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Umfrage des Landkreises: Bedarf an CoWorking?

CoWorking-Spaces, das sind Räumlichkeiten, die von arbeitenden Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund gemeinsam genutzt werden. Mitarbeiter einer Firma können dort gruppenweise und in Ruhe an einem Projekt arbeiten, Freiberufler oder Existenzgründer die teuren Bürokosten sparen, Firmen ihre Büroflächen verkleinern oder Arbeitnehmer, die fürs Homeoffice zu wenig Platz haben, in einem gut ausgerüsteten Büro arbeiten ohne gleich jeden Tag den weiten Weg zur Firme zu fahren.

Coworking gibt es in verschiedener Ausprägung: mit und ohne Sekretariat und Telefondienst, mit Top-IT-Ausstattung oder nur mit schnellem Internet, im Edelholz-Design und mit Kunstwerken an der Wand oder in einem alten Bahnhofsgebäude, mit Wachdienst oder "einfach nur so".

Ob es überhaupt Bedarf gibt für so etwas im Kreis Altenkirchen will die Wirtschaftsförderung nun mit einer Umfrage herauskriegen. Firmeninhaber und Arbeitnehmer sind gleichermaßen zur Teilnahme aufgerufen. 

Der zeitliche Ablauf: I. Juli bis September „Onlinebefragung“ II. August bis September „Interviews mit heimischen Unternehmen“ III. September bis Oktober „Auswertung der Ergebnisse“ IV. Oktober „Präsentation der Ergebnisse“.

Und hier geht es zur Umfrage: https://coworking-altenkirchen.de oder QR-Code scannen. 

„Im Zentrum jeder baulichen Investition, die sich wirtschaftlich tragen muss, steht die Beantwortung der Frage, ob es einen Bedarf für das geplante Vorhaben gibt. Mit der nun gestarteten Bedarfsanalyse „Coworking Spaces“ möchten wir herausfinden, ob sich Unternehmen, Freiberufler, Freelancer oder Pendler die Anmietung von Büroräumen in Coworking Spaces vorstellen können. Denn nur wenn die Analyseergebnisse einen „Miet“bedarf aufzeigen, werden sich potentielle Investoren für den Umbau oder die Errichtung einer neuen Immobilie entscheiden“, so Lars Kober, Leiter der Wirtschaftsförderung Kreis Altenkirchen. 

Im Vorfeld beauftragte der Kreisentwicklungsausschuss die Wirtschaftsförderung, solch eine Analyse durchzuführen. Unterstützt wird sie dabei von der cowork AG, ein Unternehmen, das sich auf die Erarbeitung von Coworkingkonzepten spezialisiert hat und über entsprechende Erfahrungen verfügt.

„Je mehr Unternehmen und ArbeitnehmerInnen sich an der Onlinebefragung beteiligen, desto aussagekräftiger sind die Ergebnisse. Ich würde mich daher freuen, wenn die Unternehmen ihre Einschätzung abgeben und zugleich ihre Belegschaft zur Teilnahme motivieren. Zum Beispiel durch das Auslegen der Flyer oder das Aufhängen der Plakate am „Schwarzen Brett“. „Alle Marketingmittel beinhalten einen QR-Code, der die TeilnehmerInnen direkt auf die Onlineplattform weiterleitet und eine Befragung via Smartphone innerhalb von zehn Minuten ermöglicht“, wirbt Landrat Dr. Peter Enders für das Projekt. Neben den Onlinebefragungen wird die cowork AG in den kommenden Wochen Interviews mit heimischen Unternehmen führen, um auch hier einen Eindruck zu bekommen, wie aufgeschlossen die Arbeitgeberseite gegenüber den Coworking Spaces ist, deren Räume auch für Konferenzen genutzt werden könnten.

Um Informationen von der wichtigen Zielgruppe „PendlerInnen“ zu erhalten, wird die Wirtschaftsförderung in den kommenden Wochen Flyer an Bahnhöfen verteilen. Angedacht ist auch eine Befragung von AutofahrerInnen, die in den Raum Rhein-Sieg pendeln.

Unter allen TeilnehmerInnen verlost die Wirtschaftsförderung zehn Gourmetboxen, die mit Produkten aus der Region gefüllt sind.