Historischer Jahrmarkt

Das hätte Raiffeisen gefreut: Erfolgreicher Markt in seinem Geburtsort

Gut gelungen und gut besucht: Dieses Fazit konnte man am Schluss des Bauernmarkts ziehen, den Verbands- und Ortsgemeinde Hamm (Sieg) am Pfingstsamstag und -sonntag rund um das Kulturhaus veranstalteten.


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Das Publikum freute sich über die Vielzahl von teils außergewöhnlichen Ständen und nahm auch rege am Rahmenprogramm teil. Anlass der Veranstaltung war der 200. Geburtstag Friedrich Wilhelm Raiffeisens.


Neben heimischen Vereinen und Unternehmen waren Akteure auch von weiter her in Aktion. Es wurde unter anderem gewebt, gesponnen, geflochten, getöpfert und wie früher gewaschen. Über den schon am Samstag sehr guten Zuspruch freute sich besonders der Arbeitskreis Raiffeisen, der die Markttage vorbereitet hatte.


 „Wer an die gute alte Zeit glaubt, der möge bitte nur eine Woche in Raiffeisens Zeiten verbringen.“ Das war sinngemäß die Grundlage der Rede, die Bürgermeister Dietmar Henrich am Samstag zur Eröffnung des Historischen Bauernmarkts in Hamm (Sieg) hielt. Sein Fazit: Die gute alte Zeit war ziemlich schauderhaft, aber umso stolzer kann Hamm auf Raiffeisen sein, der die Gesellschaft ein gutes Stück vorangebracht hat.


Henrich warf verbal auch einen Blick in jene „guten“ alten Zeiten: Die meisten Männer schufteten 12 Stunden im Bergwerk und liefen anschließend zu Fuß nach Hause, um noch die Landwirtschaft zu versorgen. Die halfen dort nach Kräften, schrubbten die die Wäsche mit der Hand und gebaren neun oder zehn Kinder, von denen viele starben.


Raiffeisen habe dazu beigetragen, dass diese harte, ungerechte Welt etwas besser wurde. Henrich: „Hier an der Sieg wurde er geprägt und erzogen, daher haben wir in diesem Jahr auch allen Grund, die 200. Wiederkehr seines Geburtstages zu feiern.“ Mit der Einladung an Einheimische und Gäste, dies beim zweitägigen Bauernmarkt zu tun, schloss er seine Festrede.


Ortsbürgermeister Bernd Niederhausen fügte ein herzliches Willkommen für die Gäste aus der Partnerstadt Roissy hinzu und schlug gemeinsam mit Maire André Toulouse das erste Bierfass an.


Stilecht begleitete der heimische Männergesangverein „Liedertafel“ die Eröffnung des Bauernmarkts. Er sorgte besonders mit dem „Sieglied“ in einer Bearbeitung von Chorleiter Peter Brenner für Aufmerksamkeit und ein wenig Rührung bei allen, die an den Ufern der Sieg leben.


Überhaupt spielte die Musik an diesem ersten Markttag eine große Rolle. Hornmeister Peter Krämer ließ mit seinen Männern und Frauen vom Hegering Hamm die wunderschönen, naturnahen Klänge der Jagdhörner hören, und bei den Auftritten des MGV und des Frauenchors Breitscheidt, beide dirigiert von Chordirektorin Susanne Eitelberg, konnte man hören, warum beide „Meisterchor des Sängerbundes Rheinland-Pfalz“ sind.


Am Nachmittag spielte die Bartelsbühne Flammersfeld ihr Kindertheaterstück „Ben auf den Spuren Raiffeisens“. Das Stück, das von Jugendlichen für Kinder ab sechs geschrieben wurde, hatte damit Premiere.


Inzwischen ließen sich viele Erwachsene vor dem Kulturhaus nieder, wo zahlreiche Tische und Bänke standen und eine Art Biergartenatmosphäre herrschte. Zum leiblichen Wohl trugen zahlreiche Stände bei, die von Waffeln über Flammkuchen bis zu Suppen alle mögliche servierten.


Über den schon am Samstagmorgen sehr guten Zuspruch freute sich vor allem das „Sonderpostamt“ – am Sonntagmittag waren die Briefmarken mit dem Museumsmotiv schon verkauft, und es musste eine Bestellliste angefertigt werden. Die limitierten und nummerierten Kalender mit Raiffeisenmotiven ging ebenfalls gut, am Sonntag wurden die Nummern 1 und 200 zugunsten der IGS amerikanisch versteigert.


Am Sonntagmorgen war dann die Fläche hinter dem Kulturhaus vor allem bei Kindern sehr beliebt, denn es gab Hahn und Huhn, große und kleine Kaninchen, Rinder und Schafe verschiedener Rassen zu bestaunen. Überhaupt gab es fast an jedem Stand für die Kinder die Möglichkeit, selbst Hand anzulegen.


Wie man einen Ast entrindet lernte man beispielsweise bei den Heimatfreunden im Hammer Land, und bei der Historischen Feuerwehr Elben konnte die Wasserspritze selbst betätigt werden. Sogar die Band – die „Zaitenpfeiffer“ fanden allgemeinen Beifall – bezog die zuhörenden Kinder mit ein, und außerdem gab es ja noch die nostalgische Puppenbühne mit ihren Aufführungen.


Den Programmabschluss am Sonntag bildete die Lesung aus Briefen und Tagebüchern Raiffeisens, die mit viel Engagement von Sonja Hauertmann gestaltet wurde.

Insgesamt waren die Organisatoren vom Markt selbst und der Zahl der Interessierten so angetan, dass man über eine Wiederholung nachdenkt. (spa)


 




 
 
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