Der "Brand im Hochhaus" war zum Glück nur eine Übung

 

Feuerwehren aus Hamm und Wissen hatten Situation schnell unter Kontrolle

 

Im siebten Stock mussten die Wissener Wehrleute mit der Drehleiter eingeschlossene Personen retten, darunter auch ein Kind. Familienangehörige der Hammer Feuerwehr spielten die "Opfer".
"Zimmerbrand im siebten Stockwerk mit starker Rauchentwicklung, der Weg durchs Treppenhaus ist versperrt. Drei Personen, darunter ein Kind, sind auf den Balkon geflüchtet." Das war die Ausgangssituation einer gemeinsamen Übung der Freiwilligen Feuerwehr Hamm mit dem Drehleiter-Team des Löschzuges 1 aus Wissen.
Kurzfristig abgesagt hatte die Feuerwehr Altenkirchen, die an der Übung ebenfalls mit dem Teleskopmast teilnehmen sollte.
Brandmeister Alexander Müller hatte das dramatische Szenario für die groß angelegte Übung entwickelt. Was das ganze noch erschwerte: Eine der drei Personen, die sich auf den Balkon gerettet haben, ist hochschwanger. Die Frau kann nicht über die Balkonbrüstung gerettet werden.
Deshalb mussten Feuerwehrleute sie mit einer Fluchthaube aus der völlig verqualmten Wohnung retten. Zeitgleich musste natürlich auch die Brandbekämpfung laufen. Bis in den siebten Stock mussten deshalb durch das Treppenhaus die Schlauchleitungen für den Löschangriff gelegt werden.
"Rund 90 Personen leben in diesem Haus. Wir haben hier heute einmal einen möglichen Realfall inszeniert, um zu üben", erläuterte Brandmeister Müller, der auch die Einsatzleitung vor Ort hatte. Hamms VG-Wehrleiter Dirk Sälzer boebachtete jeden Handgriff und jede Einsatztelle.
Die dreiteilige Schiebleiter kam ebenfalls zum Einsatz. Außerdem wurden die Hydranten geprüft, um im Ernstfall auch genügend Wasser zur Verfügung zu haben. Die Feuerwehr Wissen mit Drehleiter und Sprungretter und die Hammer Wehrleute waren dem Einsatz gut gewachsen, es klappte hervorragend.
Mehr als 40 Wehleute waren aktiv an der Übung beteiligt und leisteten Schwerstarbeit, denn die Schlauchleitungen unter Atemschutz in den siebten Stock zu verlegen und natürlich auch wieder abbauen, erfordert eine gute Kondition. Weiter mussten die Wehrleute die angestellte dreiteilige Schiebleiter bewältigen, auch nicht ganz einfach bei den sommerlichen Temperaturen in der Einsatzkleidung.
"Es lief alles sehr positiv ab, die Zusammenarbeit klappte gut, wir sind mit dem Ausgang der Übung sehr zufrieden", meinte Müller zum Abschluss. Man habe leichte brandschutztechnische Mängel im Haus festgestellt und werde dies sofort der Hausverwaltung melden.
Niemand wünscht sich einen solchen oder ähnlichen Ernstfall, aber angesichts der vergangenen Einsätze bei Wohnhausbränden war auch der Einsatz am Hochhaus in den Fokus der Ausbilder gerückt. Die meisten anwesenden Bewohner des Hochhauses hatten viel Verständnis für die Übung, die ihrer eigenen Sicherheit dient. Aber eben nicht alle, und die zum Teil dummen Sprüche sowie die üble Kritik eines Bewohners ignorierten die Einsatzkräfte.

Fotos und Text: Helga Wienand (Rhein-Zeitung)
"Ein Bewohner war bewusstlos im Treppenhaus zusammengebrochen und musste von
den Wehrleuten gerettet werden."
Die dreiteilige Schiebleiter wird an der Gebäuderückseite
in Stellung gebracht.

 
 
 
 

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