Förderverein feierte sein 20-jähriges Bestehen - Tag der offenen Tür

Beim „Tag der offenen Tür“ der Hammer Blauröcke und des Fördervereines der Freiwilligen Feuerwehr Hamm, der sein 20-jähriges Bestehen feierte, gab es weit geöffnete Türen sowie ein abwechslungsreiches und kurzweiliges Programm. Groß und Klein verschafften sich aufschlussreiche Einblicke hinter die Kulissen.

 

Der Fuhrpark der Wehr und die mit einer hohen Einsatz- und Leistungsbereitschaft verbundene Vielfalt der zumeist hochtechnisierten Aufgaben wurden durch Übungen und Informationsgespräche seitens der Wehr und der Rettungshundestaffel weiter erläutert.

Wo sonst die Fahrzeuge stehen, traf man sich in gemütlicher Runde. Ihre freundschaftliche Verbundenheit zu den Hammer Kollegen dokumentierten benachbarte Löschzüge mit Abordnungen. Auch für die Kinder gab es am Präsentationstag eine Menge Neues zu entdecken. Hoch im Kurs der Angebote standen Rundfahrten in Feuerwehrfahrzeugen sowie die Hüpfburg. Die musikalische Umrahmung oblag der Bergkapelle „Vereinigung“ Katzwinkel.

 

Ergebnis, wenn brennendes Öl in einem Kochtopf mit Wasser abgelöscht wirdBei einem dargestellten “Fettbrand”, der in einem Kochtopf oder einer Fritteuse entstehen kann, wurden nicht nur “Hobby-Köche” angesprochen. Auf keinen Fall darf ein Ablöschen mit Wasser erfolgen, da sich dieses dann zersetzt und mit Fett behaftet eine riesige Stichflamme erzeugt und eine Fettexplosion verursacht. Wie eine solche aussieht, wurde den Zuschauern eindrucksvoll verdeutlicht. Durch die hohe Hitze von Fett oder Öl verdampft das aufgebrachte Wasser in Bruchteilen einer Sekunde und vergrößert hierbei sein Volumen auf das 1.200-fache. Aus einem Liter Wasser werden 1200 Liter Wasserdampf, die sich explosionsartig ausbreiten und hierbei das brennende Fett oder Öl mitreißen. Der Brand wird also dadurch nur noch weiter ausgebreitet. Im Wasserdampf stehende Personen verletzen sich mit starken Verbrennungen. Ein Fettbrand sollte mit einem Deckel oder einer Decke “erstickt” und  das Objekt von der Feuerstelle entfernt und abgekühlt werden; Deckel oder Decke sind dabei nicht zu entfernen, da sonst eine Rückentzündung entsteht.

 



Spektakulär war auch die Vorführung im Hinblick auf das Entstehen einer Mehlstaubexplosion, bei der in der Luft feinverteilte feste Stoffpartikel gezündet werden. Die Folge ist eine enorme Stichflamme.

 

Die Hammer Rettungshundestaffel, die im Jahre 1978 als erste dieser Art in Rheinland-Pfalz gegründet wurde, trug mit einer Übung ebenfalls zum Gelingen des Feuerwehrtages bei. So mussten Rettungshunde durch einen Tunnel und über eine auf einer Höhe von einem Meter liegende Leiter laufen sowie zwei Vermisste ausfindig machen.

 

Im Kreise der Rettungshundestaffel wurde nach 13-jähriger Dienstzeit Terrier „Frau Schmidt“ (auf den Armen von Birgit Jendrek, 3.v.r.) in den „Ruhestand“ verabschiedet.Nach 13 Jahren Dienstzeit wurde Rettungshund „Frau Schmidt“ (Rettungshundeführerin ist die stellvertretende Staffelleiterin Birgit Jendrek) mit einem wohlverdienten Applaus und einem „Fresskorb“ als Geschenk in den wohlverdienten Ruhestand von Staffelleiter Rüdiger Mertens im Beisein aller Rettungshundeführer verabschiedet.

 

Lob und vielfältigen Dank erhielt der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Hamm, dem heute 150 Mitglieder angehören, für sein 20-jähriges engagiertes Wirken. Zielsetzung ist die Verbesserung von Standards und Förderungsmaßnahmen in der Aus- und Fortbildung. Dies wird durch Schulungs- und Fortbildungsveranstaltungen, durch Wahrnehmung von sozialen Belangen und durch Beratung in Fragen des vorbeugenden Brandschutzes und der allgemeinen Hilfe erreicht. Gegenüber der Freiwilligen Feuerwehr konnte der Förderverein zudem bereits zahlreiche Spenden in Form von ergänzenden Feuerwehrgeräten, zwei Fahrzeugen und sonstigen Gerätschaften zur Verfügung stellen.

 

Darunter ein Impuls-Feuerlöschgerät Ifex 3000, das den Wehrleuten ermöglicht, mit extrem geringen Wassermengen Löscharbeiten durchzuführen, verschiedene Kommunikationsgeräte, Personen-Blitzleuchten mit deren Hilfe sich die Wehrleute in einem verqualmten Gebäude den Rückweg markieren, eine Schlauchaufwickelanlage, einen elektrischen Hubwagen, Hochdruckreiniger, Wärmebildkamera, Zuschuss für die Anschaffung von Stiefeln, ein Getränkeautomat, um Einiges zu nennen. In die Bezuschussung ist auch die der Wehr angegliederte Rettungshundestaffel integriert.

 

Gründungsmitglied des Fördervereines ist Klaus Schumacher (4.v.l.), der nach 20 Jahren als zweiter Vorsitzender in den „Ruhestand“ ging. Ihm übertrug Vorsitzender Erwin Krämer (2.v.l.) die erste Ehrenmitgliedschaft. Schumacher übergab ein 100 Jahre altes Signalhorn, mit dem vor vielen Jahrzehnten zum Einsatz geblasen wurde. Mit einem Briefumschlag versehene Glückwünsche überbrachte Bürgermeister Rainer Buttstedt für die Verbandsgemeinde Hamm gegenüber dem Förderverein. Gründungsmitglied des Fördervereines ist Klaus Schumacher, der nach 20 Jahren als zweiter Vorsitzender in den „Vorstands-Ruhestand“ ging. Als Dank und Anerkennung übertrug ihm Vorsitzender Erwin Krämer die erste Ehrenmitgliedschaft. (rö)

 

 





Demonstration einer Mehlstaubexplosion


Fotos: Rolf-Dieter Rötzel

 
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