Persönliche Notfallvorsorge

Tipps zur persönlichen Notfallvorsorge

 


  1. Achten Sie bei lang anhaltendem Niederschlag auf Hochwasserhinweise in Rundfunk und Fernsehen. Informieren Sie sich im Hochwasserfall regelmäßig über steigende Wasserstände und Hochwasservorhersagen.
  2. Notieren Sie sich die aktuellen Wasserstände und vergleichen Sie diese mit Bezugspunkten bereits abgelaufener Hochwasser, damit Sie rechtzeitig Maßnahmen ergreifen können. Erstellen Sie sich eine Tabelle mit für Sie kritischen Wasserständen und Bezugspunkten. Heben Sie diese Liste für spätere Vergleiche auf. Beispiele:

5,10 (Pegel Koblenz 1995): Überflutung des Vorlandes
5,70 (Pegel Kaub 1988): Überschwemmung der Uferstraße oder Überschwemmung der Grundstücksgrenze oder Überschwemmung des Kellers/EG/1.OG etc.

  1. Wenn Sie Neubürger/in in einem hochwassergefährdeten Gebiet sind, lassen Sie sich durch alteingesessene Bewohner beraten und nutzen Sie deren Erfahrungen.
  2. Sollten Sie in einem hochwassergefährdeten Gebiet wohnen oder dorthin ziehen, ziehen Sie in Erwägung, Wohnung oder Haus hochwasserangepasst umzubauen. Bedenken Sie dabei, dass Keller und Erdgeschoss flutbar sein sollten. Befragen Sie dazu einen erfahrenen Fachmann (Architekten oder Bauingenieur). Bedenken Sie auch, dass Sie mit Druckwasser im Keller rechnen müssen, auch wenn Sie nicht direkt vom Hochwasser betroffen sind.
  3. Sorgen Sie rechtzeitig für Ihre persönliche Grundausrüstung. Denken Sie daran, dass Feuerwehr und Hilfsorganisationen ihre Ausrüstung selbst benötigen und nicht ausleihen können.
  4. Sorgen Sie rechtzeitig dafür, dass Kranke und pflegebedürftige Personen möglichst bei Verwandten und Freunden untergebracht werden. Ist dies nicht möglich, melden Sie sich rechtzeitig bei Ihrer Gemeindeverwaltung; sofern diese nicht erreichbar ist, bei den Hilfsorganisationen, damit ärztliche Versorgung und medizinische Betreuung aufrecht erhalten werden können. Denken Sie daran: Die Hilfsorganisationen können nicht wegen Kleinigkeiten kommen.
  5. Räumen Sie früh genug Ihren Keller, Ihre Garage und tiefer liegende Räume. Räumen Sie von vornherein gleich so, dass nicht mehrmals das gleiche Mobiliar in die Hand genommen werden muss. Die Feuerwehr kann nur in Ausnahmefällen helfen. Nehmen Sie erforderlichenfalls Urlaub und verlassen Sie sich nicht auf andere. Helfen Sie auch Ihren Nachbarn.
  6. Sorgen Sie dafür, dass der Strom in den überfluteten Räumen abgeschaltet wird. Sorgen Sie für Notbeleuchtung. Treffen Sie mit Ihren Nachbarn eine Vereinbarung für den Fall, dass Ihr Telefon ausfällt.
  7. Schützen Sie Ihre Heizungsanlage. Lassen Sie Brenner, Thermen usw. rechtzeitig ausbauen. Denken Sie daran: Die örtlichen Heizungsinstallateure haben bei drohendem Hochwasser viel zu tun. Vergessen Sie bei Gasheizungen nicht, die Gasventile zu schließen.
  8. Sichern Sie Ihre Öltanks und Anschlussleitungen (Füllstutzen, Entlüftung) z. B. durch Verankern. Füllen Sie rechtzeitig alle Tanks auf, damit diese bei steigendem Wasser nicht hochgedrückt werden. Über die richtige Sicherung der Heizöltanks informiert Sie Ihr Heizungsfachmann. Entfernen Sie Behälter mit Altöl, Säuren, Farben, Lacken usw. aus hochwassergefährdeten Räumen. Öl und andere Stoffe verschmutzen nicht nur das Wasser und Ihre Räume, sondern auch die gesamte Umgebung. Verständigen Sie umgehend die Feuerwehr, wenn solche Stoffe austreten. Jede Zeitverzögerung verschlimmert den Schaden um ein Vielfaches.
  9. Fahren Sie Ihren Pkw und sonstige Fahrzeuge aus Ihren hochwassergefährdeten Garagen oder von Parkplätzen. Erkundigen Sie sich frühzeitig, wo Sie Ihre Fahrzeuge abstellen können.
  10. Die Feuerwehr stellt während der Hochwasserphase grundsätzlich keine Pumpen zur Verfügung, um eindringendes Wasser aus Kellern und sonstigen Räumen abzupumpen. Stark unterschiedliche Druckverhältnisse könnten zum Eindrücken von Wänden führen.
  11. Befolgen Sie die Anweisungen der Feuerwehr und Hilfskräfte vor Ort; sie verfügen über entsprechende Erfahrungen bei Schadensfällen. Bleiben Sie ruhig und besonnen.
  12. Trotz Vorsorge bleibt ein Restrisiko. Bilden Sie als Hausbesitzer finanzielle Rücklagen. Unter Umständen empfiehlt es sich, eine Versicherung gegen hochwasserbedingte Gebäudeschäden abzuschließen. Achten Sie darauf, dass gerade häufige Gebäudeschäden dabei nicht ausgeschlossen sind.

Zur persönlichen Grundausrüstung bei Hochwasser gehören:

  • Mobiltelefon
  • Netzunabhängiges Rundfunkgerät (Batterien regelmäßig überprüfen); Sie können auch Ihr Autoradio benutzen.
  • Beleuchtung: Dicke Kerzen, Taschenlampe mit Batterien, Petroleumlampe mit Petroleum, Lampenaufsatz für Campinggasflasche, Streichhölzer
  • Stromunabhängige Kochstelle: Spirituskocher, Campinggaskocher, Benzinkocher, Trockenspirituskocher (Esbitkocher) mit Brennstoff
  • Heizung: Campinggasflasche mit Heizungsaufsatz, Wärmflasche, Wolldecken
  • Hausapotheke
  • Gummistiefel oder Wathosen

Bei häufiger auftretendem Hochwasser:

  • Sandsäcke mit Füllmaterial
  • FI-Schutzschalter
  • Stegebaumaterial
  • kleines Boot

 


 
 
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