Retten aus Höhen und Tiefen mit Hubrettungsfahrzeugen

Immer öfter muss die Feuerwehr ausrücken, um den Rettungsdienst beim Transport schwer kranker Menschen zu unterstützen. Dabei kann es auch vorkommen, das der Weg über ein Treppenhaus viel zu schmal ist und eine Drehleiter zum Einsatz kommt. Dies übten nun die Wehren aus Hamm, Wissen, Altenkirchen und Windeck-Rosbach gemeinsam.
 

Von weitem konnte man das hell erleuchtete Feuerwehrhaus schon erkennen. Zwei Körbe von Hubrettungsfahrzeugen ragten in den Nachthimmel. Bei der heutigen Ausbildungseinheit ging es darum, die verschiedenen Hubrettungsfahrzeuge und dessen Hilfsmittel kennen zu lernen. Die Kameraden aus Wissen waren mit ihrer Drehleiter (DLK 23/12) angereist und aus Altenkirchen war der Teleskopgelenkmast (TGM 32) vor Ort.

Mit beiden Fahrzeugen sollten schwer kranke Menschen, heute gespielt von zwei Töchtern der Feuerwehrleute, aus dem ersten Obergeschoss des Feuerwehrhauses Hamm gerettet werden.

 

          

 

Um eine Krankentrage des Rettungsdienstes mit dem Korb der Hubrettungsfahrzeuge zu transportieren, muss eine Krankentragenhalterung angebracht werden. Danach erst konnten die Krankentragen der DRK Ortsvereine Hamm und Wissen mit dem Korb transportiert werden. Im Schulungsraum des Feuerwehrhauses konnte unter Anleitung von Stefan Deipenbrock, dem Wehrführer der Feuerwehr Wissen, erläutert werden, wie man die Krankentrage vom Korb der DLK 23/12 entgegennimmt. Nachdem der Patient sicher durch die Kollegen der DRK Ortsvereine auf der Trage befestigt worden ist, kann diese wieder zurück durch das Fenster auf den Korb getragen werden. Keine leichte arbeitet, wie die Feuerwehrleute alle selbst feststellen konnten.

 

           

 

Sascha Schmitt von der Feuerwehr Altenkirchen ging noch auf den Unterschied zwischen den beiden Fahrzeugen ein. So kann der Korb des TGM 32 nach rechts und links gedreht werden um diesen genau parallel zum Gebäude in Stellung zu bringen. Der Initiator der Übung, Mirko Heuser, war mit dem Verlauf zufrieden und bedankte sich bei allen Beteiligen. (am)

 

Fotos: Alexander Müller (2), Feuerwehr Wissen (1)

 

 
 
Hintergrundwissen:

Die Drehleiter (DL) ist das häufigste Hubrettungsfahrzeug der Feuerwehr. Sie ist ein markantes Feuerwehrfahrzeug und kommt häufiger vor als der Teleskopmast. Heute verfügt die Drehleiter meist über einen Korb, der am so genannten Leiterpark fest montiert ist oder in diesen eingehängt werden kann.

Wie bei allen Feuerwehrfahrzeugen (in Deutschland) werden auch bei Drehleitern die Haupteigenschaften in einer Kombination aus Buchstaben und Zahlen beschrieben. Hierbei bedeuten:

 

  • DL = Drehleiter
  • DLA = vollautomatische Drehleiter
  • DLS = sequenzielle (halbautomatische) Drehleiter
  • (K) = Kennzeichnung, ob sich ein Korb an der Drehleiter befindet
  • nur eine Zahl = Länge des ausgefahrenen Leiterparks in Metern (heute nicht mehr verwendet)
  • erste Zahl = Nennrettungshöhe in Metern
  • zweite Zahl = Nennausladung in Metern

 

Am häufigsten sind in Deutschland Drehleitern der Bauart DLK 23/12 bei den Feuerwehren zu finden, da damit an allen Gebäuden unterhalb der Hochhausgrenze angeleitert werden kann.

 

Quelle: Wikipedia

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