Wolfgang Fricke erhielt mit der Freiherr-vom-Stein-Plakette die höchste kommunalpolitische Auszeichnung des Landes Rheinland-Pfalz

Mit der Freiherr-vom-Stein-Plakette wurde Wolfgang Fricke aus Hamm (Sieg) durch den rheinland-pfälzischen Minister des Innern, für Sport und Infrastruktur, Roger Lewentz, ausgezeichnet.  Die Ehrung ist die höchste Anerkennung des Landes Rheinland-Pfalz für ehrenamtlich tätige Kommunalpolitiker. Mit ihr werden alle drei Jahre Persönlichkeiten geehrt, die sich durch langjähriges, ehrenamtliches Engagement in der kommunalen Selbstverwaltung außerordentliche Verdienste erworben haben.

 

Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz bei der Überreichung der Freiherr-vom-Stein-Plakette an Wolfgang Fricke.Als sechster Kommunalpolitiker innerhalb der Verbandsgemeinde Hamm (Sieg) erhielt Wolfgang Fricke die hohe Auszeichnung nach Karl Schumacher (Breitscheidt/1960), Walter Freischlader (Bitzen/1974), Heinz Rötzel (Forst/1990), Erhard Schreiner (Etzbach/1996) und Helmut Hörster (Bitzen/2001).


Innenminister Roger Lewentz bezeichnete in seiner Laudatio in der Kulturhalle in Rheinböllen die zur Ehrung anstehenden 47 Kommunalpolitikern als ein Vorbild für die Selbstverwaltung. „Wir ehren Frauen und Männer für deren langjähriges, zeitaufwändiges und engagiertes kommunalpolitisches Wirken, dass ehrenamtlich zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger sowie der Kommunen erbracht wird.“


Eine positive Entwicklung von Staat und Gesellschaft sei ohne die aktive und konstruktive ehrenamtliche Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger nicht möglich, so der Minister weiter. „Sie sind eine wichtige Stütze für das demokratische Gemeinwesen. Deshalb steht diesen ehrenamtlich in der Kommunalpolitik Tätigen eine besondere Ehrung zu.“


In seinen weiteren Ausführungen betonte der Minister: „Auch heute noch ist Steins Überzeugung aktuell, dass eine lebendige Demokratie von engagierten Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitikern lebt.“  Somit sei der Name Stein neben der Modernisierung von Staat und Verwaltung und der sozialpolitisch bedeutsamen Bauernbefreiung insbesondere mit der Kommunalreform verbunden. „Die Träger der Plakette nehmen auch gleichzeitig die Aufgabe an, Vorbild für junge Menschen zu sein, für die die demokratische Lebensform und die kommunale Selbstverwaltung in der Bundesrepublik Deutschland etwas Selbstverständliches geworden ist“, fügte Lewentz hinzu.

 


Verdienstvolles Wirken


Kommunale Selbstverwaltung lebe von verantwortungsvollen Bürgerinnen und Bürgern, die für Belange eintretenBürgermeister Rainer Buttstedt gratulierte für die Verbandsgemeinde Hamm. und Verantwortung übernehmen. Das verdienstvolle Wirken der Geehrten solle der jungen Generation als Beispiel dienen, dass für Gemeinschaften die bürgerliche Beteiligung am kommunalen Leben notwendig sei. Denn nur durch Handeln vor Ort könne man etwas erreichen.


Wolfgang Fricke hat in seiner fast 35-jährigen kommunalpolitischen Tätigkeit für die Verbandsgemeinde Hamm (Sieg) und der fast 30-jährigen kommunalpolitischen Tätigkeit für die Ortsgemeinde Hamm (Sieg) hohe Anteile an der Entwicklung dieser beiden Gebietskörperschaften.


Dank seines Engagements konnten zahlreiche Aufgaben auf den Weg gebracht, umgesetzt und damit dazu beigetragen werden, positive Akzente im öffentlichen Bereich zu setzen.


Die Ausführung der beiden kommunalpolitischen Mandate erfolgt ohne Eigennutz, nur für die Belange und zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger der Ortsgemeinde Hamm (Sieg) und der  Verbandsgemeinde Hamm (Sieg). Wolfgang Fricke ist ein Kommunalpolitiker, durchaus mit „Ecken und Kanten“, in der ihm eigenen Art und Weise, kein Kopfnicker, kein Ja-Sager. Er vertritt engagiert seine Auffassungen und Ansichten, ist jedoch auch zu Kompromissen bereit, um den Sachverhalt weiter eruieren zu können. In all den Jahren seiner kommunalpolitischen Tätigkeit hat er sich in uneigennütziger Weise in den Dienst der Allgemeinheit gestellt.

 
Für die Verbandsgemeinde Hamm gratulierte Bürgermeister Rainer Buttstedt mit einem guten Tropfen für den Geehrten und einem Blumenstrauß für Ehefrau Brigitte Fricke. Landrat Michael Lieber schloss sich mit einem Weinpräsent an.

 
Wer war Freiherr vom Stein?

Die Freiherr-vom-Stein-Plakette ist die höchste kommunalpolitische Auszeichnung in Rheinland-Pfalz. Verliehen wird sie alle drei Jahre.Heinrich Friedrich Karl Reichsfreiherr von und zum Stein – kurz „Freiherr vom Stein“ genannt – wurde am 26. Oktober 1757 auf dem Familiensitz bei Nassau an der Lahn geboren. Auch wenn er seiner Herkunft nach kein preußischer Untertan war, wurde er einer der wichtigsten Persönlichkeiten der preußischen Reformära. In Göttingen studierte er einige Semester Rechtswissenschaft. Er verließ die Universität ohne ein Examen, da Adelige eines solchen Nachweises nicht bedurften. Praktische juristische Erfahrungen sammelte er durch eine kurze Tätigkeit beim Reichskammergericht in Wetzlar. Es schloss sich eine steile Karriere im Staatsdienst an. Mit knapp 23 Jahren kam er an die Spitze der preußischen Bergbauverwaltung und nach 4 Jahren war er bereits Direktor der westfälischen Bergbauämter. Nach dem Wechsel in die allgemeine Verwaltung wurde er mit 39 Jahren Oberpräsident des westfälischen Teils Preußens, um im Herbst 1804 nach Berlin berufen zu werden. Im gleichen Jahr erfolgte die Ernennung zum Staatsminister. Anfang 1807 entließ ihn König Friedrich Wilhelm III., da Stein durch seine Vorschläge zur Reform der Regierungsverfassung in Ungnade gefallen war. In der größten Not nach dem Tilsiter Frieden im Juli 1807 wurde Stein jedoch zurückgerufen. Ende 1808 wurde er geächtet, da dem Kaiser Napoleon ein Brief in die Hände gefallen war, in dem sich Stein hoffnungsvoll über nationale Erhebungen gegen diesen ausgesprochen hatte. Stein musste außer Landes nach Rußland fliehen. Dort war er als Berater des Zaren Alexander tätig und maßgebend an der Rücktreibung Napoleons beteiligt. Am 29. Juni 1831 starb Freiherr vom Stein auf seinem Familienbesitz. Mit seinem politischen Wirken als Antwort auf die Herausforderungen der Französischen Revolution und nach der Neuordnung Europas durch Napoleon läutete Freiherr vom Stein zu Beginn des 19. Jahrhunderts wichtige Reformen in Preußen ein. Neben der Modernisierung von Staat und Verwaltung und der sozialpolitisch bedeutsamen Bauernbefreiung ist der Name Steins insbesondere mit der Kommunalreform verbunden. Sie basierte auf der Überzeugung, dass eine positive Entwicklung von Staat und Gesellschaft ohne die aktive Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger nicht möglich sei. Diese Idee setzte er in der preußischen Städteordnung vom 18. November 1808 um. In ihr wurde die städtische Selbstverwaltung festgeschrieben und somit die Voraussetzung für die kommunale Autonomie geschaffen. Die Städte wurden von der staatlichen Vormundschaft befreit, die Verwaltung ungeteilt auf sie übertragen. Die Stadtverordneten und der Magistrat konnten fortan frei gewählt werden. Die Durchsetzung dieser kommunalen Autonomie war ein wichtiger erster Schritt für die Entwicklung der kommunalen Selbstverwaltung in Deutschland.

 

Text und Fotos: Rolf-Dieter Rötzel

 
 
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