Ortsnamen der VG Hamm (Sieg) mit T, U, und W

Mit Ortschaften mit den Anfangsbuchstaben T, U und W endet unsere Reihe über die Herkunft von Ortsnamen

 

Mit Ortschaften mit den Anfangsbuchstaben T, U und W endet unsere Reihe über die Herkunft von Ortsnamen 

und die Ersterwähnung von Dörfern und Weilern in der Verbandsgemeinde Hamm (Sieg). Die Veröffentlichung im Mitteilungsblatt erfolgte mit freundlicher Genehmigung des Autors Klaus Thiesbonenkamp.

 

Thal: Früher auch als Dahl oder Thaell erwähnt. Es handelt sich um einen Geländenamen für „Ansiedlung im Tal“.

Ersterwähnung: 1578 werden ein Moritzhausen aus Thal und andere Personen erwähnt.

Quelle: Landtschatzung der Grafschaft Sayn, HHStA Wi, 343 (Sayn-Hachenburgische Rechnungen) Nr. 1

 

Ückertseifen: Für den Ortsnamen Ückertseifen (ältere Bezeichnung: Ygersten) wurde keine plausible Erklärung gefunden. Es könnte sich um einen Geländenamen handeln, bei der ein Personenname mit Seifen verbunden ist.

Ersterwähnung: 1487-1492: Item zu Ygersten hatte eyn kynt eynen stoisser geschlongen (ferner zu Ückertseifen hat ein Kind einen Stößer verschluckt).

Quelle: Mirakelbüchlein aus Marienthal, gedruckt: Gabriel Busch, Hilgenroth/Marienthal – zwei Wallfahrtsorte, Siegburg, 1982

 

Unterschützen: früher „Unterschutz“. Der Name stammt von einer baulichen Anlage nach mittelhochdeutsch schützen, dämmen, stauen, hindern. Hier geht es nicht um ein Stauwehr errichten, sondern um „einen Schutzwall aufschütten“.



Ersterwähnung 12.01.1497: Henne van unterschutz wird getauscht, als Johann Mant von Limbach, Amtmann von Gerhard von Sayn, Hörige mit Bertram von Nesselrode als dem Erbmarschall des Landes vom Berge und Amtmann des Herzog Wilhelm zu Jülich und Berg tauscht.

Quelle: Landeshauptarchiv Koblenz, 30, Nr. 7132

 

Wäldchen: älterer Name Weltgen. Geländename für „kleiner Wald“.

Ersterwähnung 1614:  Jacob ufm Weltgen muss Soldatengeld bezahlen.

Quelle: Hebeliste des Soldatengeldes im Kirchspiel Hamm, LHA Ko, 30. Nr.1913i

 

Weißenbrüchen: ältere Ortsnamen Weißenbroch oder Weißenbergh. Geländename, der sich vermutlich nicht auf die Farbe Weiß, sondern auf weize, weis = Weizen bezieht. Also: der Acker, wo früher Weizen angebaut wurde.


Ersterwähnung 1475: Hennerich vonn Weissenbergh besitzt Güter zwischen Weissenbergh und  Birckenbeuwell.

Quelle: Buch der Grafschaft Sayn, gedruckt: Karl August, Graken von Neisach (Hg.), Archiv für rheinische Geschichte, Zweiter Theil, Coblenz 1835

 

Wickhausen: ältere Namen Wickenhausen und Wickenhusen. Personenname: Haus von Wicco.

Ersterwähnung 06.04.1430: Johann von Seelbach, Wolfs Sohn, bekommt den Hof zu Wickhausen von Johann Kolbe von Wilnsdorf als Mannlehen.

Quelle: HHStA Wi, 340, Nr. 10461 b

 

Neue Erkenntnisse

Dem Autor ist es Bedürfnis, das Ergebnis weiterer Recherchen zur Kenntnis zu geben sowie ein Versehen zu korrigieren:

Hofacker: statt wie angegeben 1744 wurde der Ort schon früher erwähnt, nämlich 1612. Ein  Ludwig von Altendorf heiratet eine Efgen (vermutlich vor 1608).

Quelle: Kirchenbuch der ev.-reformierten Pfarrei Altenkirchen, gedruckt: Joachim Eyl, Einwohnerbuch von Altenkirchen und Hilgenroth, Bd.1 1605-1749, Neuwied, 2016, S. 401

 

Opsen: Bei der Ersterwähnung von Opsen ist beim Blick auf die Urkunde ein Fehler unterlaufen. Die Urkunde wurde am 8. Juni 1417 ausgestellt, nicht im August 1417.

  

 
 
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