625 Jahre Birkenbeul - 1381 bis 2006

Birkenbeuler feierten ihr Jubiläumsfest mit zahlreichen Besuchern aus nah und fern.
 

In Birkenbeul wurde kräftig gefeiert. Das Dorf unterhalb des „Beulskopf“ mit seinen heute 202 Einwohnern und 62 Häuser blickte auf stolze 625 Jahre zurück. Die erste urkundliche Erwähnung datiert vom 8. September 1381.

 

Herrliches Sommerwetter, schattiges Waldgrün, eine tolle Fernsicht und unbeschwerte Feierlaune. So präsentierte sich Birkenbeul am vergangenen Sonntag anlässlich des 625-jährigen Bestehens. Zahlreiche Besucher aus nah und fern feierten mit den Dorfbewohnern am Standort der ehemaligen Wunderbuche das Jubiläumsfest. Neuzeitliches und Altertümliches wurden dabei miteinander verbunden. Wie das dörfliche und wirtschaftliche Leben im Dorf geprägt wurde, zeigte ein „Blick zurück“. Mit der Ausstellung alter Landmaschinen, Traktoren und Motorräder drehte man einige Jahrzehnte an der Zeituhr. Transparent gemacht wurden auch frühere Handwerke, wie Schmiede und Hufbeschlag, die heute fast keiner mehr kennt.

 

Originell gestaltete sich auch eine Holzversteigerung mit Auktionär Wolfgang Krahwinkel am „Hammer“. Ingesamt gingen 25 Raummeter „über den Tisch“. Das Holz war an einem zuvor zugewachsenen gemeindlichen Waldweg geschlagen worden, der instandgesetzt werden soll. Die stolzen Holzbesitzer freuten sich auf das ausgelobte Holz; der nächste Winter kann kommen. Für die Kinder gab es eine Hüpfburg, ein Kinderflohmarkt und Ponyreiten. Auftakt der gelungenen Jubiläums-Veranstaltung war ein Gottesdienst unter Mitwirkung des Singekreises Birkenbeul (Dirigent Horst Manz) im Freien. Bei dem sich anschließenden Frühschoppen und dem gemeinsamen Kaffeetrinken am Nachmittag kamen auch die Gespräche nicht zu kurz. Viele Anekdoten konnten dabei wieder aufgefrischt werden. Verdienten Applaus erhielt auch Howard Carpendale Revival – Mario Hammer – mit seinem Auftritt. Für die musikalische Unterhaltung sorgte das Discotem „Sunshine“.

 

Nach der Begrüßung durch Wolfgang Krahwinkel ging Ortsbürgermeister Birgit Merzhäuser auf das Jubiläumsfest, die erste urkundliche Erwähnung und das Motto „Vier Dörfer – eine Gemeinde pflegen“ ein. Die Gemeindechefin erinnerte an die zahlreichen bereits an der Wunderbuche durchgeführten Festlichkeiten. Bei der Urkunde vom 8. September 1381 handelt es sich um einen Pachtvertrag, den Johann Ruysgin, genannt von Birkenbeul, mit seinem Neffen Arnold, den Sohn Hillens von Nederhusen, auf 36 Jahre abschloss. Der heutige Ortsname Birkenbeul hatte mit Birkenbuwil, Birkenbevel, Bierken-buill schon verschiedene Schreibenweisen. In den vergangenen Wochen habe Deutschland bei den Fußball-Weltmeisterschaften „Flagge“ gezeigt. Mit einem Heimat- oder Jubiläumsfest könne ebenfalls „Flagge“ für das eigene Dorf, die eigene Gemeinde, die eigene Heimat gezeigt werden, bekundete Birgit Merzhäuser. „Ob man hier geboren, aufgewachsen oder zugezogen ist, Heimat verbindet immer.“

Einen Dank sprach die Ortsbürgermeisterin dem Birkenbeuler Heimatforscher Manfred Schumacher aus, der im Vorfeld und bei der Planung des Jubiläums über die Heimatgeschichte informiert hatte. Diesbezüglich erwähnte sie schmunzelnd ein „ungeschriebenes Gesetz“. „Erst derjenige, der mit seinem Namen in die Dorfchronik von Manfred Schumacher aufgenommen ist, darf sich als Birkenbeuler bezeichnen; bis dahin ist er ein Zugezogener.“ Ein besonderer Dank der Ortsbürgermeisterin galt der großen Helferschar, dem Bürgerverein Birkenbeul, der Kommunalen Interessengemeinschaft Birkenbeul, der Landfrauengruppe Birkenbeul, dem Singekreis Birkenbeul und dem Schirmherrn, Jagdpächter Friedel Eitzert, für das gezeigte Engagement vor und während der Jubiläumsfestlichkeiten. Für den in Urlaub befindlichen Bürgermeister Rainer Buttstedt übermittelte Erster Beigeordneter Kurt Reider die Grüße der Verbandsgemeinde Hamm. Reider, ein geborener Kratzhahner und in Birkenbeul zur Schule gegangen, wies auf die Wichtigkeit solcher Festlichkeiten für das dörfliche und gemeindliche Zusammenleben hin. Ortsbürgermeisterin Birgit Merzhäuser zeigte sich abends hoch zufrieden mit dem Verlauf der Jubiläumsveranstaltung. Die angebotene Palette aus einem Mix für Jung und Alt sei gleichermaßen angenommen worden.
 
 
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