Auf dem Kapellen-Rundweg im Wildenburger Land

Zur Wanderung der Gruppe am Mittwoch, 05. Juni 2019, auf dem Friesenhagener Kapellen-Rundweg im Wildenburger Land starteten 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Los ging es – wie immer um 14.00 Uhr - vom Wanderparkplatz zwischen Friesenhagen und Hohenhain.


 

Diese Rundwanderung führt durch das Herz des Wildenburger Lands. Besonderheiten auf dieser Runde sind die kleinen Kapellen am Wegesrand. Die erste ist die Kapelle „Zur schmerzhaften Mutter“ unmittelbar hinter dem Parkplatz. Ein paar hundert Meter weiter steht auf einer Bergkuppe unter einer riesigen Linde die auffallendste Kapelle: Die „Anna Kapelle“ oder auch wegen ihrer roten Fassade die „Rote Kapelle“ genannt. Hier auf dem „Blumenberg“ erfuhren die Wanderer einiges über die schrecklichen Ereignisse während der Jahre der Hexenverfolgung im Wildenburger Land. In der Zeit von 1590 bis 1652 wurden auf dem Blumenberg ca. 200 Menschen aus Friesenhagen und Umgebung als Hexen und Hexenmeister verbrannt.


Einige Meter weiter in Richtung Sportplatz Friesenhagen steht ein Gedenkkreuz. Es wurde 1916 als Ehrenmal für die aus dem Wildenburger Land gefallenen Soldaten während des ersten Weltkrieges errichtet. Nun geht es hinunter in das Tal des Crottdorfer Baches vorbei am Wildgehege des Schlosses Crottorf mit Rot- und Schwarzwild in Richtung Wiesental. Der etwas weitere Wanderweg entlang der alten Kreuzwegstationen, der vom Soldatenfriedhof bis hin zur Kreuzkapelle auf dem Schnabelberg führt, musste umgangen werden, weil der nachfolgende Weg durch den Schlosspark wochentags geschlossen ist.

Aus dem Wiesental führt der Weg nun bergan auf die Höhe zur Rochuskapelle. Die Rochuskapelle wurde im 17. Jahrhundert erbaut und lässt darauf schließen, dass während, oder vor ihrer Errichtung im Wildenburger Land, die Pest gewütet hat. St. Rochus wurde als Pestheiliger geehrt. Von dort hat man einen schönen Blick zur Wildenburg und auf die gegenüber liegende Seite mit der Roten Kapelle. Eine kleine Pause, um die herrlichen Aussichten in die Umgebung genießen zu können, kam nach dem heftigen und schweißtreibenden Anstieg sehr willkommen. Nachdem die höchste Erhebung passiert ist, geht es nun recht entspannt hinab zur Wildenburg. Diese erhebt sich monumental über dem kleinen, gleichnamigen Ort. Von hier aus ist es jetzt nur noch ein überschaubares Stück über eine serpentinenreiche Straße bergauf durch den Wald zum Wanderparkplatz hoch über Friesenhagen. Nach ca. 7,5 Kilometern und zweieinviertel Stunden Gehzeit war das Ziel erreicht. Zur willkommenen Schlusseinkehr ging es dann zum Café „Alte Schanze“ hinauf in den Ort Hohenhain.




Die nächste Wanderung findet am Mittwoch, 10. Juli 2019, auf dem KlimaWandelPfad in und um Altenkirchen statt. Ausführliche Informationen folgen rechtzeitig im Mitteilungsblatt der Verbandsgemeinde Hamm-Sieg. 


 

  Fotos: Manfred Winkler; Text: H.J. Steinhauer

 


 
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