Beim 3. Seifenkisten-Rennen in Forst-Seifen ging es um Bruchteile von Sekunden

Zu einem rennsportlichen Spektakel für die ganze Familie wurde das dritte von der Ortsgemeinde Forst und dem Heimat- und Sportverein „Holperbachtal“ am vergangenen Wochenende veranstaltete Seifenkistenrennen.

 


Zur gleichen Zeit, als im italienischen Monza die Formel-1-Piloten an den Start gingen, waren es im Motodrom „Oberseifen“ die Fahrer in der Null-PS-Klasse mit rasanten Flitzern im Rennwagenstil sowie Vehikels der Marke „Eigenbau“. Alle Beteiligten und die Zuschauer waren sich einig: Seifenkisten fahren macht Spaß.


Das bunt gemischte Fahrerfeld konnte gegenüber der letzten Veranstaltung vor zwei Jahren die Regenreifen, falls solche überhaupt vorhanden waren, zu Hause lassen. Es herrschte sehr zur Freude der Veranstalter, Teilnehmer und der zahlreichen Besucher an der Rennstrecke trockenes Wetter mit sommerlicher Wärme. Somit optimale Voraussetzungen für ein tolles Renngeschehen.


Behebung eines DefektesDoch bevor es losging, mussten sich die Seifenkisten einer technischen Abnahme unterziehen. Sicherheit stand in allen Belangen ganz oben auf der Skala. Ein besonderer Dank der Organisatoren ging an die vielen helfende Hände, die umfangreiche Arbeiten rund um die Veranstaltung übernommen hatten. Der gesamte Aufwand von den ersten Planungen bis zur Siegerehrung ist überaus beträchtlich. Die Abwicklung der Rennen entsprach den Vorgaben des Deutschen Sei­fenkisten Derby e.V. (DSKD), dem Dachverband für motorlo­sen Rennsport in Deutschland.


Die Hangabtriebskraft brachte die Seifenkisten nach dem Start auf der 300 Meter langen und mit Strohballen abgesicherten, ansonsten eher ruhigen Oberseifener Straße schnell in Fahrt. Ohne Abzubremsen ging es durch die erste Rechtskurve auf eine lange Gerade und dann in eine Linkskurve, die es in sich hatte und hohe Anforderungen an das fahrerische Können stellte. Hier hatten sich auch die meisten Zuschauer eingefunden, um die tollkühnen Piloten anzufeuern. Ausgang der Kurve ging es bergab in die nächste Rechtskurve und hier hieß es, möglichst nicht zu bremsen und die Geschwindigkeit mit ins Ziel nehmen. Jeder Fahrer hatte zwei Läufe, deren Zeiten für die Wertung zusammen addiert wurden.


Die Zeitnahme erfolgte mit Lichtschrankenmessung, was sich auch schon bei den vergangenen beiden Rennen bewährt hatte. Schließlich ging es um Sekundenbruchteile. Erstmals an der Strecke aufgestellt war auch ein Geschwindigkeitsmessgerät. Im Zielbereich waren es Geschwindigkeiten bis zu 40 km/h, so die Einschätzungen. Bei der Boxenparty am Samstagabend im Dorfgemeinschaftshaus gab es einen weiteren Service. Zwei mit einer Helmkamera aufgenommene Trainingsläufe konnten analysiert und somit Ideallinien für das sonntägliche Rennen ausgemacht werden.


Nur um Millimeter an den Strohballen vorbei.Einige Rennfahrer hatten unterwegs hin und wieder einen oder mehrere „Wackler“ zu überstehen oder trifteten. So auch beim samstäglichen Training, bei dem über fünfzig Probeläufe absolviert wurden und es drei Mal crashte. Vorsorgend waren der an beiden Tagen anwesende Malteserdienst und ein Arzt sofort zur Stelle. Wurde beim Training mit 32,77 Sekunden die schnellste Zeit gefahren, waren es am Sonntag 33,30 Sekunden; man hatte zusätzliche Schikanen eingebaut. Kommentiert wurden die Rennen am Sonntag durch Streckensprecher Ralf Scheffner, der während der Fahrt Wissenswertes über den Piloten erzählte und nach dem Überqueren der Ziellinie auch sofort die gefahrene Zeit mitteilte.


Überaus ehrgeizig waren auch die kleinsten Teilnehmer im Alter bis zu 8 Jahren. Sie fegten mit ihren Bobbycars über einen verkürzten Parcours ins Ziel und fühlten sich unter den Anfeuerungsrufen der Zuschauer schon als Nachfolger von Nico Rosberg und Sebastian Vettel.


Die Siegerehrung mit Überrei­chung der Pokale, Medaillen und Urkunden wurde zu einem weiteren Highlight, nicht nur für die jugendlichen Rennfahrer. (rö)

 

Ergebnisliste


Sechs- bis Neunjährige: 1. Leonard Fertig (Gesamtzeit aus beiden Läufen/76,44 Sekunden), 2. Linda Mai (94,69), 3. Felix Hammann (103,09).


Zehn- bis Sechzehnjährige: 1. Jonas Gelhausen (80,14), 2. Julimo Fiedler (81,08), 3. Philipp Woelki (81,91).


Damen: 1. Rita Adolph (77,73), 2. Urte Breuer (89,46), 3. Andrea Gelhausen (90,84).


Herren: 1. Frank Gerigk-Lorenz (66,79), 2. Andy Schumacher (74,71), 3. Peter Würthen (75,68).



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Behebung eines Defektes.
Behebung eines Defektes.
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Bei den 10- bis 16-Jährigen siegte Jonas Gelhausen (Bildmitte) vor Julimo Fiedler (links) und Philipp Woelki (rechts).
Bei den 10- bis 16-Jährigen siegte Jonas Gelhausen (Bildmitte) vor Julimo Fiedler (links) und Philipp Woelki (rechts).
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Die Siegerehrungen nahmen Werner Krämer als Vorsitzender des Heimat- und Sportvereines „Holperbachtal“ (links), Ortsbürgermeister und Rennleiter Jürgen Mai (2.v.r.) sowie Volksbank-Hamm-Prokurist Ralf Neuhoff (rechts) vor. So auch in der Herrenklasse. Weiter im Bild v.l.: Andy Schumacher, Frank Gerigk-Lorenz und Peter Würthen.
Die Siegerehrungen nahmen Werner Krämer als Vorsitzender des Heimat- und Sportvereines „Holperbachtal“ (links), Ortsbürgermeister und Rennleiter Jürgen Mai (2.v.r.) sowie Volksbank-Hamm-Prokurist Ralf Neuhoff (rechts) vor. So auch in der Herrenklasse. Weiter im Bild v.l.: Andy Schumacher, Frank Gerigk-Lorenz und Peter Würthen.
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Die Zuschauer im Rücken auf der Fahrt zum Ziel.
Die Zuschauer im Rücken auf der Fahrt zum Ziel.
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: Fand in beiden Rennen die Ideallinie. Frank Gerigk-Lorenz aus Overath, mehrmaliger Teilnehmer an Deutschen Meisterschaften und Sieger in der Herrenwertung.
: Fand in beiden Rennen die Ideallinie. Frank Gerigk-Lorenz aus Overath, mehrmaliger Teilnehmer an Deutschen Meisterschaften und Sieger in der Herrenwertung.
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Jubel mit Pokalen – die Bobbycarfahrer.
Jubel mit Pokalen – die Bobbycarfahrer.
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Kurz vor dem Start. Die Teilnehmer am Bobbycar-Rennen.
Kurz vor dem Start. Die Teilnehmer am Bobbycar-Rennen.
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Nur um Millimeter an den Strohballen vorbei.
Nur um Millimeter an den Strohballen vorbei.
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Seifenkisten mit besonderer Note, im Bild von links: Badewanne, Dusche und Toilette. Fotos: Rolf-Dieter Rötzel
Seifenkisten mit besonderer Note, im Bild von links: Badewanne, Dusche und Toilette. Fotos: Rolf-Dieter Rötzel
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Sie fuhren die schnellsten Zeiten in der Damenwertung, im Bild von links: Zweite Urte Breuer, Siegerin Rita Adolph und die Drittplatzierte Andrea Gelhausen.
Sie fuhren die schnellsten Zeiten in der Damenwertung, im Bild von links: Zweite Urte Breuer, Siegerin Rita Adolph und die Drittplatzierte Andrea Gelhausen.
 
 
 

  • Behebung eines Defektes.

  • Bei den 10- bis 16-Jährigen siegte Jonas Gelhausen (Bildmitte) vor Julimo Fiedler (links) und Philipp Woelki (rechts).

  • Die Siegerehrungen nahmen Werner Krämer als Vorsitzender des Heimat- und Sportvereines „Holperbachtal“ (links), Ortsbürgermeister und Rennleiter Jürgen Mai (2.v.r.) sowie Volksbank-Hamm-Prokurist Ralf Neuhoff (rechts) vor. So auch in der Herrenklasse. Weiter im Bild v.l.: Andy Schumacher, Frank Gerigk-Lorenz und Peter Würthen.

  • Die Zuschauer im Rücken auf der Fahrt zum Ziel.

  • : Fand in beiden Rennen die Ideallinie. Frank Gerigk-Lorenz aus Overath, mehrmaliger Teilnehmer an Deutschen Meisterschaften und Sieger in der Herrenwertung.

  • Jubel mit Pokalen – die Bobbycarfahrer.

  • Kurz vor dem Start. Die Teilnehmer am Bobbycar-Rennen.

  • Nur um Millimeter an den Strohballen vorbei.

  • Seifenkisten mit besonderer Note, im Bild von links: Badewanne, Dusche und Toilette. Fotos: Rolf-Dieter Rötzel

  • Sie fuhren die schnellsten Zeiten in der Damenwertung, im Bild von links: Zweite Urte Breuer, Siegerin Rita Adolph und die Drittplatzierte Andrea Gelhausen.
 
 
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