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Obedience: Wieder Europameisterschaft in Oppertsau

Teilnehmer aus fünf ländern sind gemeldet

Das Logo der Obedience Open zeigt gelbe, im Kreis angeordnete Sterne. In der Mitte ein gezeichneter Hund neben den Beinen eines Menschen. Der Hund schaut zu dem Menschen auf. Oben in schwarz-rot-gelb die Wörter European Open Obdience. Der Buchstabe o wird jeweils mit einer Hundepfote dargestellt.

Zum dritten Mal nach 2018 ist der SV Opperzau Ausrichter einer internationalen Hundesport-Meisterschaft: Die Obedience European Open wird am 31. Juli und 1. August erneut auf der Sportanlage in Fürthen-Oppertsau ausgetragen. Der Verband spricht auf der Homepage von den „idealen Bedingungen“ dort. Teilnehmer aus fünf Ländern haben sich bereits angemeldet.

Die Europameisterschaft in der „Hohen Schule des Hundegehorsams“ wird in drei Klassen ausgetragen sowie in einem Team-Wettbewerb um den Raiffeisen-Cup. Die gastgebende Ortsgruppe Opperzau im Verein für Deutsche Schäferhunde stellt sich damit wieder der Herausforderung, alle Teilnehmer und ihre Hunde, die mitreisenden Angehörigen der Hundeführer und die Zuschauer über mehrere Tage zu beherbergen und zu versorgen – und das unter Corona-Bedingungen.

Nach heutigem Stand geht das Hygienekonzept weit über die Vorschriften der rheinland-pfälzischen Corona-Bekämpfungsverordnung hinaus. Jeder, der das Gelände betritt – egal, ob Teilnehmer, Zuschauer oder Helfer, muss sich für jeden Tag seiner Anwesenheit einem Schnelltest unterziehen oder den Nachweis seiner vollständigen Impfung bzw. seiner Genesung nach Covid 19 erbringen. Bändchen in verschiedenen Farben sind die Ausweise für die erfolgte Kontrolle.

„Wir wissen derzeit nicht, wie es mit Virusmutanten weitergeht. Ich möchte mich auf gar keinen Fall am Schluss mit dem Gedanken plagen müssen, dass von der Obedience Open eine Infektionskette ausgegangen ist. Wer sich ohne ein solches Bändchen auf dem Veranstaltungsgelände aufhält, wird einen Platzverweis erhalten", kündigt SV-Vorsitzender Jona Wagener an.

Auf einem hölzernen Podest mit einer 1 darauf steht eine blonde Frau in Sommerkleidung. Sie strahlt in die Kamera. Zu ihren Füßen sitzt ein schwarz-weißer Hund.  
Johanna Bernhard und Bordercollie "Skepsis" waren die Gesamtsieger des Jahres 2020.

2020 jedenfalls lief die Organisation unter Corona-Bedingungen reibungslos, was am Schlusstag auch die Teilnehmer mit riesigem Applaus belohnten. Nicht umsonst finden die Europameisterschaften wieder in Deutschland und wieder in Oppertsau statt.

Schon damals hatte Bürgermeister Dietmar Henrich seiner Bewunderung für die Leistung, eine solch große Veranstaltung ehrenamtlich zu bewältigen, Ausdruck verliehen. „Deshalb habe ich sehr gern auch für dieses Jahr die Schirmherrschaft übernommen." Am Schluss des zweiten Tages wird er auch den Raiffeisen-Cup überreichen.

Die Wettkämpfe sind aber nicht nur für die Teilnehmer und Funktionäre interessant. Nicht nur eingefleischte Hundefreunde finden es faszinierend, zu beobachten, wie sich Hund und Hundeführer nahezu unmerklich und sogar auf die Entfernung verständigen. Auf die Emanzipation von Frauen im Sport würde sich ein großes Publikumsinteresse ebenfalls positiv auswirken: Obedience wird von Frauen dominiert, nur wenige Männer sind in den Leistungsklassen am Start.

Die Veranstalter hoffen jetzt nur noch, dass die Coronalage sich nicht entscheidend ändert und die Einreise aller gemeldeten ausländischen Teams möglich sein wird.