Ein schlimmes Unwetter vor 75 Jahren ließ die Spitze des Turms der evangelischen Kirche in Hamm abknicken

Der Ort Hamm stand vor 75 Jahren Deutschlandweit im Fokus. Es war nicht Friedrich Wilhelm Raiffeisen über den geredet und geschrieben wurde, sondern ein schlimmes Unwetter, das sogar teilweise den Turm der evangelischen  Kirche abknicken ließ.

 

Am 11. Januar 1936 wurden der Raiffeisengeburtsort und einige Nachbardörfer nachmittags von einem orkanartigen Sturm mit Gewitter und Hagel heimgesucht. Hans G. Mack schrieb im 1956 erschienenen Der Sturm „legte“ auch den Steigerturm der Freiwilligen Feuerwehr Hamm um.Heimatbuch Hamm von einem nachtschwarzen Himmel. Bereits zur Mittagszeit habe ein immer heftiger werden des Wetterleuchten ein vom Süden heranziehendes Gewitter angekündigt.


Zum 75. Jahrestag befasste sich auch der in Hamm geborene und jetzt in Wesel lebende Pfarrer Werner Abresch mit dem Hammer Kirchturmeinsturz. Er überließ der Gemeinde zu diesem markanten Ereignis, bei dem zum Glück keine Menschen zu Schaden kamen, Dokumente und Fotos. „Jener Tag vor 75 Jahren hat die Menschen in Hamm stark beeindruckt“, so Abresch.

Ein seltenes Foto von den beiden Hammer Kirchen. Bei der evangelischen Kirche (links) fehlt die durch den Orkan im Jahr 1936 abgebrochene Turmspitze. Repros: Rolf-Dieter Rötzel

 

Der Schaden am Turmhelm der evangelischen Kirche war der folgenreichste unter den Schäden.

 

Der über vierzig Meter hohe Turm war in halber Höhe abgedreht und die Spitze auf das Dach des Kirchenschiffes geschleudert worden. Die Trümmer landeten auf dem Kirchenvorplatz und der angrenzenden Durchgangsstraße, der heutigen Bundesstraße.

 

Im Wirkungskreis des Sturmes liegende Dächer waren abgedeckt, Schornsteine umgerissen und  Bäume zersplittert worden, so eine Meldung in der Eupener Zeitung am 12. Januar 1936. Die Freiburger Zeitung berichtete von einer „Windhose“ in Hamm, die den Kirchturm abdrehte und schwere Verwüstungen hinterließ. Beide Zeitungen und auch Hans G. Mack schrieben nieder, dass der Orkan 5 Minuten dauerte.

 

Eingerüsteter Kirchturm mit erneuerter Turmspitze.Die heute 89-jährige Paula Rötzel aus Forst kann sich noch gut an das Ereignis erinnern. „Ich war damals vierzehn Jahre, als davon erzählt wurde, in Hamm hätte ein Wirbelsturm ein Teil des Kirchturms eingerissen.“

 

In Hamm wurde zudem der Turm am Spritzenhaus der Freiwilligen Feuerwehr umgekippt und in Hof-Holpe eine Scheune – „Schmidts Bäckeschen“ genannt - mitsamt den Erntevorräten „weggefegt“.

 

Der „abgedrehte“ Turmhelm der evangelischen Kirche war alsdann ein besonderes Fotomotiv, auch auf Ansichtskarten. Eine solche schickte damals der evangelische Pfarrer Heinrich Brinken an den katholischen, ehemaligen Hammer Pfarrer Jakob Wirtz, der einige Jahre zuvor das für die Region bedeutsame Buch „Fünfhundert Jahre Marienthal“ geschrieben hatte. Zum Wiederaufbau des Turmhelms, so Werner Abresch, übersandte Wirtz in Verbundenheit einen Betrag in Höhe von 100 Mark aus seiner Privatschatulle. „Eine ökumenische Geste bereits vor über sieben Jahrzehnten.“


Rolf-Dieter Rötzel
 
 
 
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