IGS-Schulleiter Dietmar Schumacher in die Freistellungsphase der Altersteilzeit und dessen Stellvertreter Wolfgang Fischer in den Ruhestand verabschiedet - Nachfolger sind noch nicht in Sicht

In Ansprachen und Grußworten wurde das Engagement von Dietmar Schumacher und Wolfgang Fischer um und an der Integrierten Gesamtschule (IGS) Hamm gewürdigt. Auch die beiden Pensionäre blickten mit Dankbarkeit auf ihre schulischen Laufbahnen zurück, die für Schumacher 1992 und für Fischer bereits im Jahre 1973 am Schulstandort in Hamm begannen. Im Rahmen einer beeindruckenden sowie von emotionalen und humoristischen Momenten geprägten fast vierstündigen Abschiedsfeier wurden auch Annette Weißgerber und Gerhard Schnell verabschiedet.

 

 

Hamm. Ohne Worte, aber dennoch überaus eindrucksvoll, hießen Jana Schütz und Stephan Stoffelen aus dem Lehrerkollegium in einem Begrüßungs-Vorspiel mit einem witzigen Plakat-Dialog die Anwesenden, darunter zahlreiche Ehrengäste  aus dem Schulbereich, der Politik und Verwaltung, willkommen, um dann das gesprochene Wort an Moderator Thomas Finkeldey-Schmacke,  dem zweiten stellvertretenden Schulleiter, abzugeben.

 

Dem langjährigen Schulleiter Dietmar Schumacher war es dann vorbehalten, Lehrerinnen und Lehrer offiziell zu verabschieden, die versetzt wurden oder keine Vertrags-Verlängerung  erhalten hatten. Die letzte Amtshandlung war dann die Überreichung der Urkunde zur Versetzung in den Ruhestand an seinen Stellvertreter Wolfgang Fischer.

 

Dietmar Schumacher und Wolfgang Fischer prägten die Schullandschaft der Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Schule in den letzten 20 Jahren entscheidend. Sie begleiteten den Weg der Hauptschule Hamm/Sieg zur Integrierten Gesamtschule (IGS) mit Ganztagesangebot, an der sDankes- und Grußworte überbrachten neben Friedhelm Zöllner (2.v.l.) auch Dr. Gabriele Lindemer und Volker Hasselbach, Rektor der Grundschule Etzbach.ich seit 2009 eine gymnasiale Oberstufe etablierte.

 

In einer emotionalen und zugleich mit humorvollen Aspekten unterlegten Abschiedsrede verglich Fischer die Schule mit einem Schiff, ihren Werdegang mit einer Reise; an die Stirnwand der Raiffeisenhalle wurden entsprechende Schiffs-Bilder projektiert. Anfangs war die See stürmisch, wenig später kämpfte man mit dem dramatischen Rückgang der Passagierzahlen und schließlich bereiteten sich die Ratten darauf vor, von Bord der „HS Hamm/Sieg“ zu gehen. Doch die kleine engagierte Mannschaft riss das Ruder wieder herum. So gelang es, dass die 5-jährigen Kreuzfahrten zunächst auf 6 und nach einem Umbau letztlich auf 9 Jahre ausgedehnt werden konnten – natürlich mit größerer Besatzung. Heute sind die Plätze auf dem Kreuzfahrtschiff „IGS Hamm/Sieg“ zeitweilig ausgebucht, so dass nicht immer alle mitfahren können, die gern wollen.

 

Vom Stapellauf bis zur Fahrt auf den großen Weltmeeren seien viele Klippen zu umschiffen gewesen. „Sie alle wurden gemeistert; im Mittelpunkt standen immer die Passagiere im Vordergrund“, so Fischer. Mit Dietmar Schumacher verlasse er nunmehr gemeinsam die Kommandobrücke. „Leider stehen noch keine Nachfolger fest.“

 

Erfolgsgeschichte der IGS Hamm (Sieg)

 

Von einer zu Ende gehenden Ära sprach Landrat Michael Lieber, der einen besonderen Dank des Landkreises Altenkirchen übermittelte und an verschiedene bildungspolitische Debatten erinnerte. Es sei viel diskutiert, am Ende aber immer die entscheidenden Beschlüsse gefasst worden und man habe zu diesen gestanden. „Schließlich war die Einrichtung einer IGS im Landkreis etwas Neues.“ Schumacher und Fischer ansprechend bescheinigte Lieber, „sie Beide waren entscheidend an der Ausprägung der Schullandschaft im Kreis Altenkirchen beteiligt.“

 

Als zuständiger Referent der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Koblenz hatte Lothar Bonin den Weg zur Abschiedsfeier in Hamm gefunden. Sicherlich keine einfachen Schritte zum Rednerpult, da er noch keine Nachfolger für das ausgeschiedene „Hammer IGS-Führungsteam“ benennen konnte. Bonin sprach ebenfalls von einer „Erfolgsgeschichte“ der Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Schule, die sich durch ihre „Orientierung an gesellschaftlichen Entwicklungen zum Wohle der Schülerinnen und Schüler“ auszeichne. Er betonte, dass mit dem Weggang von Schumacher und Fischer eine große Lücke in zweierlei Hinsicht entstehe, zum einen die Qualität der geleisteten Arbeit, zum anderen die menschlichen Qualitäten betreffend.

 

 

 

Die Erfolge des Führungs-Tandems ansprechend, nannte Bonin beispielhaft den  Ausbau des Ganztagsbereiches, Schwerpunktschule, Big Band/Bläserklassen und den Ausbau Oberstufe. "942 Schüler und rund 100 Pädagogen werden das Tandem Schumacher/Fischer vermissen.“

 

„Die beiden Funktionsstellen wurden frühzeitig ausgeschrieben, dennoch bleiben sie vorerst auf Grund von unvorhersehbaren Entwicklungen vakant“, merkte Bonin weiter an. Bezüglich der Besetzung zeigte er sich jedoch zuversichtlich; er wolle sich weiter intensiv darum kümmern.

 

Für einen besonderen musikalischen Beitrag sorgte der Lehrerchor, der sich unter der Leitung von Robert Walterschen zusammengefunden hatte. Nach dem Vortrag der Lieder „Das arme Dorfschul­meisterlein“ und „Westerwald, du bist so schön“ war eine Zugabe unumgänglich. Eine Quelle der musischen Kunst, wie es ein Redner formulierte.

 

Telefon-Joker sind weggefallen

Bürgermeister Rainer Buttstedt nahm die Bildung des Lehrerchores zum Anlass, diesen mit dem IGS-Team zu vergleichen: „Leistung in Harmonie“. Er dankte der aus dem Amt scheidenden Doppelspitze für die Mitwirkung an der Aufwertung des Schulstandortes. Diese sei möglich gewesen, da „alle an einem Strang“ – im schulischen als Abschiedsgeschenke überreichte auch das Lehrerkollegium an die Neu-Pensionäre.auch im kommunalpolitischen Bereich - gezogen hätten. „Es war eine konzertierte Aktion der Vernunft, den Schulstandort Hamm aufzuwerten und auszubauen. Die Entscheidung war goldrichtig. Nicht zu vergessen ist dabei, der finanzielle Gesamt-Aufwand von Land, Landkreis und Verbandsgemeinde in Höhe von 13,6 Millionen Euro.“

 

Auch in Zukunft seien übereinstimmende Faktoren wichtig. Als Zeichen der Dankbarkeit überreichte er an Dietmar Schumacher und Wolfgang Fischer neben einem guten Tropfen jeweils identische Wandbilder, auf denen neben den Porträts der beiden Pädagogen die Erfolgskurve der IGS  zu sehen ist.

 

Im weiteren Verlauf der Feierstunde überbrachten auch Julia Fuchs von der Grundschule Hamm (Sieg), Dr. Gabriele Lindemer, heutige Direktorin  an der IGS Betzdorf-Kirchen und vor dieser Zeit als Konrektorin an der IGS Hamm tätig, Volker Hasselbach von der Grundschule Etzbach, der frühere Regierungs-schuldirektor Friedhelm Zöllner, Lothar Peukert als Vorsitzender des Schulelternbeirates, sowie Hannah EOriginell waren nicht nur die Worte von Friedhelm Zöllner, sondern auch dessen Geschenke zum Abschied von Rektor Dietmar Schumacher. Darunter auch ein Schwartemagen.ngelberth und Annika Weber von der Schülervertretung Gruß- und Dankesworte, die sie mit kleinen Geschenken verbanden.

 

Julia Fuchs zitierte: „Niemals geht man so ganz. Von euch beiden wird ganz viel hier bleiben.“ Sie bedauerte, dass ihr zukünftig zwei kompetente Telefon-Joker fehlen. Dr. Gabriele Lindemer schaute zurück auf ihre Hammer IGS-Zeit, in der sie beim Aufbau der neuen Schule ebenfalls in der ersten Reihe stand. „Wir haben zur richtigen Zeit das schulische Eisen geschmolzen und geschmiedet.“ Schumacher attestierte sie, dass er heiße Eisen angepackt hätte, wohlwissend dass man sich daran auch verbrennen kann. „Ich hoffe“, so Dr. Lindemer weiter, „dass Dietmar nun im Ruhestand seine Schmiedelehre absolvieren kann.“

 

Friedhelm Zöllner redete die Anwesenden mit „Liebe Trauergemeinde“ an und stellte in seinen weiteren Ausführungen das Lebensmittel, das die größten Gemeinsamkeiten mit einem IGS-Leiter hat, vor: den Schwartemagen mit seinen zahlreichen Zutaten. Rektor Volker Hasselbach von der Grundschule Etzbach ging resümierend auf die zahlreichen Berührungspunkte der beiden Schulorte ein.

 

Der Vorsitzende des Schulelternbeirates, Lothar Peukert, empfahl Schumacher, sich sofort auf den Weg zu macAls Pensionär wird sich Dietmar Schumacher noch intensiver seinem Hobby, der Malerei, widmen können.hen, um den Ruhestand zu genießen. Weiter sprach er die Hoffnung aus, dass der unbedingt erforderliche Anbau bald realisiert werden kann. „Dieser ist wichtig für die weitere Entwicklung der Hammer IGS.“

 

Emotionale Abschiedsrede

 

Bevor Dietmar Schumacher ein letztes Mal ans IGS-Rednerpult trat, richtete Thomas Finkeldey-Schmacke das Wort an alle Gäste. Er sprach von einem umfassenden und Halt bietenden Netz, das Schumacher und Fischer in ihrer Amtszeit mit Worten und Taten geknüpft hätten. Verbunden hätten sie darin die Schule, die Schüler/innen, deren Eltern, die ADD, die kommunalpolitischen Entscheidungsträger und alles, was dazu gehörte. Während Finkeldey-Schmackes Rede schmückte ein Netz die Bühne, in das vom Lehrerkollegium  verschiedene Symbole angebracht wurden und die Kompetenzen und Zuständigkeitsbereiche der beiden Schulleiter darstellten. Vom Ideenblitz bzw. Hochspannungszeichen, vom „Hämmscher Moselsystem“ als Sinnbild für den Werdegang der IGS, von einer Dampflok, die etwas ziehen, aber auch anschieben kann, von der Bilanz über einen Geldsack bis hin zu einer Tür, die nun neue Wege öffnet, war alles dabei.

 

Im Anschluss daran erhielten die vier Neu-Pensionäre aus den Händen von Nina Berkulin und Melanie Kusber Porträts, die das Besondere der Pädagogen einzufangen versuchen.

 

In bewegten Worten und emotional hin und wieder einige Tränen unterdrückend nahm Direktor Dietmar Schumacher Abschied von seiner IGS. Insgesamt war er 21 Jahre am Schulstandort in Hamm und begleitete von den ersten Vorgesprächen die Einrichtung und Entwicklung der Integrierten Gesamtschule als lebendige Schule mit. Dieser Moment ging ihm sichtlich nahe, er sprach mit bebender Stimme und legte mehrere Pausen ein, als er seinen Dank für die jahrelange Zusammenarbeit zum Ausdruck brachte.

 

In den über zwei Jahrzehnten habe er eine Kleinstadt an Schüler und Eltern sowie nahezu 200 Pädagogen kennengelernt. Mit seinem stellvertretenden Direktor Wolfgang Fischer hinterlasse er eine lebendige Schule, die mit Kraft und Kreativität ausgefüllt sei. Mit gemeinsamen Visionen habe man zur Aufwertung des Schulstandortes beigetragen.

 Schulelternsprecher Lothar Peukert sprach den vier ausgeschiedenen Pädagogen einen Dank der Elternschaft aus.

Abschließend sprach er allen Wegbegleitern vom Lehrerkollegium, den Schulträgern, Kommunen über die Hausmeister, den Schulsekretärinnen bis hin zum Reinigungspersonal einen aufrichtigen Dank aus. „Alle haben zum Wohle der Schüler und der Schule mit gearbeitet.“ Ein ganz besonderes Dankeschön galt seiner Familie, die er nun mehr Zeit entgegen bringen könne.

 

Für die gelungene musikalische Umrahmung der Abschiedsfeier sorgte das Klassenorchester der Jahrgangsstufe 5 unter Leitung von Peter Krämer mit „Powerrock“, „Wenn ein Elefant in die Disco geht“, „March Majestic“, „Startreck“ und „Close Finish“. (rö/he)

 

 

 „Wolfgang Fischer ist der Schäuble von Hamm“

Aussage bei der Abschiedsfeier im Bezug auf die Sparsamkeit des langjährigen „IGS-Finanzministers“

 Von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) hatte Lothar Bonin den Weg nach Hamm zur Verabschiedung von Dietmar Schumacher und Wolfgang Fischer gefunden.

„Das Lehrerleben ist manchmal hart“

Wolfgang Fischer

 

„Sie haben die Schullandschaft in Hamm entscheidend mitgeprägt“

Landrat Michael Lieber zu Dietmar Schumacher

 

„Die Hammer IGS ist eine Erfolgsgeschichte in Rheinland-Pfalz“

Lothar Bonin von der ADD

 

„An der IGS Hamm geht eine Ära zu Ende“

Bürgermeister Rainer Buttstedt

 

„Für mich fallen zwei ‚Telefon-Joker‘ weg“

Julia Fuchs von der benachbarten Hammer Grundschule

  Worte des Dankes übermittelten auch Hannah Engelberth und Annika Weber von der Schülervertretung.

 
 
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