Die Ausbildung der Facheinheit RHOT

 

Jeder Feuerwehr - Rettungshundeführer verfügt über eine abgeschlossene allgemeine Feuerwehrausbildung, in der natürlich die technische Hilfe einen besonderen Ausbildungsschwerpunkt bildet. So ist jeder Rettungshundeführer der Feuerwehr genau genommen ein Such- und Rettungsspezialist, der je nach Sachlage die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten von Hunden, technischen Geräten und menschlicher Logistikleistung optimal beurteilen und einsetzen kann. Durch ihren Einsatz im alltäglichen Feuerwehrdienst verfügen die Feuerwehr - Rettungshundeführer über umfangreiche Erfahrung bei Not- und Katastropheneinsätze.

 

           


Der Rettungshundeführer muss sich auch theoretische und praktische Kenntnisse über Erster Hilfe bei Mensch und Hund, Bergung von Verunglückten, Trümmerkunde, Funkverkehr, Einsatztaktik, Karten- und Kompasskunde, Wetter-, Schnee- und Lawinenkunde, die spezifischen Verhaltensmuster von Verunglückten und Verhaltens- und Lernweisen des Hundes aneignen. Dies wird zusätzlichen zu den Trainingseinheiten in Seminaren und Lehrgängen zu erlernen sein. Bis zum ersten Einsatz sind noch einige Prüfungen zu bestehen. Bei einem Führerwechsel muss die Rettungshundeprüfung neu abgelegt werden auch wenn der Hund kurz vorher diese schon mit dem alten Hundeführer abgeschlossen hatte.

Die seelische Belastung eines Hundeführers ist enorm und darf nicht unterschätzt werden! Er muss nicht nur ständig mit neuen Problemen und Unwägbarkeiten fertig werden, sondern auch das erlebt der dramatischen Ereignisse gut verarbeiten können. Dies wird zwar immer wieder in den Trainingseinheiten geübt, aber der Ernstfall birgt doch viel unerwartetes!

Die Ausbildung zum Hundes beginnt erst mit der Begleithundeprüfung, indem der Hund die Grundgehörsamkeit erlernt. (z.B.: Sitz, Platz ...) Erst dann kann mit der eigentlichen Rettungshundarbeit begonnen werden. Diese Ausbildung übernimmt die Feuerwehr Hamm.
Mindestens 14 Monate alt muss ein Hund sein, wenn mit der bis zu zweijährigen Ausbildung als Suchhund begonnen wird. Erst nach dem Abschluss von vier Prüfungen ist der Rettungshund voll einsatzfähig.
Die erste Prüfung ist die Tauglichkeitsprüfung. Nicht jeder Hund eignet sich zum Rettungshund. Der Hund erlernt in verschiedenen Situation gegen seinen natürlichen Instinkt zu handeln. z.B.: Schussfest, Abseilen, enge Röhre durchlaufen (Tunnel), Feuer, Leiter hinaufsteigen ...
Erst nach bestandener Tauglichkeitsprüfung kann mit der eigentlichen Rettungsarbeit begonnen werden. Diese gliedert sich in 3 Prüfungen. Wobei sich die letzte alle 2 Jahren wiederholen muss, um im Ernstfall einen sicheren Hund nachweisen zu können.
1. RH1: Rettungshund - Grundausbildung
2. RH2: Rettungshund - Vorprüfung
3. RH3: Rettungshund - Abschlussprüfung
Das Hauptproblem, wenn Menschen vermisst werden oder gar verschüttet worden sind, ist immer die fehlende Zeit. Ob Verschüttete bei Erdbeben oder Explosionen, alte, verwirrte Menschen oder spielende Kinder die sich verlaufen haben, ob verirrte Wanderer oder Unfallopfer, die im Schock weglaufen... jede Minute, die sie früher gefunden werden, kann ihr Leben oder ihre Gesundheit retten.
Wenn es darum geht, Menschen unter Trümmern oder unwegsamen Gelände aufzuspüren, womöglich nachts oder bei schlechter Witterung, sind Hunde dem Menschen eindeutig überlegen, was ihre Sinne anbelangt. Gut ausgebildete Suchhunde können gerade weitläufige und schwer begehbare Gebiete viel schneller und sicherer durchsuchen als der Mensch.
Aber nicht allein. Hund und Mensch sind nur im Team erfolgreich. Der Hundeführer lenkt die Suche, er teilt die richtigen Befehle und gibt die Richtung vor. Er hält den Funkverkehr zur Einsatzzentrale und bestimmt laut Einsatzplan, wo und wie gesucht wird. Ab jetzt übernimmt der Hund. Selbstständig sucht er den Vermissten und zeigt seinem Führer durch Bellen an, wenn er einen Menschen gefunden hat. Der Hundeführer alarmiert dann sofort die Einsatzzentrale.
Unsere Rettungshunde sind für drei Arten von Suchen spezialisiert.
1.) Trümmersuche
2.) Flächensuche
3.) Fährtensuche

 
 
Ansprechpartner

Staffelführer

Rüdiger Mertens

Tel.: 02662/4617

Mobil: 0175/2232650

 

Stellv. Staffelführerin

Birgit Kohlhase

Tel.: 0160/2084417

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