Lehrreiche naturkundliche und historische Wanderung „Rund um die Hassel“

Historische und naturkundliche Begebenheiten wurden bei der von den Heimatfreunden im Hammer Land und dem Förderkreis Kloster Hassel durchgeführten Herbstwanderung zu einer lehrreichen Exkursion und einem nachhaltigen Erlebnis verschmolzen.

 

Bachpate Helmut Schimkat (rechts) ging auf den Birkenbach ein.Bei idealem Herbstwetter machten sich siebzig Wanderer aus der heimischen Region, Berlin, Düsseldorf, Köln und dem Kreis Siegen-Wittgenstein unter der fachkundigen Führung von Förster Fritz Rhensius, den Heimat-freunden Kurt Salterberg, Manfred Schumacher und Dieter Born sowie dem Birkenbach-Bachpaten Helmut Schimkat auf den Weg rund um die erstmals 1585 erwähnte Hassel.


Ausgangspunkt der Erkundungswanderung, bei der auch einige „Bergwertungen“ anstanden, war das buddhistische Kloster in der Hassel, in dem die Veranstaltung auch ihren Abschluss fand. Die dortige leitende Nonne Ew. Dhamma Mahatheri steht in der Theravada-Tradition, einer alten Schultradition des Buddhismus.


Beginnend führte die Route vom Einsiedlerkloster steil hinauf zu einer der wohl stärksten Fichte im Prachter Förster Fritz Rhensius (2.v.l.) bei seinen informativen Erläuterungen.Gemeindegebiet. Förster Fritz Rhensius gab zu diesem auf 100 Jahre geschätzten Solitär-baum, zu alten und neuen Waldbeständen sowie heutigen Bewirtschaftungsformen detaillierte Auskünfte. Holz sei ein wichtiger, nachwachsender Rohstoff.


Ein Ratespiel brachte den Umfang der Fichte an den Tag: 2,97 Meter. Für die fünf besten Schätzungen, ein Teilnehmer landete sogar einen Volltreffer, hatte Kurt Salterberg naturbelassene Wanderstöcke gefertigt.

 
Vorbei ging es an intakten Ameisenhaufen und Faulbäumen, einer großen umgestürzten Fichte mit flachem Wurzelgebilde, einem von Spechten bearbeiteten Totholzbaum sowie über ein Teilstück des im Volksmund genannten „Kirchweges von Ückertseifen nach Hamm“.


Kurt Salterberg und Manfred Schumacher informierten über den Bergbau und das HüttenDer über neunzigjährige Kurt Salterberg, Ehrenvorsitzender der Hammer Heimatfreunde (2.v.l.), gab naturkundliche und historische Informationen an die interessierte Wanderschar weiter.wesen in der Region. Allein im Bereich der Gemeinden Pracht und Birkenbeul wurden 71 Grubenfelder eingetragen. Zuständig war das Bergamt Hamm/Sieg, dessen Bezirk von Bonn bis Betzdorf reichte.


Erste bergmännische Station war am Standort des Tagesschachtes der ehemaligen Grube „Rosa Philharmonica“ später „konsultierte Vereinigte Viktoria“, im Sprachgebrauch besser unter dem Namen „Silberkaul“ bekannt. Eingetragen war der Abbau von Eisen, Kupfer und Zink. Da Zink in der Sonne wie Silber glänzte, erhielt die Grube den Beinamen „Silberkaul“. Silber wurde jedoch nie abgebaut. Zur weiteren Information verteilte Kurt Salterberg Kopien von Situationsrissen und alten Bergbaukarten.


Weiter führte die Wanderung durch das „Tal der Mittelwiesen“ zu einem „Bewund“, einem ehemaligen Ein „Bewund“, ein ehemaliger Grenzbaum – im Inneren verfault.Grenzbaum, der heute lediglich von der äußeren Rinde gehalten wird. Das Innere ist verfault. In vergangenen Jahrzehnten wurden Erkennungskerben in den Grenzbaum eingeschlagen und dieser in einer Höhe von 2,50 Meter regelmäßig gestutzt. Zwischenzeitlich ist das Astwerk wieder ausgeschlagen; ein Relikt aus vergangenen Zeiten, das unbedingt erhalten bleiben sollte.


In den „Brodhähnchen“ stand im 11. Jahrhundert einer von mehreren Rennöfen im Prachter Raum. Vereinzelte Schlackestücke zeugen noch von der frühzeitlichen Eisengewinnung. Weiter ging es am vorbei am Stollen der „Silberkaul“, der Birkenbeul und Ückertseifen vor deren Anschluss an die Kreiswasserleitung mit Wasser versorgte.


Am Birkenbach informierte der für diesen Bachlauf zuständige Bachpate Helmut Schimkat über die Ökologie des Gewässers. Anschaulich betrachtet wurde dabei auch die ursprüngliche Natur sowie von Menschenhand vorgenommenen Eingriffe. Nach einer Getränkestärkung durch den Förderverein des Klosters Hassel und einem Halt am ehemaligen Stollen der Grube „Vincenz“ – der Antrag auf Mutung wurde am 22. Januar 1853 um 9 Uhr mit anschließender Verleihung auf Eisen, Kupfer und Blei gestellt – ging es zurück zum Kloster, wo Nonne Ew. Dhamma Mahatheri zu einem Gespräch einlud.


Text und Fotos: Rolf-Dieter Rötzel


 
 
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