Abschlussübung an der Kläranlage Windeck-Au

Ein Schwelbrand und vermisste Personen waren Grundlage der Jahresabschlussübung der Feuerwehr und des DRK Ortsverein Hamm. In die Aufgabenstellung sollte auch die Hammer Facheinheit Rettungshunde/Ortungstech­nik (RHOT) eingebunden werden. Diese konnte aber wegen eines Einsatzes nicht teilnehmen.
 

Gute Zusammenarbeit und Teamgeist bewiesen die Freiwillige Feuerwehr Hamm und der DRK-Ortsverband Hamm bei der gemeinsamen Jahresabschlussübung. Das Szenario beinhaltete einen Zwischenfall auf der Gruppenkläranlage Hamm-Windeck-Wissen. Im Keller des Blockheizkraftwerkes der Kläranlage Au kommt es nach einer Verpuffung zu einem Schwelbrand. Ein Bediensteter bringt sich über eine Treppe auf ein zwölf Meter hohes Podest zwischen den Faultürmen in Sicherheit. Sein Kollege ist verletzt,  bricht in Panik aus, rennt unter Schock orientierungslos weg und wird vermisst.  Die Übung – die nicht spektakulär, dafür realistisch und zweckdienlich abläuft – hatten Wehrleiter Dirk Sälzer, Alexander Müller und stellvertretender Wehrleiter Thomas Englert, der auch die Einsatzleitung inne hatte, zusammen mit den Bediensteten der Gruppenkläranlage initiiert.

Nach dem Eintreffen  der beiden Tanklöschfahrzeuge 16/25 übernehmen deren Besatzungen sofort die Menschenrettung, bringen diesbezüglich die dreiteilige Schiebeleiter im Bereich der Faultürme in Stellung und gehen parallel mit Atemschutz ausgerüstet auf die Suche nach weiteren Personen im Blockheizkraftwerk-Keller. Beim Einsatz der Schiebeleiter kommt es darauf an, dass diese senkrecht ausgefahren wird - um ein Verkanten auszuschließen – und klare Kommandos gegeben werden. Der auf dem in 12 Meter hohen Podest verweilende Klärwerk-Bedienstete kehrt anschließend problemlos auf den „Boden“ zurück.

 

                                 

 

Parallel zum „Höheneinsatz“ wird die Brandausbruchsstelle ausfindig gemacht, abgelöscht, sowie im Blockheizwerk-Keller – ein Sicherheitstrupp steht in Bereitstellung - nach weiteren vermissten Personen gesucht. Beim Innenangriff im Keller bricht die Funkverbindung zusammen, eine Lagemeldung nach draußen ist nicht mehr möglich. „In solchen Fällen“, so Wehrleiter Dirk Sälzer bei der späteren Manöverkritik, „ist sofort der Rückzug anzutreten.“

Bei den Suchmaßnahmen im verrauchten Keller verletzt sich ein Atemschutzträger, der dann mittels Dreibock, Rollgliss und Schleifkorbtrage über eine an der Kellerdecke zu öffnende Klappe ans Tageslicht befördert und in die Obhut des DRK Hamm zur Erstversorgung gegeben wird. Die Rotkreuzler versorgten bereits die in der Fläche von Suchtrupps ausfindig gemachte vermisste Person. 

Nach dem Ablöschen des Brandherdes und Rettung der Vermissten bereitete die Besatzung des Tanklöschfahrzeuges 24/50 den Typhoon-Lüftereinsatz vor, um den im Gebäude vorhandenen „Brandgeruch“ wegzublasen. Ergänzend wurden im Umfeld, unter Berücksichtigung der ausgewiesenen  Ex-Bereiche, ständig Messungen durchgeführt, um weiteren Verpuffungen oder Explosionen zu vermeiden.

In der im Feuerwehrhaus – dort stärkten sich die an der Jahresschlussübung Beteiligten an einem von den Verbandsgemeindewerken Hamm bereit gestellten Imbiss – stattfindenden Manöverkritik  sprach Wehrleiter Dirk Sälzer von einer gelungenen Übung – alle aufgenommenen Problemfelder seien ordnungsgemäß abgearbeitet worden. Erster Verbandsbeigeordneter Wolf-Dieter Stuhlmann und Klärmeister Harald Witt übermittelten ebenfalls Lob und Anerkennung. Witt regte an, eine weitere Übung gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Rosbach auf dem Gelände der Gruppenkläranlage durchzuführen.

 

               

 

In den Dienst der Freiwilligen Feuerwehr Hamm wurde Andreas Bruckmann (rechts) per Handschlag und dem Hinweis auf die Vorschriften des Brand- und Katastrophenschutzgesetzes verpflichtet. Die Urkunde übereichten Wolf-Dieter Stuhlmann, 1. Beigeordneter der Verbandsgemeinde Hamm (links) und Wehrleiter Dirk Sälzer. (rö)

 

Fotos: Rolf-Dieter Rötzel

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Abtransport des verletzten Feuerwehrmannes.
Abtransport des verletzten Feuerwehrmannes.
Abtransport des verletzten Feuerwehrmannes.
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Aus dem verrauchten Keller wird der verletzte Feuerwehrmann geborgen.
Aus dem verrauchten Keller wird der verletzte Feuerwehrmann geborgen.
Aus dem verrauchten Keller wird der verletzte Feuerwehrmann geborgen.
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Der Verletzte wurde mit dem Rollgliss über den Dreibock nach oben befördert.
Der Verletzte wurde mit dem Rollgliss über den Dreibock nach oben befördert.
Der Verletzte wurde mit dem Rollgliss über den Dreibock nach oben befördert.
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Die Trupps mit Atemschutzgeräten ausgestattet, melden sich bei der Atemschutzüberwachung am Tanklöschfahrzeug ab.
Die Trupps mit Atemschutzgeräten ausgestattet, melden sich bei der Atemschutzüberwachung am Tanklöschfahrzeug ab.
Die Trupps mit Atemschutzgeräten ausgestattet, melden sich bei der Atemschutzüberwachung am Tanklöschfahrzeug ab.
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Erstversorgung durch das Hammer DRK.
Erstversorgung durch das Hammer DRK.
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Mit dem Typhoon-Lüfter erfolgte eine „Entrauchung“ des Gebäudes.
Mit dem Typhoon-Lüfter erfolgte eine „Entrauchung“ des Gebäudes.
Mit dem Typhoon-Lüfter erfolgte eine „Entrauchung“ des Gebäudes.
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Mit vereinten Kräften wurde die Schiebeleiter aufgestellt.
Mit vereinten Kräften wurde die Schiebeleiter aufgestellt.
Mit vereinten Kräften wurde die Schiebeleiter aufgestellt.
 
 
 
 
 
   
   
 
 
 

  • Abtransport des verletzten Feuerwehrmannes.

  • Aus dem verrauchten Keller wird der verletzte Feuerwehrmann geborgen.

  • Der Verletzte wurde mit dem Rollgliss über den Dreibock nach oben befördert.

  • Die Trupps mit Atemschutzgeräten ausgestattet, melden sich bei der Atemschutzüberwachung am Tanklöschfahrzeug ab.

  • Erstversorgung durch das Hammer DRK.

  • Mit dem Typhoon-Lüfter erfolgte eine „Entrauchung“ des Gebäudes.

  • Mit vereinten Kräften wurde die Schiebeleiter aufgestellt.
 
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