"Dat Krippche" in der Klosterkirche Marienthal kann noch bis Maria Lichtmäß (2. Februar) bewundert werden

Die Krippe mit der Landschaft Bethlehems im Hintergrund lockt alljährlich zahlreiche Menschen in die Klosterkirche nach Marienthal. Bis zum 2. Februar (Maria Lichtmäß) ist sie noch zu sehen. Mit großem Engagement wird alljährlich die Kirche geschmückt, um an das Geschehen vor mehr als 2000 Jahren zu erinnern.

 

Seit in Marienthal kein eigener Pfarrgemeinderat mehr besteht, sind es Frauen und Männer vom Wallfahrtsausschuss, die den von Pfarrer Frank Aumüller und Hermann Wessler koordinierten Aufbau vornehmen. Unterstützung erhält man Die Lourdes-Madonna erhält am 11. Februar, 18 Uhr, ihren neu errichteten naturbelassenen Standort an der Klosterkirche.dabei von engagierten Messdienern. Bevor diese den Standort mit frischem Moos auslegen, wird seitlich am Altar angrenzend ein vom Künstler Arnold Morkramer in einer Größe von fast 10 Quadratmeter gefertigtes Bild „Blick auf Bethlehem“ befestigt. Dieses überstrahlt die gesamte Krippenlandschaft.


Danach wird der Stall aufgebaut. Dessen Bretter und Balken sind noch aus jenen Tagen, als zum Kloster Marienthal auch Stallungen gehörten.


Besonders stolz ist man in dem weithin bekannten Wallfahrtsort, den bekanntlich eine fast sechs Jahrhunderte alte und vor allem spannende, wechselvolle und historische GeschicEin Bild von Bethlehem überstrahlt die Marienthaler Krippe. hte umgibt, auf die kunstvollen bis zu 65 Zentimeter hohen Figuren, die alle von Meisterhand gefertigt wurden. Hierfür zeichnet Lothar Hoffmann aus Eichelhardt verantwortlich. Er ist es dann auch, der am Heiligen Abend die Heilige Familie in das Geschehen positioniert. Die Heiligen Drei Könige kommen dann später hinzu.

 

Geschichtliches

Überall auf der Welt, wo Christen die Geburt Jesu feiern, findet man Weihnachtskrippen. Der Legende nach wird der Heilige Franziskus von Assisi als „Vater der Krippe“ angesehen; er baute im Jahr 1223 an Weihnachten im Walde von Rieti die erste Weihnachtskrippe in der uns bekannten Form. Mit Erlaubnis seines Papstes zog er damals aus dem Kloster von Greccio aus, errichtete in einer Höhle eine Futterkrippe mit lebendigem Ochs und Esel und hielt dann vor einer großen Menschenmenge seine Weihnachtspredigt, "um den des Lesens nicht mächtigen die Weihnachtsgeschichte besser verständlich zu machen". Der genaue UrsprunMessdiener waren engagiert am Aufbau der Krippenlandschaft in der Klosterkirche Marienthal beteiligt.g der Krippe ist aber nicht sicher zu bestimmen, sondern sicherlich das Produkt einer langen Entwicklung. Bereits im 4. Jahrhundert finden sich in Italien bildliche Darstellungen der Geburt Christi. Wie aber urkundlich belegt ist, sind schon in altchristlicher Zeit am Weihnachtstag in den Kirchen religiöse Schaustellungen zu sehen gewesen.

 

Lourdes-Grotte in Marienthal 

Die altehrwürdige Grotte von Marienthal wurde wieder hergestellt. Nach Mitteilung von Hermann Wessler wird der neu errichtete naturbelassene Standort am Dienstag, 11. Februar, 18 Uhr, im Rahmen eines Pontifikalamtes durch Weihbischof Dr. Klaus Dick eingeweiht und die jahrzehntealte Lourdes-Madonna wieder aufgestellt. Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen.


Maria und Josef mit dem Kind in der Krippe.

 
 
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