Stadion in Hamm trägt nun den Namen "Friedrich Wilhelm Raiffeisen"

Ein lebhaftes Hin und Her im Stadion und eine lebendige Feier zur Namensgebung: Sehr zufrieden waren Organisatoren und Gäste mit dem Fest am vergangenen Samstag. Die Sportanlage, die nun  „Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Stadion“ heißt, wurde ebenso gefeiert wie der in Hamm geborene Sozialreformer. Bildergalerie


 

Muss denn alles in Hamm nach Raiffeisen benannt werden?“ Mit dieser Frage, die sich vielleicht der eine oder andere im Vorfeld gestellt hatte, eröffnete Bürgermeister Dietmar Henrich den offiziellen Teil des Stadionfestes und betonte zunächst seinen Stolz auf die Sportanlage mit ihren „tollen Bedingungen“.

Erfreut erwähnte er das bunte Treiben wenige Meter weiter, wo mehr als 120 Kinder bis 11 Jahre bei der „LA Classic for Kids“ ihre Leistungen im Werfen, Springen, Laufen verglichen hatten. Fast direkt neben dem „Rednerpult“, das diesmal zwanglos aus einem Stehtisch bestand, hatte ein paar Minuten zuvor noch ein Jugendspiel stattgefunden.

Da das Stadion außerdem zwei Schulen als Sportstätte dient, sei die erste Verbindung zwischen Stadion und dem Genossenschaftsgründer schon gegeben, denn Schulbildung sei ein besonderes Anliegen Raiffeisens gewesen, erklärte Dietmar Henrich.

Er verwies ferner auf Städte wie Salzburg, in denen Mozart zahlreiche Gebäude und Souvenirs prägt, auf die Insel Lanzarote, wo der Name des Künstlers und Architekten César Manrique allgegenwärtig ist, oder Mainz, wo der Name Gutenberg einem auf Schritt und Tritt begegnet. Raiffeisens Bedeutung könne mit den Genannten Schritt halten und Hamm genauso stolz sein auf seinen großen Sohn.

Auch die Ideale des Sports hätten Raiffeisen gefallen: Fairness, Teamgeist, Teilhabe über die sozialen Schichten hinweg, zielstrebige Arbeit... Der Bürgermeister konnte auch den Alternativen zum jetzt gewählten Namen nichts abgewinnen. Viele heutige Stadionnamen wie „Veltins Arena“ hätten mit Sport nichts zu tun und würden gewechselt, wenn der nächste Sponsor mehr Geld bietet.

Dietmar Henrichs Fazit beantwortete seine Eingangsfrage: „Nein, nicht jede Einrichtung in Hamm muss nach Raiffeisen heißen, aber hier gibt es genügend Verbindungen.“ Und unter dem Beifall der Gäste stellte er auch die beiden Auszubildenden der Hammer Verwaltung vor, die sich das Motto „Was einer nicht schafft, das vermögen viele“ zu Herzen genommen und das Benefiz-Fußballturnier zugunsten der Stiftung „Fly & Help“ organisiert hatten: Lauren Kahn und Annalena Knipp.

In den jugendlichen Touch der Gesamtveranstaltung reihte sich nahtlos Amelie Pritz aus Roth ein. Die junge Sängerin glänzte nicht nur mit ihrer hervorragenden Stimme und modernen Songs, sondern auch mit dem Angebot, ihre Gage ebenfalls für den guten Zweck zu stiften. Die Mädchen und junge Frauen der Heavenly Force Cheerleader aus Altenkirchen passten da perfekt in den lockeren Reigen.





Die Grüße des Kreises Altenkirchen überbrachte Beigeordneter Konrad Schwan, der Hamm zunächst zum Stadion gratulierte. Raiffeisen habe sicher keinen Sport gemacht, denn dies sei damals nicht üblich gewesen. An Bewegungsmangel habe er aber sicher nicht gelitten, denn zum Landrat sei er beispielsweise zu Fuß gegangen. Und natürlich habe er in seinem Umfeld auch einiges bewegt. Dem neuen Raiffeisen-Stadion wünschte Schwan, dass dort viele sportliche Erfolge gefeiert werden können.

Ortsbürgermeister Bernd Niederhausen erinnerte an die Einweihung 1970, als es dem damaligen Hammer Beigeordneten gelang, die ganz großen Namen im Stadion zu vereinen und fast 11.000 Zuschauer zu begrüßen. 2009 ging das Stadion auf die Verbandsgemeinde über, 2013 wurde es aufwendig saniert. Niederhausen freute sich, dass „Jugendliche aller Sportgemeinschaften künftig unter dem Namen Raiffeisens ihren Sport ausüben können“.

Als zweiter Vorsitzender überbrachte Josef Zolk gute Wünsche der Deutschen Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Gesellschaft“. Er bezeichnete es als „tolle Idee, dass die Sportanlage diesen Namen erhält“. Auch der gute Zweck der Veranstaltung fand seinen ungeteilten Beifall: Wie er vorab verriet, werde die Raiffeisengesellschaft bald verkünden, dass auch sie ein Projekt von Fly & Help unterstützt.

Vom Gründer der Fly-and-Help-Stiftung, Reiner Meutsch, grüßte herzlich dessen Stellvertreterin Ellen Zimmermann (Bad Honnef). Sie dankte allen, die mit ihrem Arbeitseinsatz oder auch nur dem Kauf von Kuchen oder Getränken zum Spendenzweck beitragen und versicherte, dass das Geld zu 100 Prozent in Schulbauprojekte in Entwicklungsländern fließe. „Es gibt keine Verwaltungskosten“, versicherte sie. 200 Schulen seien bereits eingerichtet, bis zum Jahresende würden 70 weitere folgen, wie sie erklärte.

Zum Abschluss des offiziellen Teils enthüllen Bürgermeister Henrich, Annalena Knipp und Lauren Kahn gemeinsam das neue Schild „F.W. Raiffeisen Stadion“.

Ellen Zimmermann oblag es sodann, das Fußballturnier anzupfeifen. Die Spieler waren namentlich vorgestellt worden und durch ein Spalier der Heavenly Force Cheerleader, die mit etlichen Tänzen zur Stimmung beitrugen, zur Tat geschritten. Sieger wurde die Verbandsgemeindeverwaltung Altenkirchen. Sie nahm den von Dietmar Henrich gestifteten Raiffeisen-Cup aus Glas mit ins Altenkirchener Rathaus.

Den zweiten Platz belegte die VG-Verwaltung Daaden-Herdorf, in deren Reihen Bürgermeister Wolfgang Schneider persönlich stand. Die Hammer Mannschaft dagegen konnte trotz des kurzfristigen Einsatzes von Mittelfeldregisseur Dietmar Henrich nur den fünften Platz retten. Dritter wurde die Kreisverwaltung, vierter die VG Puderbach, sechster die VG-Verwaltung aus Kirchen.

Der Dank des Bürgermeisters galt am Schluss der großen Helfertruppe, die sich aus Mitarbeitern der Verwaltung, Mitgliedern der SG Sieg, des VfL Hamm, des Arbeitskreises Raiffeisen 2018 sowie der Agentur Peakevent zusammensetzte.  (spa)


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Bilder: Silvia Patt/Rolf-Dieter Rötzel
 
 
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