Ückertseifen wurde wieder vom „Oldtimer-Virus“ heimgesucht

Fachsimpeln, Benzingespräche unter Oldtimer-Experten und Besuchern, Schwelgen in Erinnerungen und das Begutachten frisch polierten Blechs sowie funkelnden Chroms standen beim weit über die Heimatgrenzen hinaus bekannten Oldtimertreffen im kleinen beschaulichen Ückertseifen erneut im Vordergrund. Das 13. Treffen fand am vergangenen Wochenende eine große Resonanz und übertraf  dabei die Vorjahre.

 


Umgeben wurde die Traditionsveranstaltung in der Dorfmitte mit sonorem Klang vom Blubbern, Tuckern bis hin zum Knattern alter Automobile, hiEin Teil des imposanten Motorradfeldes.storischer und klassischer Motorräder sowie Traktoren, alle aus vergangenen Jahrzehnten. In allen Ecken und Kanten sowie den Gesprächen war der „Oldtimer-Virus“ spürbar, und das bei Groß und Klein.


Die Raritäten boten einen interessanten Querschnitt durch einige Jahrzehnte Kraftfahrzeug-Geschichte.


Nicht minder funkelten und strahlten dabei die Augen der Aussteller sowie die der zahlreichen Besucher. Die Bandbreite der Teilnehmer reichte aus dem Oberbergischen Kreis über den Westerwaldkreis bis hin zum Kreis Neuwied, Kreis Siegen-Wittgenstein und natürlich dem Kreis Altenkirchen. Ein Teilnehmer war sogar aus dem hessischen Weilburg angereist.


Die harmonischen Formen, die Ästhetik und die teilweise außergewöhnlichen Designs der Fahrzeuge wurden genossen und setzen die Uhr um einige Jahrzehnte zurück. „Man ist einfach von den Schönheiten fasziniert“, bekundete ein Besucher, der das Ückertseifener Oldtimer-Treffen im Kalender stets rot vermerkt  hat. „Jedes Fahrzeug strahlt seinen eigenen Charme aus und beeindruckt durch seine Schönheit. Man kann sich gar nicht vorstellen, wenn diese Fahrzeuge Geschichten und Anekdoten erzählen könnten.“


Die jüngere Generation kommt dabei aus dem Staunen nicht heraus, wie die Fahrzeuge vor Jahrzehnten mit Werner Schlaug mit seinem VW-Käfer. Im Kofferraum ein eigens vom Vorbesitzer angefertigter herausnehmbarer Lederkoffer.einer simplen und einfachen mechanischen Technik zum "Fortbewegen" gebracht, selbst repariert oder auch „positiv verändert" und in vielen Fällen auch schneller gemacht wurden. „Man freut sich“, so ein VW-Käfer-Besitzer, „wenn wir Fragen erschöpfend beantworten können.“


Natürlich gab es auch besondere „Hingucker“. Um nur einige zu nennen: Jaguar D Type aus dem Jahre 1958, der nach amerikanischem Vorbild gebaute Opel Olympia (Baujahr 1951), eine gelbe Cobra Shelby (Baujahr 1967), Mercedes  220 S, einer der ersten deutschen Luxuswagen nach dem zweiten Weltkrieg, der 1951 auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt am Main präsentiert wurde. Technische Grundlage für dieses Modell war das Fahrgestell des Modells 170 S. Auch ein Mercedes 170 S aus dem Jahre 1952 war im Original-Zustand in Ückertseifen.


Austin Seven „Ruby“ de Luxe, 17 PS, aus dem Jahre 1937.Schon etwas schüchtern anmutend dagegen ein 17 PS starker Austin Seven „Ruby“ de Luxe aus dem Jahre 1937 und ein Peugeot 5 CV, Baujahr 1927, 12 PS, als Cabriolet gebaut und später mit einem Holzaufbau versehen.


Aber was wäre ein Oldtimertreffen ohne Kult-Autos. Mit dabei Ende der fünfziger/Anfang der sechziger Jahre gebaute BMW-Isettas - in ihrer Glanzzeit trug das „Mach-Hoch-die-Tür-Auto“ auch die Beinamen „Knutschkugel“ oder „Jahrhundert-Ei“ -, legendäre VW-Käfer und das in den 1950iger Jahren aus einer allgemeinen Motorradkrise heraus entstandene Goggomobil. Kunden forderten damals zunehmend „ein Dach über dem Kopf“. Daraus entstand  der im Jahre 1954 auf der Internationalen Fahrrad- und Motorradaustellung in Köln vorgestellte und im Volksmund genannte Goggo. Die ersten Serienfahrzeuge mit dem gebläsegekühlten Zweizylinder-Zweitaktmotor rollten am 19. Januar 1955 vom Band. Komfort dann ab 1957, als es einen zweiten Scheibenwischer sowie ein Kurbel- statt Schiebefenster gab. Zudem wurde eine Coupé-Variante als Zweisitzer angeboten. Als in Ückertseifen ein Goggomobil und zwei BMW-Isettas gemeinsam ihre Heimreise antraten, flogen diesen alle Blicke zu. Bergauf in Richtung Kratzhahn verschwanden sie dann im „blauen Dunst“.


Ein weit gereister Eicher-Tiger-2“.Eine große Spannbreite boten die Motorräder mit ihren wohlklingenden Namen Adler, Triumph, Horex, NSU, BMW, MZ, Zündapp, Suzuki, Norton, Tornak, DKW bis zu den im Jahre 1923 gebauten Stock und BSA.


Holder, Deutz, Eicher, Güldner, Mc Cormick, und John Deere Lanz führten die Traktorenpalette an. Weitere Stars waren ein Lanz-Bulldog und zwei in Warschau gebaute  Ursus C 45/1. Den farblichen Ton, nämlich „grau-blau“, bestimmten zahlreiche Eicher. Dabei auch Heinz-Otto Lück aus Bitzen mit seinem im Jahre 1963 gebauten „Tiger 2“. Beide nahmen an der 12. Oldtimer-Traktor-WM am Großglockner im Jahre 2013 teil.


Für Austeller und Besucher verging die Zeit wie im Fluge, einfach viel zu schnell. Schließlich hatte man beim 13. Oldtimertreffen eine Menge zu sehen und vor allem zu besprechen. Es war wie in den Vorjahren ein Kommen, Gehen und Fahren. Die Anwesenden zeigten sich hoch zufrieden und sprachen von einem familiären Treffen, zu dem es lohne immer wieder hinzufahren. Sicherlich ein dickes Lob und Anerkennung für die Organisatoren Andreas Knipp, Klaus Dieter Klein, Uwe Heyden, Willi Krämer, Gerd Göller, Ernst Heyden sowie Alfred Hammecke und deren große Helferschar. „Ein wunderbares Treffen. Von allem ist etwas dabei“, so Werner Schlaug aus Gebhardshain.


Text und Fotos: Rolf-Dieter Rötzel

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Bis ins kleinste Detail wurde alles erörtert.
Bis ins kleinste Detail wurde alles erörtert.
Bis ins kleinste Detail wurde alles erörtert.
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Blick in den Innen- und Motorraum der Cobra Shelby (Baujahr 1967).
Blick in den Innen- und Motorraum der Cobra Shelby (Baujahr 1967).
Blick in den Innen- und Motorraum der Cobra Shelby (Baujahr 1967).
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David und Goliath, ein Lanz-Bulldog und ein Holder.
David und Goliath, ein Lanz-Bulldog und ein Holder.
David und Goliath, ein Lanz-Bulldog und ein Holder.
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Der nach amerikanischem Vorbild gebaute Opel Olympia (Baujahr 1951), funkelndes Blech und blitzender Chrom.
Der nach amerikanischem Vorbild gebaute Opel Olympia (Baujahr 1951), funkelndes Blech und blitzender Chrom.
Der nach amerikanischem Vorbild gebaute Opel Olympia (Baujahr 1951), funkelndes Blech und blitzender Chrom.
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Ein Mercedes 170S im Original-Zustand, Baujahr 1952.
Ein Mercedes 170S im Original-Zustand, Baujahr 1952.
Ein Mercedes 170S im Original-Zustand, Baujahr 1952.
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Ein Peugeot 5 CV aus dem Jahr1927 und das vier Jahre ältere Stock-Motorrad.
Ein Peugeot 5 CV aus dem Jahr1927 und das vier Jahre ältere Stock-Motorrad.
Ein Peugeot 5 CV aus dem Jahr1927 und das vier Jahre ältere Stock-Motorrad.
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Mercedes 220S, einer der ersten deutschen Luxuswagen nach dem zweiten Weltkrieg.
Mercedes 220S, einer der ersten deutschen Luxuswagen nach dem zweiten Weltkrieg.
Mercedes 220S, einer der ersten deutschen Luxuswagen nach dem zweiten Weltkrieg.
 
 
 
 
 
   
   
 
 
 

  • Bis ins kleinste Detail wurde alles erörtert.

  • Blick in den Innen- und Motorraum der Cobra Shelby (Baujahr 1967).

  • David und Goliath, ein Lanz-Bulldog und ein Holder.

  • Der nach amerikanischem Vorbild gebaute Opel Olympia (Baujahr 1951), funkelndes Blech und blitzender Chrom.

  • Ein Mercedes 170S im Original-Zustand, Baujahr 1952.

  • Ein Peugeot 5 CV aus dem Jahr1927 und das vier Jahre ältere Stock-Motorrad.

  • Mercedes 220S, einer der ersten deutschen Luxuswagen nach dem zweiten Weltkrieg.
 
 
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