Beziehungen zwischen Ost und West in einem Büchlein

Beziehungen zwischen Ost und West vor und nach der Wende in einem Büchlein niedergeschrieben

 


Autorin Ellen  Grohall und Mitherausgeber des Büchleins „Begegnungen“, Helmut Schimkat. Mit den Anfang Oktober stattgefundenen Feierlichkeiten zum 25. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung wurden auch zahlreiche zwischenmenschliche Begegnungen zwischen Ost und West in Erinnerung gerufen. Eine solche im Jahre 1986 mit zahlreichen Kontakten auf persönlicher und kommunaler Ebene begründete dauerhafte Begegnung hat Ellen Grohall aus Etzbach in ihrem Büchlein „Begegnungen“ unterhaltsam und besinnlich niedergeschrieben. Mitherausgeber ist Helmut Schimkat aus Wickhausen. Der Verkaufserlös geht in voller Höhe als Spende an den Hospizverein Altenkirchen.

 

„Unser Leben besteht aus ständigen Begegnungen. Nicht alle bleiben uns nachhaltig im Gedächtnis, aber einige eben doch“, so Autorin Ellen Grohall gegenüber dem Mitteilungsblatt Hamm (Sieg). „Um solche Begegnungen geht es in meinem kleinen Buch. Was bot sich besser an, als zum 25. Jahrestag der Deutschen Einheit, einige Begebenheiten im Rückblick auf die Wendezeit zu betrachten und darzustellen.“

 

Im Mittelpunkt des 28-seitigen Büchleins von Ellen Grohall steht eine im Jahre 1986, also noch vor der Wende, zwischen der Familie Helmut Schimkat aus dem Kreis Altenkirchen/Westerwald und der Familie Becker aus Altenkirchen auf der Insel Rügen begründete Freundschaft. Eine wunderschöne Geschichte aus einem Deutschland und zwei Altenkirchen, schreibt die rheinland-pfälzische Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler in einem Nachwort. „Neben der Geschichte der Familien ist es ein Zeitzeugenwerk, mit dem man Zeitgeschichte an zwischenmenschlichen Beziehungen erleben kann.“

 

„Begegnungen“ berichtet von Beziehungen zwischen Ost und West.Die von Ellen Grohall geschilderten Ereignisse beginnen, als die in Hamm (Sieg) wohnende Familie Helmut Schimkat einen schon seit längerer Zeit geplanten Verwandtenbesuch in Wismar (damals DDR) plant und umsetzt. Der jedoch war nur möglich, wenn es eine schriftliche Einladung dorthin gab. In letzter Minute traf diese dann ein; der Reise über die innerdeutsche Grenze hinweg stand nichts mehr im Wege. Von Wismar ging es im Rahmen einer Ausflugsfahrt eines Tages auch in Richtung Stralsund, über die Hebebrücke auf die Insel Rügen und weiter mit der Fähre zur Halbinsel Wittow und dem Ziel Altenkirchen auf Rügen.

 

Über die gepflasterte Dorfstraße machte man sich dann auf, um den Bürgermeister des Orts aufzusuchen. Ein in einem Vorgarten arbeitender Mann wurde angesprochen und nach dem Bürgermeister gefragt. Zum Erstaunen der Westerwälder stand dieser dann vor ihnen. Die Westerwälder Familie überbrachte Grüße vom damaligen Bürgermeister Klöckner aus Altenkirchen sowie der Region und übergab u.a. einen Bildband. Man kam ins Gespräch, tauschte sich aus und musste dann feststellen, dass die Bürgermeister-Familie Beyer aus dem Rügener Altenkirchen nicht so einfach nach Altenkirchen in den Westerwald kommen konnte.

 

Trotzdem - die Anfänge zwischen „Altenkirchen und Altenkirchen“ waren gemacht. Doch dann passierte etwas, wo die Westerwälder nicht mit gerechnet hatten. Ihre an die Bürgermeister-Familie gerichteten Briefe blieben in den folgenden Jahren ohne Antwort. Als dann die Mauer fiel, kam auch ein am 15. November 1989 von der Bürgermeister-Ehefrau Beyer verfasster Brief im Hammer Land an. In diesem schilderte sie, das ihr Mann als Bürgermeister wegen der verbotenen Westkontakte von seiner vorgesetzten Behörde Rechenschaft ablegen musste und kurz vor der Entlassung stand. Die Briefe aus dem Westen waren kontrolliert worden – die Familie stand unter Beobachtung.

 

In ihrem Brief bat Frau Beyer um Verständnis, „und wir würden uns freuen, wenn Sie uns nun mal wieder schreiben oder auch vorbeikommen würden.“ Die Schimkats waren „einfach happy“. Von da an brach der Kontakt bis heute nicht mehr ab.

 

Weitere Geschichten und Erzählungen zu den Begegnungen zwischen dem „Insel-Rügen-Altenkirchen“ und dem „Westerwald-Altenkirchen“ sind  im Büchlein „Begegnungen, Altenkirchen auf der OSTseeinsel Rügen und Altenkirchen im WESTerwald“ nachzulesen. Sicherlich auch ein schönes Geschenk für das nahende Weihnachtsfest.

 

Von der limitierten Auflage sind noch Exemplare zum Preis von fünf Euro in den Buchhandlungen Kuklik (Hamm), Buchhandlung Seite 42 (Altenkirchen) und Buchladen Bastian-Erll (Wissen) zu erhalten. Und wie bereits erwähnt: die Einnahmen gehen in voller Höhe als Spende an den Hospizverein Altenkirchen.


Text und Fotos: Rolf-Dieter Rötzel

 
 
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