In Vorträgen wusste er an Schulen das Interesse daran zu wecken.

Dank seines Engagements wurde im Hammer Kulturhaus auch das „Synagogenzimmer“, ein kleines jüdisches Museum, eingerichtet. Moog kümmerte sich aber auch um die Pflege des jüdischen Friedhofs in Hamm, setzte Grabmale instand, beschaffte sogar ein neues Eingangstor, nachdem des alte nicht mehr verwendet werden konnte.

Ehefrau Gerda Moog begleitete ihren Mann nach BerlinNicht zuletzt führte er die Nachfahren ermordeter jüdischer Bürger durch den Ort. Diesen Nachfahren bei der Suche nach ihren jüdischen Wurzeln und nach den Stätten ihrer Eltern, Großeltern und Urgroßeltern geholfen zu haben, war ein Grund für viele dieser Menschen, ihn für den History Award vorzuschlagen. Viele dieser Vorschläge kamen aus den USA. Obwohl er kein Englisch spricht, hatte Horst Moog es wohl verstanden, bleibende Eindrücke in diesen Kindern, Enkeln und Urenkeln früherer Hammer Juden zu schaffen.


Neben Horst Moog wurden auch die Joseph Gruppe (Berlin), Karl und Hanna Britz (Kehl), Volker Mall und Harald Roth (Herrenberg) und Brunhilde Stürmer (Niederzissen) mit den German Jewish History Awards 2018 ausgezeichnet. Zusätzlich erhielt Margot Friedländer (Berlin) die Auszeichnung für besondere Leistungen.


Bereits zum achtzehnten Mal wurden die German Jewish History Awards an Bürger aus Deutschland verliehen, die ehrenamtlich einen herausragenden Beitrag zur Bewahrung des Gedenkens an die jüdische Vergangenheit geleistet und Juden aus aller Welt auf der Suche nach ihren Wurzeln in Deutschland unterstützt haben.


„Die Preisträger der Obermayer Awards haben gezeigt, welch wichtige Rolle die Juden für die deutsche Gesellschaft und Kultur spielten, bevor die Nazis sie auszulöschen versuchten“, sagte Dr. Judith H. Obermayer, Präsidentin der Obermayer Foundation. „Ihr unermüdliches ehrenamtliches Engagement trägt zur generationenübergreifenden und interkulturellen Versöhnung bei – und das in einer Zeit, da in Deutschland und weltweit düstere Stimmen Rassismus befördern und versuchen, die Menschen gegeneinander aufzuhetzen.“

 

Die Obermayer-Stiftung

Die German Jewish History Awards werden von der Obermayer-Stiftung (USA) verliehen. Die Auszeichnung wurde im Jahr 2000 von Dr. Arthur S. Obermayer und seiner Frau Dr. Judith H. Obermayer ins Leben gerufen. Der vielfältig engagierte amerikanische Unternehmer und Philanthrop verstarb Ende 2016.

Die Auszeichnung wird jedes Jahr im Abgeordnetenhaus von Berlin, dem Sitz des Berliner Landesparlaments, überreicht. Die Verleihung der German Jewish History Awards 2018 fand am 22. Januar im Abgeordnetenhaus von Berlin statt.

Die Preisverleihung in Berlin wird durch das Berliner Abgeordnetenhaus finanziell und organisatorisch unterstützt. Co-Sponsoren sind das Leo Baeck Institut (New York) und GerSIG (Forum für deutsch-jüdische Genealogie, Teil der weltweiten Plattform JewishGen.org). Weitere Informationen: ww.obermayer.us


 
 
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