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Feuerschale in Betrieb - ist das überhaupt erlaubt?

Mit den steigenden Temperaturen, verbringen wir auch mehr Zeit im Freien. Wachsender Beliebtheit erfreuen Feuerschalen im eigenen Garten. Sie denken darüber nach sich eine Feuerschale zuzulegen oder haben dies bereits getan? Um von vorneherein unsachgemäßen Umgang oder Ärger mit den Nachbarn zu vermeiden, möchten wir Ihnen ein paar grundlegende Sicherheits- und Verhaltenstipps an die Hand geben. 

Bei einem Feuer im Garten ist zunächst zu unterscheiden, ob es zum Grillen oder als Lagerfeuer entfacht wird und/oder in Verbindung mit Feuer in einer Feuerschale steht. 

Lagerfeuer: Ein Lagerfeuer ist ein offenes Feuer, das nicht von einem schützenden Behälter (Schale oder Feuerkorb) umschlossen ist. Lagerfeuer sind in der Regel genehmigungsbedürftig, wobei Genehmigungen grundsätzlich nur im Rahmen der Brauchtumspflege erteilt werden.

Grillfeuer: Das Grillfeuer im Garten ist generell erlaubt. Dabei sind u.a. angemessene Abstände zu brennbaren Materialen sowie zu den Nachbarn einzuhalten. Diese sind allerdings nicht fest definiert, sondern abhängig vom Einzelfall wie den örtlichen Umständen oder der Wetterlage.

Feuerschale: Das Betreiben einer Feuerschale im Garten ist auch ohne eine Grillabsicht prinzipiell erlaubt. Allerdings darf der Feuerdurchmesser nicht größer als 1 Meter sein. Wie beim Grillen sind auch hier Sicherheitsaspekte zu beachten wie angemessener Abstand zu brennbaren Materialien und den Nachbarn.

Zusammengefasst sind bei einem Feuer im Garten die folgenden Sicherheits- und Verhaltensregeln zu beachten:

  • Angemessene Abstände zu brennbaren Materialien sowie zu den Nachbarn
  • Das Brennmaterial darf nur aus naturbelassenem (also unbehandeltem) und trockenem Holz besehen (3 Jahre abgelagert)
  • Feuerdurchmesser maximal 1 m³
  • Angemessene Menge an Löschmittel vorhalten (mindestens 10 l Wasser bzw. Feuerlöscher)
  • Brennbeschleuniger dürfen nicht verwendet werden
  • Verbot des Abbrennens/Verbrennens von Grünflächen und Grünabfällen
  • Verbot von offenem Feuer bei langer Trockenheit und bei Waldbrandgefahr

Abschließend empfehlen wir bei Problemen durch den Betrieb einer Feuerschale, in einem offenen Gespräch den Nachbarn dafür zu sensibilisieren, dass ein Grad der Störung bzw. Belästigung (Rauch- und Geruchsbelästigung) vorliegt. Unter Umständen lässt sich für die Zukunft durch ein gemeinsames Gespräch und eine Nachbetrachtung vor Ort eine akzeptable Lösung (ggf. durch ein einfaches Versetzen der Feuerschale) für beide Parteien findet.