Begeisternde Autorenlesung mit Klaus-Peter Wolf im KulturHaus Hamm

Der bekannte, in Norden wohnende Autor Klaus-Peter Wolf brillierte facettenreich in einer über zweieinhalb stündigen Lesung im ausverkauften Hammer Kulturhaus mit seinem Kriminalroman „Ostfriesenmoor“. Die musikalische Umrahmung oblag Wolfs Ehefrau und bekannten Kinderliedermacherin Bettina Göschl (Gesang und Gitarre) sowie dem ZDF-Redakteur Gunnar Peschke am Kontrabass.

 

 

Klaus-Peter Wolf, der knapp zwanzig Jahre in Bruchertseifen wohnte, fand wieder einmal den Weg in seine alte Heimat. Im Rahmen des 50-jährigen Bestehens der Evangelischen Bücherei Hamm stellte er seinen Bestseller „Ostfriesenmoor“ vor, der von Seite zu Seite an  Dynamik gewinnt, Extremsituationen schildert, aber auch Possen und Humorvolles aus dem alltäglichen Leben beinhaltet. Bislang sind Wolfs Bücher in 24 Sprachen übersetzt und über acht Millionen Mal verkauft worden. Mehr als sechzig seiner Drehbücher wurden verfilmt, darunter viele für „Tatort“ und „Polizeiruf 110“ der ARD.

 

Zu Beginn der Lesung weihte Wolf das Publikum, darunter auch zahlreiche alte Bekannte, in die Grundideen der Krimi-Reihe ein, erzählte von seiner Nordener Wohnstraße „Distelkamp“, seinem Nachbarn Peter Krendel und dessen gelben Bully bis hin zum Polizisten Rupert, der nicht viele Fragen stellt, aber dafür gerne antwortet. Zahlreiche reale Personen, darunter auch Bettina Göschl und Gunnar Peschke, sind in die kriminalistischen Handlungen mit eingebaut.

 

Wolfs neuer Roman, mit der Hand zu Papier gebracht. Seine Autorenlesung im Hammer KulturHaus wurde begeistert aufgenommen. Fotos: Rolf-Dieter RötzelWolf fesselte durch seine sprachliche Ausdrucksform die Zuhörer, las verschiedene Szenen, ohne jedoch den Ausgang des Krimis zu verraten. So ließ sich auch das Hammer Publikum in den Norden, an Deiche und das Wattenmeer versetzen. Viele hatten sicherlich dabei das sich idyllisch hinter dem Deich erstreckende Land vor Augen.

 

Niemand vermutete hier Böses, auch dann nicht, als der Journalist Holger Bloem im Uplengener Moor mit seiner mit einem Teleobjektiv ausgestatteten analogen Canon ein brütendes Graukranichpaar beobachtet. Nichts außergewöhnliches, bis einer der Vögel einen aus dem Wasser ragenden Ast nach oben zieht. Holger Bloem lässt das Gefühl nicht los, beim Fotografieren des Motivs eine menschliche Hand entdeckt zu haben. Und er hatte sich nicht getäuscht, wie später das entwickelte Dia zeigte.

 

Es ist kein gewöhnlicher Mord. Für Ann Kathrin Klaasen und deren Auricher Kripo-Team beginnen schaurige Ermittlungen und ein ganz hartes Stück an Arbeit, nachdem das Ausmaß bekannt ist, mit dem der Täter zu Werke ging und die Leiche im Moor anschließend versenkte. Wer tut so etwas? Und vor allem: Wer kann so etwas? 

 

Beim „Ostfriesenmoor“ zeigt Klaus Peter Wolf auch menschliche Prozesse, so bei der Besichtigung des Tatortes, als die 42-jährige und an den Hüften Speck ansetzende Kommissarin Ann Kathrin ihrem Kollegen Frank Weller einen Heiratsantrag macht, weil dieser seit geraumer Zeit den entscheidenden Satz nicht über die Lippen bringt, oder beim Termin in der Gerichtsmedizin, bei dem sich Ermittler Rupert mehr für die Putzfrau als für die Leiche interessiert. Zudem kommen bei Rupert erneut Zweifel auf, als Tourist Gunnar Peschke, wie in jedem Jahr beim Radfahren eine Leiche findet. Warum immer der, den er doch nicht leiden kann.

 

Bettina Göschl und Gunnar Peschke sorgten für die musikalische Umrahmung der gelungenen Autorenlesung. „Ostfriesenmoor“ basiert auf zahlreichen Beobachtungen Wolfs, bevor die Zeilen – wie bei all seinen Romanen - mit der Hand niedergeschrieben wurden, um dann von der seit dreißig Jahren für ihn tätigen Annette Liebrenz digital übernommen zu werden. Wolf entwickelt realistische Figuren und schafft es, trotz aller kriminalistischer Spannung, immer wieder menschliche und warmherzige Momente einzubauen. Die Dialoge sind mitunter ostfriesisch knapp, bringen jedoch alles genau auf den Punkt.

 

Mit lang anhaltendem Applaus dankte das Publikum Klaus-Peter Wolf für die stets spannende aber auch humorvolle Autorenlesung sowie der musikalischen Begleitung Bettina Göschl und Gunnar Peschke. Da in seinem neuen Buch der Mörder noch frei herum laufe, riet er den Zuhörern, in Gruppen den Nachhauseweg anzutreten, „denn ich möchte keine Leser verlieren.“

 

Mit Erinnerungsgeschenken sprach die Leiterin der evangelischen Bücherei, Susanne Lützenkirchen, den drei Vortragenden einen besonderen Dank aus. Für Wolf hatte sie Original-Rhein-Zeitung-Artikel aus dem Jahre 1987 mitgebracht, als dieser bei einem Schriftsteller-Treffen in Moskau mit Gorbatschow an einem Tisch saß und zudem auch mit Berthold Beitz und Günther Wallraff ins Gespräch kam. (rö)

 
 
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