Feierlicher Gottesdienst zum 888. Geburtstag von Hamm

Auf den Tag genau, als vor 888 Jahren am 31. März 1131 Hamm an der Sieg erstmals nach­weisbar urkund­lich erwähnt wur­de, fand in der kat­holi­schen Kir­che “St. Joseph” in Erinnerung an diesen geschichtlichen Tag ein öku­me­ni­scher, gesanglicher und musikalischer Vespergot­tes­dienst statt. Gefeiert wird der historische Ge­burts­tag in Hamm mit über das ganze Jahr verteilten kultu­rellen und gesellschaftlichen E­vents.


 

In der von Papst Innocenz II. vor 888 Jahren ge­genüber dem Bonner Cas­sius­stift ausgestellten Urkunde erhielt dieses die Bestätigung, dass „sämtliche Güter unverkürzt bleiben“. Erwähnt ist in dem Dokument auch das „Kirchspiel Hamm mit dem ganzen Zehntem“ – die erste urkundliche Erwähnung des Ortes. Insgesamt werden in dem sich in einem Düsseldorfer Archiv befindlichen Dokument über vierzig Kirchen aus der Region aufgeführt.

Aufschlussreich ge­stalteten sich die Ausführungen von Klaus Thies­bonenkamp, dem Vorsitzenden der Heimatfreunde im Hammer Land, bezüglich historischer Zusammenhänge zur päpstlichen Urkunde. Für ihn war es nicht einfach, das umfassende ge­schichtli­che und kirchliche Spek­trum in einem maximalen 20-minütigen Referat unterzubringen.

Zu Beginn ging Thiesbonenkamp auf die Urgemeinde Hamm ein, die mit den beiden heutigen Kir­chengemeinden sowie der Verbandsgemeinde nicht vergleichbar ist; angrenzende Windecker Bereiche gehörten ebenfalls dazu.

Mit der Besiedlung kam auch die Christianisierung. Thiesbonenkamp geht davon aus, das es vor der heutigen evangelischen Kirche in Hamm bereits eine Vorgängerkirche im Ort gab: Eine hölzerne, bischöfliche Taufkirche. In seinen weiteren Ausführungen betrachtete der Referent die ehemals territorialen Machtkämpfe unter den Fürsten und Grafen, aber auch innerhalb der Kirche, um dann die dem Cas­sius­stift in Bonn übergebene Bestätigungsurkunde von 1131 zu erläutern. Diese wurde im päpst­lichen Sekretariat auf Pergament geschrieben und hat eine Größe von 52 mal 45 Zentimeter. Unterschrieben und abgesiegelt ist sie von Papst Innocenz II..

Ausgehend von den weiten Missionswegen des Apostel Paulus, da­mit das Christentum über Mazedo­nien nach Eu­ropa kommen konnte,

ging Pastoralreferent Thomas Bu­bal­la kurz auf die Geschichte der Kirchen in Hamm an. „Früher waren wir eine Kirche, heute sind wir getrennt.“ Erfreut zeigte er sich, dass beide Kirchen seit vielen Jahren von einem ökume­nischen und geschwisterlichen Gedanken getragen werden. „Diesen gemeinsamen Weg müssen wir mit einem offenen Dialog für die Menschen und deren Belange fortführen.“

Die weitere Gestaltung des feierlichen Gottesdienstes erfolgte durch Pfarrer Andreas Stöcker von der evangelischen Kirchengemeinde, dem katholischen Kirchenchor „Cä­cilia“, der evangelische Kantorei, chÖrchen – die alle zusammen unter dem Dirigat von Achim Run­ge auftraten -, Sa­rah Simon (Ham­mondorgel) und Lena Wagner (Querflöte). (rö)


Foto: Rolf-Dieter Rötzel


 
 
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