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aus der Verbandgemeinde Hamm (Sieg) und ihren Ortsgemeinden.

Wildtierkinder sind auf Rücksichtnahme angewiesen

Das Frühjahr ist Brut- und Setzzeit bei den Wildtieren. Heißt: Die Jungtiere sind gerade zur Welt gekommen. Rehkitze ducken sich ins hohe Gras, kleine Hasen warten auf die Rückkehr der Mutter, ebenso wie die Jungen der am Boden brütenden Vögel. Es liegt auf der Hand, dass stöbernde Hunde hier eine Gefahr darstellen.

Jäger und das Ordnungsamt bitten daher dringlich darum, Hunde vor allem im Wald an der Leine zu führen. Die wenigsten Hunde sind so gehorsam, dass sie sich durch bloßen Befehl davon abhalten lassen, ihrem Jagdtrieb nachzugeben.

Gerade in der derzeitigen Brut- und Setzzeit gilt es also, Rücksicht auf die Tierbabys zu nehmen. Leider aber gibt es auch in diesem Jahr wieder Beschwerden über freilaufende Hunde, die Wildtiere beunruhigen oder vielleicht sogar reißen.

Nach § 33 Landesjagdgesetz sind jagdausübungsberechtigte Personen oder von diesen Beauftragte befugt, wildernde Hunde zu töten. Diesen Schritt werden die Jäger nach Möglichkeit nicht gehen, doch sollten die Hundebesitzer trotzdem verhindern, dass ihr Hund unbeaufsichtigt im Waldgebiet umherläuft. Denn beim wiederholten Wildern kann er einem erbosten Waidmann buchstäblich „vor die Flinte“ geraten.

Störungen im Wald können für Hunde auch in anderer Hinsicht gefährlich werden – und sogar für den Hundehalter: Auch Wildsauen haben jetzt Junge, und die verteidigen sie mit einiger Aggressivität. 

Es kommt hinzu, dass eine Ordnungswidrigkeit begeht, wer Hunde unbeaufsichtigt in einem Jagdbezirk laufen lässt – ganz gleich, ob vorsätzlich oder fahrlässig (§ 48 Abs. 2 Ziffer 19 Landesjagdgesetz). Diese Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße bis zu 5000 Euro geahndet werden.

Zum guten Schluss noch einmal der eigentlich altbekannte Hinweis, dass auch Menschen in unmittelbarer Nähe von Wildtierkindern nichts verloren haben. Rehkitze, Hasen und Vogeljunge nicht meist nicht so verlassen, wie es aussieht: Am besten nicht anfassen und auf gar keinen Fall mitnehmen!