Raiffeisenmuseum neu eröffnet – und viele feierten mit

Ein zünftiges Fest und ein überraschend zahlreiches Publikum: Dieses zufriedene Fazit können Orts- und Verbandsgemeinde Hamm zur Wiedereröffnung des Deutschen Raiffeisenmuseums in Hamm ziehen.

Am Montag taten zahlreiche geladene Gäste, aber auch andere Interessierte einen ersten Blick in die Räumlichkeiten.


 

Sowohl das Gebäude als auch das Ausstellungskonzept sind generalüberholt. „Es ist ein freudiger Tag nicht nur für Hamm, sondern für die gesamte Region und sogar für ganz Rheinland-Pfalz“, sagte Ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler, die die Festansprache hielt.Champagner und Lachshäppchen an weiß gedeckten Tischen – hätte das zu Raiffeisen gepasst? Nein, entschieden Orts- und Verbandsgemeinde Hamm und feierten die Einweihung des „runderneuerten“ Deutschen Raiffeisenmuseums in einem Zelt.

Es gab Freibier und Bratwurst, Gesang vom örtlichen Chor und Theaterszenen von der heimischen Laienspielgruppe. Eine überraschend große Zahl interessierter Bürger – ganz zu schweigen von deutlich mehr als 100 geladenen Gästen – wollte das erleben.

 

Das „neue“ Museum verzichtet ebenfalls auf jeglichen Schnickschnack. Weiße Schrifttafeln im grünen Rahmen, Schwarzweiß-Fotos und eine sehr sparsame Möblierung lassen es nun sehr modern daherkommen. Geschickt gehen Exponate, modernes Raumdesign und altes Gemäuer eine Verbindung ein.


 „Es ist gewöhnungsbedürftig, aber sehr attraktiv“, so einer der ersten Besucher. Insgesamt war das Fazit sehr positiv.

 

Ortsbürgermeister Bernd Niederhausen begrüßte die Gäste im Festzelt, das freundlicherweise von der Ortsgemeinde Breitscheidt zur Verfügung gestellt worden war. Von den geladenen Gästen hatten die meisten zugesagt – egal, ob sie nun aus der Gegend, aus Bonn, aus Berlin oder gar aus Wien anreisten.

 

„Es ist ein großer Tag für den Geburtsort Raiffeisens“, stellte Niederhausen fest und gab damit den Takt für die weiteren Ausführungen vor. „Es ist ein freudiger Tag nicht nur für Hamm, sondern für die gesamte Region und sogar für ganz Rheinland-Pfalz“, sagte Ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler. „Wir sind stolz und dankbar, dass der Genossenschaftsgedanke als erster deutscher Beitrag in die Liste des immateriellen Weltkulturerbes aufgenommen wurde.“

 

Sie nannte die Genossenschaftsidee „genial“ und nannte etliche Beispiele, wie aktuell die Ideale von Verantwortung und Selbsthilfe bis heute ist. Gemeinschaft und Autonomie seien hierbei keine Gegensätze, und die Grundsätze – demokratische Entscheidungswege und regionale Verwurzelung – würden hier in Hamm und seinem Museum deutlich.

 

Bätzing-Lichtenthäler war die Hauptrednerin der Feierstunde – kein Zufall, denn immerhin hatte das Land satte 510.000 Euro für die Umgestaltung und Sanierung des Museums spendiert. „Ein Prozentsatz aus dem Investitionsstock, der mir noch nicht untergekommen ist“, so Kreisbeigeordneter Klaus Schneider, der immerhin schon ein paar Jahrzehnte haupt- und ehrenamtliche Arbeit im öffentlichen Dienst „auf dem Buckel“ hat.

 

Schneider war es auch, der mit schlichten Worten die Bedeutung des Fest-Anlasses auf den Punkt brachte: „Vor 200 Jahren wurde in dieser Gemeinde ein Kind geboren, das Weltruhm erlangt hat.“ Die Art der Museumsmodernisierung fand er mutig, aber angebracht, da sie vor allem die Jugend ansprechen dürfte.

 

Sarah Traub vom Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz e.V. war maßgeblich an dem Konzept beteiligt, dessen Einweihung in der Feierstunde begangen wurde. Sie gab einen Abriss über den Inhalt der Ausstellung und informierte über Raiffeisens Leben und seine Ziele. „Wir nehmen die Besucher mit auf eine Reise in den Westerwald des 19. Jahrhunderts“, fasste sie Ziel und Inhalt des Museumskonzepts zusammen.

 

„Ich habe es gesehen, und ich kann nur sagen: Es ist gelungen.“ Dieses Fazit zog Josef Zolk, Zweiter Vorsitzender der Deutschen Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Gesellschaft, der auch die Grüße des Vorsitzenden Werner Böhnke überbrachte. Zolk appellierte an alle, den Raiffeisen-Hype des Jahres 2018 nicht am 31.12. enden zu lassen und kündigte eine internationale Kooperation der Raiffeisen-Gedenkstätten an.

 

So unterschiedlich die Ansätze waren, so einig waren die Redner in einem Punkt: ihrem Dank an alle, die das modernisierte Museum ermöglicht hatten und vor allem an die die Heimatfreunde im Hammer Land.

 

Eine hautnahe Reise in den Westerwald des 19. Jahrhunderts bot die Amateurtheater-Gruppe „Lampenfieber“. Raiffeisen selbst (Manfred Geldsetzer), verarmte Bäuerinnen und ihre Kinder sowie ein junger Mann von heute machten in einer szenischen Darstellung deutlich, was eigentlich Raiffeisens Gedanken und Verdienste vom „Weyerbuscher Brodverein“ bis zur ersten Genossenschaft waren.  

 

Es hätte nicht passender sein können, was der MGV „Liedertafel“ Hamm (Sieg) als Rahmen zu dieser durch und durch bodenständigen Veranstaltung darbot: Hymnen an den Westerwald, seine Landschaft und seine Menschen sowie das „Sieglied“, das – in einer textlichen Bearbeitung von Chorleiter Peter Brenner – zum Hammer Lied und Raiffeisenlied wurde.

 

Dem Schlusswort von Bürgermeister Dietmar Henrich war nichts mehr hinzuzufügen: „Raiffeisenjahr ist in Hamm nicht nur 2018, sondern jedes Jahr!“ (spa)


 
 
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