Giora Feidmann und Bernhard Robben im KulturHausHammSieg

„Du gehst, du sprichst, du singst, du tanzt“: Es war eine beeindruckende Vorstellung der Autobiografie des weltbekannten Klezmer-Klarinettisten

 

Giora Feidmann gab im KulturHaus in Hamm eine eindrucksvolle Vorstellung.Im Rahmen der 11. Westerwälder Literaturtage unter dem Motto des diesjährigen rheinlandpfälzischen Kultursommers  „Gott und die Welt“ begrüßte Initiatorin Maria Bastian Erll die zahlreichen Besucherinnen und Besucher zu einer bewegenden Buchvorstellung. Es wurde nicht einfach gelesen. Moderator Bernhard Robben verstand es in einfühlsamer Weise, die ausgewählten Buchpassagen im persönlichen Zwiegespräch auf Englisch und Deutsch mit Giora Feidmann zu verbinden, mit persönlichen Rückkoppelungen den windungsreichen Lebensweg des Künstlers deutlich zu machen. Geboren in Bessarabien als Sohn und Enkel von Klezmer Musikanten, die nach Argentinien ausgewandert waren, weil das die billigste Schiffspassage war, dort spanischsprachig groß geworden, nach dem 2. Weltkrieg nach Israel „heimgekehrt“, Weltbürger geworden. Und dann bekennt dieser weise alte Musiker, es gebe für ihn nur ein Volk, das kongenial dem jüdischen verwandt sei, nämlich das deutsche.

 

„I love Germany!“ Ein  tief ergreifendes Bekenntnis, das jedem im voll besetzten Bernhard Robben und Giora Feidmann mit Klarinette.KulturHaus unter die Haut ging. Selbstredend griff er immer wieder zu seiner geliebten Gefährtin, der Klarinette und lockerte so das Zwiegespräch durch Proben seines meisterlichen Könnens auf. „Musik ist Gebet ohne Religion“, erklärte er verschmitzt seine tolerante, alle Religions- und Kulturgrenzen überwindende Lebensmaxime. Lange und geduldig signierte er nach dem Abschluss des Abends, jedem der es wünschte, seine Biografie. Vor dem Auftritt hatte sich Giora Feidmann viel Zeit genommen, die Zeugnisse jüdischer Kultur in Hamm im Synagogen-Gedenkraum zu betrachten, und er zeigte sich beeindruckt vom Haus als Gedenkstätte und lebendigem Kulturort. Besonders Erwin Wortelkamps Inschrift auf dem tragenden Längsbalken des Altbaus fand seine ungeteilte Zustimmung: „Häuser haben ein Äußeres und ein Inneres. Sie bergen Vergangenheit und geben Zukunft Raum“.  

 
 

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