Weltkulturerbe

Ehrung für den Sozialreformer - Raiffeisens Idee wird Kulturerbe der Menschheit

 

"Was dem Einzelnen nicht möglich ist, das vermögen viele." - Das Motto von Friedrich Wilhelm Raiffeisen ist auch nach mehr als 150 Jahren noch aktuell. Weltweit sind rund 800 Millionen Menschen in Genossenschaften organisiert.


Die Landesschau Rheinland-Pfalz hat einen Beitrag zum Thema "Ehrung für den Sozialreformer - Raiffeisens Idee wird Kulturerbe der Menschheit erstellt.



Artikel aus dem Mitteilungsblatt Nr. 49 aus 2016 vom 08. Dezember 2016:


Raiffeisens Idee ist nun Weltkulturerbe


Die Genossenschaftsidee gehört zum Immateriellen Kulturerbe der Menschheit. Dies hat das Internationale Komitee für die Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes der Unesco am vergangenen Donnerstag in Addis Abeba bekanntgegeben.


„Erfinder“ der Genossenschaften waren Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze-Delitzsch, die Zeitgenossen waren und ähnliche Ideen hatten. Zusammen mit der Tatsache, dass im Jahre 2018 der 200. Geburtstag Friedrich Wilhelm Raiffeisens gefeiert wird, hat die Aufnahme in die Welterbe-Liste eine besondere Bedeutung auch für den Kreis Altenkirchen und natürlich auch für Hamm an der Sieg.


Die deutsche Delegation in Addis AbebaIch bin dankbar, dass die Deutsche Raiffeisen-Gesellschaft den Gedanken, sich um den Welterbe-Status zu bemühen so vehement und engagiert verfolgt hat“, erklärte dazu Bürgermeister Rainer Buttstedt, der selbst im Kuratorium dieser Gesellschaft sitzt. „Ich gehe davon aus, dass Hamm als Geburtsort des Genossenschaftsgründers von der Entscheidung der Unesco profitieren wird. Gleichzeitig kommt uns aber auch eine Verantwortung zu, mit diesem Erbe verantwortungsvoll umzugehen. Das neue Konzept für das Raiffeisen-Museum in Hamm ist ein erster Schritt.“


Beim Immateriellen Kulturerbe Genossenschaftsidee handelt sich um den ersten Vorschlag aus Deutschland zur Aufnahme in die „Repräsentative Liste“. 2015 hatte die deutsche Unesco-Vertretung diese erste internationale Nominierung mit dem genauen Titel „Idee und Praxis der Organisation von gemeinsamen Interessen in Genossenschaften“ eingereicht. Die Aufnahme ist eine Würdigung des Erbes von Raiffeisen und Schulze-Delitzsch gleichermaßen.


Zu der Entscheidung erklärt Josef Zolk, stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Gesellschaft: „Wir sind hocherfreut darüber und dankbar, dass auf diese Weise die Väter der Genossenschaften in Deutschland, Hermann Schulze-Delitzsch und Friedrich Wilhelm Raiffeisen, eine Würdigung erhalten – für die Grundlegung einer Idee, die heute mehr denn je von großer Relevanz ist. Allein in Deutschland sind über 20 Millionen Menschen in Genossenschaften organisiert.“


Dr. Manfred Wilde vom Vorstand der Deutschen Hermann-Schulze-Delitzsch-Gesellschaft meint: „Mit der Aufnahme wird gleichermaßen das Erbe von Raiffeisen und Schultze-Delitzsch gewürdigt: Das Konzept eines allen Interessenten offen stehenden, überkonfessionellen Modells der Selbsthilfe, Selbstverwaltung und Selbstverantwortung auf Grundlage von Kooperationen.“


Hermann Schulze-Delitzsch und Friedrich Wilhelm Raiffeisen schufen Mitte des 19. Jahrhunderts entscheidende Grundlagen für die Genossenschaftsidee, die heute weltweit wirkt, und gründeten die ersten genossenschaftlichen Organisationen moderner Prägung in Deutschland.


Die Repräsentative Liste soll eine bessere Sichtbarkeit des Immateriellen Kulturerbes gewährleisten, das Bewusstsein für seine Bedeutung stärken und den Dialog bei gleichzeitiger Achtung der kulturellen Vielfalt fördern. Sie verzeichnet vielfältige immaterielle kulturelle Ausdrucksformen aus allen Weltregionen.


Dem 2006 in Kraft getretenen UNESCO-Übereinkommen zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes war Deutschland im Jahr 2013 beigetreten.

 
 

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