Die Legende von St. Martin (Bericht aus dem Jahr 2015)

St. Martinszüge erfreuen sich in den nächsten Tagen wieder einer großen Beliebtheit; besondere Freude herrscht bei den Kindern.

 

Im November steht Gänsebraten vermehrt auf den Speisenkarten. Werden sie den Martinstag überstehen? Ob sie dann auch die Weihnachtstage überleben, liegt in der Hand des Besitzers. Es gehört schon zu den tollen Erlebnissen, bei hereinbrechender Dunkelheit mit farben-prächtigen Lampions, nach Möglichkeit mit selbstgebastelten Laternen, durch die Straßen zu wandern und Lieder zu singen. Weitere Höhepunkte sind auch die Martinsfeuer, die weithin leuchten. Für die Kinder halten die Organisatoren Weckmänner oder Brezeln bereit, während die Erwachsenen sich mit Glühwein und anderen heißen Getränken stärken können.

 

Mit den Martinszügen wird an den heiligen St. Martin erinnert, der nach der Sage am 11. November des Jahres 397 starb. Martin wurde 316 oder 317 nach Christus in Ungarn geboren und trat mit 15 Jahren in die römische Armee ein. Als Soldat unter Kaiser Julian in Amies teilte Martin seinen Mantel mit einem frierenden in Fetzen gehüllten Bettler.

 

In der folgenden Nacht erschien ihm dann Christus. Er trug das Mantelstück, das Martin dem Bettler gegeben hatte. Nach der Begegnung ließ sich der 18 jährige Martin taufen und schied aus der Armee aus. In den folgenden Jahren lebte er abwechselnd als Einsiedler und als Missionar. Im Jahre 361 gründete er das erste Kloster auf gallischem Boden. Zehn Jahre später wurde Martin dann Bischof von Tours und gründete 375 das Kloster Marmoutier bei Torus, dessen Schule bald Bedeutung fand. Im Volk war Martin wegen seiner Wundertaten und seines Gerechtigkeitssinns sehr beliebt. Er starb auf einer Seelsorgereise.

 

Um das Leben von Martin ranken sich einige Geschichten. In der Kunst und Literatur werden Szenen aus seinem Leben, vor allem die Mantelteilung, immer wieder dargestellt. Bekannt ist auch die Legende, als er vor den schnatternden Gänsen verraten wird. Über dem Grab von Martin wurde im fünften Jahrhundert eine Kapelle erbaut. Sie wurde später erweitert zur Abtei Saint-Martin und war bis ins späte Mittelalter Wallfahrtsort und fränkisches Nationalheiligtum.

 

Von König Chlodwig wurde Martin zum Schutzpatron der Frankenkönige erklärt. Der Tag des heiligen Martins war aber auch für die Wirtschaft von Bedeutung: So stand die Entlohnung des Gesindes an, außerdem begann das Wirtschaftsjahr. Viele heimische Bräuche sind mit dem Martinstag verwoben: Das "Mertesfeuer" galt wohl früher als Notfeuer, das dem "Austreiben feindlicher Gewalten und dem Gewinn von Segen und Fruchtbarkeit diente" (Volkskunde des Kreises Altenkirchen).

 

Laternenumzug in Hamm (Sieg)
Am 8. November findet ein Laternenumzug in Hamm (Sieg) statt. Dieser beginnt um 16.30 Uhr mit einer Andacht in der katholischen Kirche und wird abschließend im Dietrich-Bonhoeffer-Haus beendet.

 

St. Martinszug in Breitscheidt
Im Rahmen des St. Martinsmarktes am 10. November in Breitscheidt findet seitens des Kindergartens ein St. Martinsumzug statt. Alle Eltern und Kinder sind herzlich einladen, gemeinsam mit dem Kindergarten ab 17.30 Uhr vom Kindergarten aus durch die Straßen zu ziehen.


 

Martinsumzug in Fürthen
Der St. Martinsumzug in der Gemeinde Fürthen findet am Samstag, 10. November, statt. Er wird von der Chorgemeinschaft MGV Opsen / MGV Eintracht Opperzau und dem Bürgerverein Opperzau durchgeführt. Die Aufstellung erfolgt am Kindergarten Fürthen und der Abmarsch beginnt beginnt um 17.15 Uhr. Der Umzug wird angeführt von St. Martin hoch zu Ross und der Musikkapelle. Durch Fürthen und Opsen zieht der Laternenwurm zur Sieg an die Fischerhütte in Opsen, wo inzwischen das Martinsfeuer lodert. Dort erhalten die Kinder Weckmänner, welche von der Ortsgemeinde Fürthen gestiftet werden und Kakao. Für die Erwachsenen ist ebenfalls mit Speis und Trank gesorgt.

 

Martinsumzug in Pracht
Am Donnerstag, 08. November, findet ab 18.00 Uhr der diesjährige St.-Martins-Umzug der Kindertagesstätte „Zur Wundertüte“ statt. Dazu sind alle Bürger herzlich eingeladen. Traditionsgemäß startet der Zug an der Kindertagesstätte Pracht. Begleitet wird er von St. Martin und einer Musikkapelle. Nach dem Zug sorgen die Helfer vom Frauenchor Pracht, der Kindertanzgruppe „Fidele Sternschnuppen“ sowie des Tanzcorps „Fidele Jongen“ der Karnevalsgesellschaft Pracht, mit Bratwürstchen und kalten und warmen Getränken für das leibliche Wohl. In den einzelnen Ortschaften werden Lose und Weckmannbons durch die Kindergarteneltern verkauft. Sie sind auch direkt in der Tagesstätte erhältlich. Weckmänner werden auch noch am Martinsabend verkauft. Die Kindergartenkinder erhalten wie bereits in den letzten Jahren ihren Gratisweckmann, den die Ortsgemeinde spendiert, nach dem Umzug. Lose können noch bis kurz vor der Losziehung erwoben werden. Zu gewinnen gibt es sechs Einkaufsgutscheine für den Pracht/Niederhausener Weihnachtsmarkt am 01. Dezember. Nicht abgeholte Gewinne werden im Mitteilungsblatt veröffentlicht. Die Kindergartenkinder, ihre Eltern und das Erzieherteam würden sich freuen, wenn die Anwohner der Schulstraße, Bergstraße bis Einmündung Hüllweg, Hüllweg sowie Waldstraße den Martinszug durch Schmücken ihrer Häuser und Grundstücke mit Kerzen, Windlichter, Lichterketten, etc. wie im letzten Jahr unterstützen und verschönern könnten. Es wird darauf aufmerksam gemacht, dass Pechfackeln nur neben der Musikkapelle gestattet sind. Die Aufsichtspflicht über die Kinder haben die Eltern.

 

St. Martinsumzug in der Gemeinde Roth
Die Ortsgemeinde Roth und die Kindertagesstätte „Meilenstein“ laden für Freitag, 9. November, zum St. Martinsumzug ein. Treffpunkt ist um 17 Uhr in der Kirche St. Michael in Oettershagen. Enden wird der Umzug am Bürgerhaus Oettershagen, in dem für das leibliche Wohl gesorgt wird.

 

Laternenumzug in Bitzen/Forst
Am Freitag, 16. November,  findet in Bitzen/Forst der diesjährige Laternenumzug statt.  Abmarsch ist um 18.00 Uhr ab Kindergarten mit St. Martin und Musik nach Forst zur Grillhütte. Dort kann man sich mit Würstchen, Weckmännern, heißen und kalten Getränken stärken.  An diesem Abend werden auch die Gewinner der Gutscheine gezogen.  Weckmannbons und Lose werden in den Ortschaften und im Kindergarten verkauft. Es wird darauf hingewiesen, dass Weckmänner nur gegen Bons abgegeben werden können. Die Aufsichtspflicht liegt bei den Eltern. Pechfackeln sind nicht erlaubt.

 

Text und Foto: Rolf-Dieter Rötzel

 
 
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