Jugendcamp in Bitzen/Forst

Aktive und abwechslungsreiche Ferienwoche im Rahmen des Jugendcamps Bitzen/Forst 2015

 

Auch beim dritten von den beiden Ortsgemeinden Bitzen und Forst organisierten sowie vom Kreisjugendamt Altenkirchen, ortsansässigen Vereinen und einer großen Helferschar unterstützten Jugendcamp kam trotz einiger Regenschauer – Parallelen hatte man hier zu den Vorjahren - keine Langeweile auf. Für 95 Kinder vom „Berg“ und angrenzenden Nachbargemeinden im Alter von drei bis 14 Jahren stand ein abwechslungsreiches Programm auf der Agenda, bei dem die Teilnehmer auch Hand anlegen mussten. Abschluss der einwöchigen Veranstaltung unter dem Gesamtmotto „Vom Korn zum Brot“ waren ein gemeinsames Backen am „Backes“ in Dünebusch, eine Nachtwanderung, Lagerfeuer und Zelten auf dem Bolzplatz in Forst. Zum Abschluss war sogar Wehmut zu verzeichnen, denn es hatten sich eine Reihe von neuen Freundschaften gebildet.

 

Bei den sinnvollen und ortsnahen Freizeitgestaltungen war das St. Andreas-Haus, in dem gemeinsam gefrühstückt und bis auf einige Ausnahmen auch die Mittagsmahlzeit eingenommen wurden, der Ausgangspunkt. Das Programm enthielt auf die Kinder abgestellte und von denen mit zu gestaltende Projekte aus den Bereichen Natur, Unterhaltung, kreative Gestaltungen, Sport bis hin zu verschiedenen Spielaktionen.

 

Eingeteilt waren die Teilnehmer erstmals in sieben altersentsprechende Gruppen mit jeweils einem eigenen Leiter, der auch die gesamte Woche über Ansprechpartner für die Kinder war. Mit dem vielseitigen Programm und Einblick in frühere Jahrzehnte  wurde zudem ein anderer Blick auf die Region vermittelt.

 

So wurde mit Sense und Sichel auf einem Feld im Bereich „Breitenacker“ in Bitzen Weizen geschnitten. Neben Geschick musste hier auch die richtige Technik, die von Insidern erklärt wurde, angewendet werden. So einfach wie alles aussah, war es allerdings nicht. Im Anschluss hatten die „Jung-Landwirte“ die Ähren aufzuheben, zu binden und in Hausten aufzustellen. In weiteren Arbeitsgängen, zwischenzeitlich konnte man sich an Waffeln aus Weizenvollkornmehl stärken, standen das Dreschen, u.a. mit dem Kornflegel, sowie das Trennen der Spreu vom Weizen in einer jahrzehntealten Fegemühle  mit der Firmenaufschrift „H. Fischer Hamm a. Sieg“ an. Das Kurbeln der Windfege machte den Teilnehmern viel Spaß, wenn dies auch in die Arme ging. In einer in der Nähe gelegenen funktionstüchtigen Mühle wurde gemahlen. Der Korn-Mehl-Kreislauf schloss sich mit einem Backtag im Dünebuscher „Backes“.

 

Zu besonderen Highlights wurden auch das Angeln und die damit verbundene Vermittlung von Wissenswertem über das Verhalten an Bachläufen, die kreative Herstellung von individuellen Handtaschen aus alten Jeanshosen (ein wahrer Hit, was hier produziert wurde), während es an der Feldschmiede überaus „heiß“ herging. Nach dem Erglühen des Eisens wurde dies dann auf dem Amboss in die gewünschte Form gebracht. Die Kinder konnten hier selbst mit Hand anlegen. Im Vordergrund standen Hufeisen und eine eigens für das diesjährige Jugendcamp kreierte Plakette.  Beides wird sicherlich zu einer langjährigen Erinnerung. 

 

Handwerkliches Geschick war auch beim Insektenhotelbau angesagt. Vorgefertigte Holzteile waren zu sortieren und anhand einer Zeichnung zusammenzufügen. Bohren und Schrauben wurden mit Hilfe von Betreuern ausgeführt.

 

Erlebnisreich gestalteten sich auch das Reiten auf dem Reiterhof in Dellingen, der Besuch der Kläranlage in Au/Sieg, die Inaugenscheinnahme von Fahrzeugen der Freiwilligen Feuerwehr Hamm mit Geschicklichkeitsübungen auf dem Bolzplatz in Forst, verschiedene sportliche Aktivitäten – darunter auch Fußballspielen mit Trainingseinheiten, Gruppenspielen und einer Mini-WM mit dem TuS Germania Bitzen - sowie Tanzen. Das Ergebnis eines eintägigen Tanz-Tageskurses zeigten sieben Mädchen am Abschlusstag in Forst und erhielten hierfür von Jung und Alt verdienten Beifall.

 

Mit einem Lagerfeuer, Stockbrot, Zelten, einer Nachtwanderung rund um Forst, Bratwürstchen und einem Spanferkel ging das ereignisreiche Jugendcamp Bitzen/Forst 2015 auf dem Bolzplatz in Forst, an dem auch die Helfer/innen und Eltern teilnahmen, zu Ende. Die Organisatoren zogen ein positives Fazit der einwöchigen Veranstaltung. Nachfragen bei Teilnehmern ergaben, dass man rundum zufrieden war, einiges gelernt habe und sich bereits auf das nächste Jahr freue. Die beiden Ortsbürgermeister Armin Weigel (Bitzen) und Jürgen Mai (Forst) sprachen der großen Helferschar und den zahlreichen Spendern einen besonderen Dank aus, ohne deren vorbildliches Engagement eine solche Veranstaltung nicht durchführbar wäre. (rö)

 

 Am Lagerfeuer gab es auch Stockbrot    Auch Bügeln will gelernt sein


Beim Insektenhotelbau war genau Maß zu nehmen   Benjamin Giehl beim Dengeln.


Brötchen werden geformt und dann in den Dünebuscher Backes gegeben     Die Arbeit an der Nähmaschine.


Die Pizza schmeckte.     Heinz-Otto Lück erklärt das Aufstellen von Hausten

 Eine  Windfege, auch Kornfege oder Getreideputzmühle genannt, wurde ebenfalls in Betrieb genommen und damit die Spreu vom Weizen getrennt.    Eis, eine willkommene Abkühlung.

Jugendliche Hilfe für den Schmied   Klaus Lindenpütz beim Schärfen einer Sense


Lothar Oligschläger gibt Hilfestellung beim Bohren.   Petri Heil.


Sieben Teilnehmerinnen zeigten ihren an einem Tag erlernten Tanz und erhielten hierfür verdienten Beifall.     Wasser marsch hieß es bei der Freiwilligen Feuerwehr Hamm.



 
 
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