Wanderung auf dem Burgweg um Stadt Blankenberg im Siegtal

Zur Wanderung der Gruppe am Mittwoch, 08. Mai 2019, auf dem Burgweg rund um die Stadt Blankenberg starteten 22 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Los ging es mit der Bahn vom Bahnhof Au/Sieg bis zum Bahnhaltepunkt Blankenberg im Siegtal.


 

Bei bedecktem, aber trockenem Wetter ging es vom Bahnhaltepunkt zunächst etwa einen Kilometer durch die Siegwiesen in Richtung Steiner Mühle, die auch als Mühle zu Blankenberg bekannt ist. Nach dem kurzen Aufwärmen in den Siegwiesen beginnt hier der Burgweg mit einer herausfordernden Bergetappe, die es zwar in sich hatte, aber für alle kein Hindernis war. Auf dem höchsten Punkt dieses Anstiegs erwartete die Wanderer eine kurze Verschnaufpause an der „Musikbank“. Das ist eine Ruhebank mit Gitarrensaiten in der Rückenlehne, die bei stärkerem Wind auf dem Berg musikalische Klänge erzeugen.


Eben ging es zunächst über einen Wirtschaftsweg auf eine wenig befahrene Straße weiter und diese ein kurzes Stück bergab. In einer Kurve führte ein schmaler Pfad rechts in ein abschüssiges Niederwaldgelände bis hinunter ins Naturschutzgebiet Ahrenbachtal. Dieses Tälchen ist ein reichhaltiges Biotop mit Feuchtwiesen in der Talsohle und einem naturnahen Bachlauf, an dem entlang sich der Wanderpfad parallel leicht bergan schlängelt und mit Laubwäldern an den Hängen eine abwechslungsreiche Vielfalt bietet. Auf den Hangwiesen begleitete eine Schafherde die Wanderer mit kräftigem Mähen und weiter oben sorgten plötzlich drei grau-weiße Yaks mit langhaarigem Fell für eine weitere tierische Begegnung. Entlang Streuobstwiesen an den Hängen führt der Weg bergauf durch die „Blankenberger Weinlage“, die früher als Wingert genutzt wurde, wie auf Hinweisschildern zu lesen ist. Auf der Höhe angekommen eröffneten sich trotz des diesiger gewordenen Wetters Aussichten ins Siegtal und in das gegenüber liegende Adscheider Tal. Von hier führt der Weg nun oberhalb des ehemaligen Weinbergs in Richtung Stadt Blankenberg auf ein mächtiges, steinernes Stadttor, dem Katharinenturm, dem Hauptturm der Befestigungsanlage der Stadt Blankenberg zu. Im Inneren befindet sich seit 1936 das Turmmuseum, das Gegenstände zur Geschichte und zum Leben der Menschen in der Stadt Blankenberg zeigt. In der Remise gegenüber zeugt noch ein gut erhaltener Heuwagen mit Holzspeichenrädern und Eisenreifen von landwirtschaftlichem Gerät vergangener Zeiten. Da es inzwischen doch stärker zu regen begonnen hatte, wirkten die Anziehungskräfte des Panoramacafés Krey stärker als die Geschichte des malerischen Ortes. Durch eine blütenreiche Kastanienallee hinab ging es nun schnurstracks zur erwarteten Zwischenrast im Panoramacafé.

Nach einer angemessenen Pause im Trockenen folgte der Abstieg aus dem beeindruckenden „Städtchen“ durch den Burggarten, vorbei an der Burg hinab zur Mühle. Nach Überquerung der Siegtalstraße ging es nun wieder in die Siegauen und nach einem letzten Kilometer zurück zum Bahnhaltepunkt. Mit der S-Bahn war zwanzig Minuten später der Bahnhof Au wieder erreicht.


Die von Klaus Engels geführte, insgesamt acht Kilometer lange Wanderung fand trotz stärkerem Regen auf den letzten Kilometern großen Anklang. Die nächste Wanderung findet am Mittwoch, 05. Juni 2019, statt. Die Wanderung führt in das Wildenburger Land rund um die Wildenburg und vorbei an Schloss Crottdorf. Nach etwa acht Kilometern endet sie auf dem Blumberg an der „Roten Kapelle“ die zur Erinnerung an die Hexenprozesse im 16. und 17. Jahrhundert errichtet wurde. Ausführliche Informationen folgen rechtzeitig im Mitteilungsblatt der Verbandsgemeinde Hamm-Sieg.


Fotos: Manfred Winkler; Text: H.J. Steinhauer







 
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