In der Ortsgemeinde Bitzen wurde der Bürgerwillen und damit verbundene Wünsche mit einer repräsentativen Einwohnerbefragung erkundet

Was inspiriert eine Neunzehnjährige, den Bürgerwillen und damit verbundene Meinungen und Ideen zu verschiedenen Themenbereichen in ihrer Heimatgemeinde Bitzen zu ergründen und diesbezüglich eine repräsentative Einwohnerbefragung auf den Weg zu bringen.

 

 

Lara-Madeleine Kapschak aus Dünebusch, aktives Mitglied in dem vor einigen Monaten aus dem Arbeitskreis „Dorferneuerung“ hervorgegangenen Bürger- und Nachbarschaftshilfeverein Berg, ist die Initiatorin der bisher einmaligen Einwohnerumfrage für den Bereich der Ortsgemeinde Bitzen.


Mit dieser möchte sie sich, wie auch andere engagierte Jugendliche, in die Gestaltung und die Umsetzung des Projekts „Unser Dorf hat Zukunft“ einbringen. Mit der Aufstellung eines Dorferneuerungskonzeptes und der Teilnahme am Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“, aus dem die Gemeinde Bitzen im Sommer 2009 als Kreissieger hervorging, begann ein neues „Wir-Gefühl“ in der Berggemeinde und damit verbundene Initiativen, dass Dorf auf die Zukunft vorzubereiten.


Eine für die höhere Berufsfachschule anzufertigende Projektarbeit nutzte die junge Bürgerin, eine repräsentative Einwohnerumfrage zu den vielfältigen Initiativen innerhalb der letzten zwei Jahre in ihrer Heimatgemeinde zu starten. „Ich bin sehr daran interessiert, das Leben in der Ortsgemeinde Bitzen aktiv mit zu gestalten“, bekundete Lara-Madeleine Kapschak gegenüber dem Mitteilungsblatt Hamm (Sieg).

 
Mitarbeiter im ehemaligen Arbeitskreis und dem jetzigen Bürgerverein hinterfragten sich selbst, ob durchgeführte und geplante Initiativen auch von der Bürgerschaft angenommen und positiv betrachtet werden. „Daraus entwickelte sich dann meine Idee, den Wert der Arbeitskreis-Aktivitäten in Aussagen und Zahlen darzustellen. Die Projektidee der Umfrage war geboren.“


„Mit den aus der Einwohnerbefragung gewonnenen Erkenntnissen“, so Ortsbürgermeister Armin Weigel, „werden dem Ortsgemeinderat in hervorragender Weise zukünftige Meinungsbildungen erleichtert. Wir sind Lara-Madeleine Kapschak für ihr Engagement überaus dankbar.“ 
 

Befragung im Kindergarten Bitzen/Forst. Foto: KapschakInsgesamt wurden 81 Einwohner befragt: Sechsunddreißig  im Alter von 30 bis 59 Jahre, jeweils 8 Kinder im Alter bis 9 Jahre und junge Erwachsene von 20 bis 29 Jahre. Weiterhin waren es 9 Teenager (10 bis 19 Jahre) und 20 Senioren über 60 Jahre. Die Befragungen, ausgerichtet auf die Erfolge der in den beiden vergangenen Jahren durchgeführten Initiativen sowie zukünftige mögliche Aktivitäten, erfolgten in Form von  Interviews an der „Haustüre“ sowie im Kindergarten.

 

Im Gesamteindruck erhalten die „offenen Gärten“, die Pflanzung der jährlichen Geburtsbäume, das neue Gemeindehaus in Dünebusch, die Bushaltestelle an der „Milchbude“ in Bitzen und die neuen Ortsschilder eine kompakte Zustimmung. Dicht dahinter folgen die „bunten Bänke“, die Aktion „Apfelsaft/Apfelwein“ und der Aussichtspunkt „Kanzesley“ vor der gemeindlichen Homepage und dem Firmenverzeichnis auf der Homepage.


Bei der Frage, ob die „offenen Gärten“ besucht werden, antworteten 22 Erwachsene mit Ja und neun mit Nein. Hier die weitere Rangfolge: Senioren (16 Ja / 7 Nein), junge Erwachsene (5/4), Jugend (2/6) und Familien (7/3).
In der Gesamtbetrachtung, ob die Homepage nützlich ist, verfügen die Ja-Stimmen über einen knappen Vorsprung vor den Nein-Stimmen.


Bei der Frage „In welchem Bereich des Gemeindelebens sich mehr engagiert werden soll“ (hier waren Mehrfachnennungen möglich) steht die Infrastruktur mit 178 Nennungen an erster Stelle, gefolgt von „Kultur und Freizeit“ (169). Danach folgen Tourismus (151), Soziales (148), Kommunikation (146), Ortsbild (145), Präsentation nach Außen (144), Treffpunkte und Gemeinschaft (136), Umwelt (128).

Ortsbürgermeister Armin Weigel (2.v.l.) überbrachte mit dem Beigeordneten Hans-Klaus Kapschak einen Dank an Lara-Madeleine Kapschak, die eine repräsentative Einwohnerumfrage zu den vielfältigen Initiativen innerhalb der letzten zwei Jahre in ihrer Heimatgemeinde Bitzen durchführte und auswertete. Foto: Rolf-Dieter RötzelAus dem Dorferneuerungskonzept sollen Initiativen für die Zukunft entwickelt werden. Die Verbesserung der DSL-Versorgung sowie Spiel- und Treffflächen für Kinder führen hier mit jeweils 15 Prozent die zahlreiche Aspekte enthaltene „Wunschliste“ an. Es folgen die Wanderwege mit 13 Prozent, Aufstellung von Hundetoiletten (11 %), Neubürger willkommen heißen (10 %), Definierung des Dorfmittelpunktes/Ortsmitte, Fitness-Parcours, Mitfahrkonzept (jeweils 7 %), Neugestaltung von Mauern (6 %), Heimarbeitsplätze (5 %) und Autoaufkleber „Wir sind Bitzen“ (4 %).


Verschiedene Wünsche wurden sofort mit Vorschlägen „unterlegt“. Ein 12-jähriger Junge unterbreitete den Vorschlag, einen Aktionstag als „Boysnight“ - verbunden mit einem Sportangebot - durchzuführen. Diesbezüglich konnten auch schon drei Betreuerinnen im Alter von neunzehn bis 21 Jahren benannt werden.

 
Im Bezug auf „Neubürger willkommen heißen“ schlug eine 27-jährige Bürgerin die Einführung eines „Gutschein-Heftes“ vor, um zu einem Schnuppertraining im Sportverein, einer Probier-Singstunde im Männergesangverein oder einer Unterredung mit dem Bürger- und Nachbarschaftshilfeverein zu animieren. Ihre weitere Idee war, das für sechs Monate eine Neubürger-Patenschaft übernommen wird. Die Anlegung eines „Trimm-Dich-Pfades“ in Zusammenarbeit mit dem Sportverein offerierte ein 58-jähriger Bürger.


An weiteren Initiativen für die Zukunft wurden auch die Ausweitung der Schulbusstrecke „Gymnasium Herchen“ bis nach Dünebusch, eine Geschwindigkeitsbegrenzung im „Mömelshof“, die Verbesserung der Straßenverhältnisse, ein Gehweg „Mömelshof“, Licht an der Bushaltestelle, Winter- und Schneeräumdienst sowie ein Hinweisschild auf den Kindergarten genannt. (rö)

 
 
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