Einweihung

Alles Gute kommt bekanntlich von oben. Dass es bei der offiziellen Einweihung des KulturHauses in Hamm am Samstagabend gleich so viel sein musste, darauf hätte man sicher gerne verzichtet, musste man doch vom Synagogenplatz in die "gute Stube" ausweichen - und die war entsprechend voll. Dennoch - die Hämmscher und ihre Gäste ließen sich die gute Laune dennoch nicht vermiesen und schon den ganzen Nachmittag über hatten sich viele Besucher an den Ständen im Freien aufgehalten, gegessen, getrunken, geplaudert, der Musik gelauscht.
 

Ortsbürgermeister Hans Schmidt brauchte aus seinem Stolz keinen Hehl zu machen - konnte er doch den zahlreichen Gästen aus Politik, unter ihnen MdL Thorsten Wehner, dem öffentlichen Leben, der Wirtschaft, aus Vereinen und Verbänden, der Geistlichkeit, darunter auch Imam Adem Aslim und die Nachbarn aus Nordrhein-Westfalen, ein gelungenes Werk präsentieren. Dass dieses Werk nicht nur optisch gelungen ist, zeige, so Schmidt, dass seit November - seit das KulturHaus auf dem neu gestalteten Synagogenplatz der Öffentlichkeit zur Verfügung steht - schon etwa 2500 Menschen dort eingekehrt sind und einige hochkarätige kulturelle Veranstaltungen stattfanden.

 

"Die Gemeinde ist stolz, das ist einmalig in der Region", sagte Schmidt mit Blick auf die Gestaltung des Platzes und die Verbindung von Alt und Neu im KulturHaus, nicht zu vergessen die Eisenarbeiten des heimischen Künstlers Erwin Wortelkamp und die Nachstellung der ehemaligen Synagoge durch Arnold Morkramer im Obergeschoss. Schmidt bedankte sich namens der Ortsgemeinde beim Land, in Hamm vertreten durch Staatssekretär Roger Lewentz, der für den verhinderten Innenminister Karl-Peter Bruch eingesprungen war, das Zweidrittel der Gesamtkosten getragen hatte.

"Sie haben absolut den richtigen Weg eingeschlagen", sagte Staatssekretät Roger Lewentz in seiner Festansprache. Hamm sei ein Hort der regionalen Kultur, das verdiene alle Achtung: "Hier ist das Geld gut angelegt." Die Menschen hätten in dem halben Jahr seit der Öffnung des KulturHauses eindrucksvoll bewiesen, dass sie dieses Angebot annehmen. Der Staatssekretät überbrachte die Grüße von Ministerpräsident Kurt Beck und Innenminister Karl-Peter Bruch.

Es sei ein Schwerpunkt des Landes, innerörtliche Bereiche der Gemeinden zunächst zu sanieren. Die Devise laute deshalb: "Von Innen nach Außen."

In Hamm sei so eine Stätte der Bewahrung, der Erinnerung und der Begegnung geschaffen worden, die die früheren jüdischen Mitbürger nicht vergesse. Die Verbindung des Kulturzentrums mit dem Synagogenplatz sei deshalb richtig und wichtig. Mit der Fertigstellung dieses Ensembles sei nun ein Etappenziel erreicht, das Sanierungsprogramm aber gehe weiter, sagte Lewentz. So habe Bürgermeister Rainer Buttstedt in einem Brief an den Minister angeregt, mehr aus der Raiffeisenstraße zu machen. Wenn es hier eine gute Idee gebe, stehe das Land bereit, versprach Lewentz, auch was den Bau der sogenannten Ortskernentlastungsstraße betrifft, für die Ortsbürgermeister Schmidt auf eine baldige Lösung in Form einer abgespeckten Variante hofft. Leventz erinnerte daran, dass das Land seit 1988 Hamm mit etwa 3,2 Millionen Euro gefördert habe, weitere 200000 Euro stünden kurzfristig für weitere innerörtliche Vorhaben bereit.

Bürgermeister André Toulouse aus der Partnerstadt Roissy wartete mit einer Überraschung auf. Er hatte den Abdruck einer Skulptur - das Wappen von Roissy - als Gastgeschenk mitgebracht. Das Original war bei Ausgrabungen gefunden und restauriert worden. Wo könnte diese Skulptur besser untergebracht sein als in einem Haus der Kultur!
"Es ist fantastisch. Hier ist viel Geld sinnvoll angelegt worden", sagte Architekt Jürgen Sommer von der Planergruppe in seinem Grußwort.

Bürgermeister Rainer Buttstedt überbrachte die herzlichen Grüßer aller Ortsgemeinden und beglückwünschte Hamm "zu diesem schönen Mulifunktionsgebäude mit Charakter." Hier sei eine Stätte des Miteinanders und der Verständigung geschaffen worden mit einem Bezug zur Vergangenheit ebenso wie zur Gegenwart und zur Zukunft. Aber, so Buttstedt, was fehle, sei noch etwas Grün. Da habe es schon ein Gespräch mit dem Architekten gegeben. "Wir werden der Ortsgemeinde etwas schenken", kündigte Buttstedt an. Was, das wollte er aber noch nicht sagen. "Ich bin überzeugt, dass das Haus mit Leben erfüllt sein wird", sagte Buttstedt abschließend. Und zur Erinnerung gab´s für den Staatssekretär einen kleinen Silberbarren. Buttstedt dankte allen, die zum Gelingen des Festes am Samstag und am Sonntag beigetragen hatten, insbesondere dem Organisationskomitee.

Eingesegnet wurde das KulturHaus von den beiden Gesitlichen Pfarrer Holger Banse (evangelische Kirche) und Pfarrer Josef Rottländer (katholische Kirche). Umrahmt wurde die Feier von Gesangbeiträgen des MGV "Liedertafel" Hamm.
Nach dem Festakt konnte zu den Klängen der Jazzband "Schräglage" draußen auf dem Synagogenplatz weiter gefeiert werden. Denn inzwischen hatte sich auch der Regen wieder verzogen. Am Sonntag ging es weiter mit einem bunten Programm - und diesmal machte auch das Wetter mit.

Quelle: Altenkirchener Kurier
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