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aus der Verbandgemeinde Hamm (Sieg) und ihren Ortsgemeinden.

Trotz Energiekrise sicher heizen

Die aktuelle Energiekrise sorgt bei der Bevölkerung für Verunsicherung. Viele denken über alternative Heizmöglichkeiten nach. Alternative Feuerstätten aller Art, aber auch wieder in Betrieb genommene alte Öfen bergen aber bei unsachgemäßer Installation oder falscher Bedienung immer die Gefahr von Bränden oder Kohlenmonoxid-Vergiftungen. Daher hat der Kreisfeuerwehrverband Altenkirchen zusammen mit dem Schornsteinfegerhandwerk eine Aufklärungskampagne gestartet.

Grundsätzlich sollte man die alternativen Feuerstätten immer mit dem Schornsteinfeger absprechen und nicht unüberlegt handeln. Das Schornsteinfegerhandwerk hält außerdem wertvolle Tipps zum Energiesparen vor.  Florian Klein, Obermeister der Schornsteinfegerinnung Koblenz: „Unter keinen Umständen dürfen Kamin-, Kachelöfen, Kochherde oder Heizeinsätze in Eigenregie und ohne vorherige Prüfung der Bezirksschornsteinfeger angeschlossen werden.“

Entscheidend sind die Gegebenheiten vor Ort: Ist der Querschnitt des Schornsteins frei? Sind die Anschlüsse fachgerecht? Gibt es bauliche Änderungen bzw. neue Dunstabzugsanlagen? Besteht Brandgefahr am Aufstellort, etwa durch neue Boden-, Wandbeläge oder Mobiliar? Sind technische Mängel wie defekte Dichtungen erkennbar?

Schornsteinfeger und Feuerwehrleute befürchten auch, dass sich Verbraucher gefährliche Behelfsheizungen konstruieren. Im Handel sind Einzelraumfeuerstätten vor allem im Einstiegspreissegment seit Wochen ausverkauft. Im Warenkorb landen dann Gas-Heizstrahler oder -Lüfter, Ethanol-Feuerstätten, aber auch Campingkocher, Grills und Feuerschalen. „Plötzlich kommt alles in Frage, was in irgendeiner Form Wärme abgibt. Wir erkennen hier einen gefährlichen Trend,“ so der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, Volker Hain.

Gemeinsam mit dem Kreisfeuerwehrverband, den Initiativen „CO macht KO“ und „Rauchmelder retten Leben“ macht das Schornsteinfegerhandwerk regelmäßig darauf aufmerksam, wie gefährlich es ist, brennstoffbetriebene Geräte als improvisierte Heizung in Innenräumen zu nutzen. Die Anreicherung von Abgasen, fehlender Sauerstoff und eine erhöhte Kohlenmonoxid Konzentration sorgen für akute Vergiftungsgefahr.

Auch wird befürchtet, dass als Ersatz für vergriffenes Brennholz möglicherweise Abfälle, Sperrmüll oder Zeitungspapier im Feuer landen und gesundheitsbelastende Emissionen verursachen.

Der Kreisverband der Feuerwehren warnt vor nicht zugelassene Feuerstätten und davor, Feuerstätten ohne Abgasanlage (Grill, Ethanol-Feuerstätte, usw.) in geschlossenen Räumen aufzustellen oder sich selbst eine Feuerstätte zu basteln. Der Geschäftsführer des Kreisfeuerwehrverbandes, Daniel Freese, appelliert an die Bevölkerung, sich und ihre Familien nicht in Gefahr zu bringen. „Überlassen Sie die Installation von Feuerstätten einem dafür zugelassenen Fachbetrieb und wenden Sie sich an Ihre Bezirksschornsteinfeger!“

Der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger Christian Baldus aus Wissen appelliert, dass im Falle der geänderten Heizgewohnheiten gegenüber den letzten Jahren in jedem Fall den Kontakt mit den zuständigen bevollmächtigen Bezirksschornsteinfeger aufzunehmen ist und verweist auf die wertvollen Informationen dazu unter https://www.schornsteinfeger.de/kaminoefen.aspx