Der Herkulesstaude wird erneut zu Leibe gerückt

Das Land Rheinland-Pfalz startet ab 1. April 2011 eine Aktion zur Bekämpfung der Herkulesstaude entlang der Sieg in den Verbandsgemeinde Hamm (Sieg) und Wissen/Sieg


 

Bis zu vier Meter hoch wird die Herkulesstaude.Schön und gefährlich - das sind die Attribute der Herkulesstaude, die sich von Jahr zu Jahr weiter vermehrt und dabei ihre Standorte hartnäckig verteidigt. Sie ist imposant, aber gefährlich: die Herkulesstaude, auch Riesenbärenklau genannt. Sie misst bis zu vier Meter, bildet riesige Dolden, rhabarberartige Blätter und prägt immer wieder das Bild an Flussufern, Straßenböschungen und Waldrändern. In Kombination mit Sonneneinwirkung kann der Pflanzensaft Rötungen, Blasen und Reizungen auf der menschlichen Haut hervorrufen. Deshalb sind Achtung und ‚Abstand halten’ geboten. Zudem verdrängt diese imposante Pflanze in Ermangelung natürlicher Feinde die heimische Pflanzenwelt an ihren Standorten.

 

Der Riesenbärenklau hat trotz Bekämpfung in den vergangenen Jahren seine Standorte hartnäckig „verteidigt“ und teilweise noch „zugelegt“. Insbesondere entlang der Sieg hat sich die Pflanze auf Grund der „guten“ Bedingungen wie Strömung und Topographie teils sehr stark flächenhaft entwickelt. Die vielen Arbeitseinsätze, die bislang von ehrenamtlich tätigen Bürgerinnen und Bürgern durchgeführt wurden, haben zwar die Ausbreitung der Pflanze eingedämmt, können das Problem aber nicht dauerhaft lösen.

 

Der hohle Stängel des Riesenbärenklau.Das Land Rheinland-Pfalz, vertreten durch die SGD Nord, Regionalstelle Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft und Bodenschutz in Montabaur, hat sich der Problematik angenommen und nach aufwendigen Pilotprojekten, in denen Erfahrungen gesammelt wurden, mit welchen Mitteln die Staude am effektivsten zu bekämpfen ist, will man nun mit gezielten Aktionen hiergegen vorgehen.

 

Nach einer umfassenden Bestandserfassung wurden die erforderlichen Arbeiten ausge-schrieben und an die Firma Duscha aus Hachenburg vergeben. Die Firma Duscha wird von April bis November 2011 in ca. 6 bis 8 Arbeitsdurchgängen die betreffenden Flächen unter Einsatz von „Herbizid Round up“ bzw. „Gralon 4“ behandeln.

 

Die aus dem Kaukasus eingeschleppte Staude ‚Heracleum mantegazzianum’ ist für Mensch und Natur gefährlich. Die Pflanze ist in ihren Inhaltsstoffen giftig, unter anderem sind lineare Furocumarine im Saft enthalten. Wer die Pflanze berührt und sich zusätzlich Sonnenlicht aussetzt, muss häufig mit unangenehmen Rötungen und Schwellungen kämpfen. In Extremfällen lösen die giftigen Säfte sogar Hautgeschwüre aus, die ärztlich behandelt werden müssen. Zurück bleiben oft Narben und Pigmentveränderungen der Haut. Es handelt sich bei diesen Hauterkrankungen nach dem Kontakt mit der Pflanze nicht um eine allergische Reaktion; mit dem UV-Licht findet eine chemische Reaktion statt, die zu den massiven Hautschäden führen kann. Die Behandlung kann langwierig sein, besonders schwere Fälle müssen im Krankenhaus behandelt werden. Gefährdet sind vor allem Kinder, die beim Spiel mit den Pflanzenteilen das Gift aufnehmen. Die hohlen Stängel scheinen als Spielzeug ebenso verlockend zu sein wie die großen Blätter. Ärzte und die Giftnotrufzentralen warnen seit langem vor der Herkulesstaude. Auch die Natur leidet unter dem schnellen Ausbreiten der Pflanze, da sie andere heimische Pflanzen unterdrückt. Daher sind Gegenmaßnahmen überaus wichtig, um die einheimische Flora zu schützen.

 
 
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