Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,


Nach wie vor leben wir in einer Zeit des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umbruchs, wie sie in dieser Geschwindigkeit keine Generation vor uns erlebt bzw. mitgemacht hat. In meinen seit 1994 an Sie gerichteten Bürgerbriefen habe ich versucht Ihnen darzulegen, wie schwierig die Zeiten werden, die auf uns zukommen, und das nicht nur im Bereich der wirtschaftlichen Entwicklung. Zum einen spüren wir die negativen Auswirkungen des globalisierten Wettbewerbs, d.h. den weltweiten wirtschaftlichen Konkurenzkampf, den wir auch in unserer Region seit Jahren wahrnehmen, in dem immer mehr Arbeitsplätze verloren gehen. Zum anderen stellen wir bei der Analyse der wirtschafltlichen Situation unseres Landes fest, dass die vor rd. 10 Jahren begonnene wirtschaftliche Rückwärtsentwicklung eine ganz entscheidende Ursache in der demographischen Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland hat. Der Anteil der lebenslang kinderlosen Menschen steigt in den alten Bundesländern stetig an, denn die nach 1965 geborenen Frauen und Männer bleiben bereits zu mehr als einem Drittel lebenslang kinderlos, darunter diejenigen mit einer Hochschulausbildung schon fast zur Hälfte.

Die größte, die gefährlichste Illusion, die wir in der Vergangenheit hatten, ist die Bevölkerungsillusion. Diese Illusion ist verständlich, weil wir über Jahrhunderte immer nur eine Erfahrung hatten, dass Bevölkerung verlässlich und stabil ist und man sich über Bevölkerungsentwicklung keine Gedanken zu machen braucht. Erstmals seit langer Zeit sind wir diejenigen mit den breitesten Schultern und das, was wir nicht tragen können, das können die nach uns kommenden erst recht nicht tragen.

Diese gesellschaftspolitische Aussage hätten wir bereits Anfang der 70er Jahre erkennen müssen, denn damals ging die Geburtenrate auf 65 % zurück. Dies bedeutet, dass die Generation die nach uns kommt, d.h. die Zahl der Menschen, um ein Drittel zurückgehen wird. Das hat es in unserer Geschichte noch nie gegeben. Die Auswirkungen hieraus und aus dem globalisierten Wettbewerb spüren wir verstärkt seit Jahren auf vielen Feldern unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens. Verteilungskämpfe, Konkurrenzsituationen zwischen Staaten und Ländern und auch Wettbewerbe zwischen Städten bzw. Gemeinden sowie zwischen Städten und ihrem Umland sind vorprogrammiert.

Über die Sozialversicherungssysteme öffnet sich immer mehr die Schere zwischen der Anzahl leistungsfähiger Beitragszahler und derjenigen der Leistungsempfänger.

Das Umlageverfahren der Rentenversicherung stößt deutlich an seine Grenzen. Wie bereits gesagt, ist die Ursache dieser Probleme eindeutig. Die Zahl der Geburten ist alarmierend niedrig, Kinder gelten überwiegend als Last, sie werfen die Eltern unserer Spaß- und Freizeitgesellschaft im Wohlstandswettlauf weit zurück, machen es schwer, die buntern Angebote einer Freizeit-, Spaß- und Selbstverwirklichungsgesellschaft auszukosten

Massiv wird sich der Bevölkerungsrückgang auf alle langfristig angelegten baulichen Investitionen einer Kommune, wie z.B. Kindergärten, Schulen, Schwimmbäder, Krankenhäuser, Pflegeheime etc. und insbesondere auf die Siedlungsstruktur als Ganzes auswirken; dies kann aber örtlich, d.h. von Region zu Region, unterschiedlich sein. In unserer Verbandsgemeinde Hamm (Sieg) hat zwar die Bevölkerung seit 1993 um rd. 10 % zugenommen, aber die Anzahl der Kinder unter 6 Jahren verringerte sich in diesem Zeitraum ebenfalls um rd. 10 %. Somit können auch wir, die Bürgerinnen und Bürger in den 12 Ortsgemeinde der Verbandsgemeinde Hamm (Sieg), vor diesen Erkenntnissen und Tatsachen die Augen nicht verschließen und müssen auf die Herausforderungen unserer Zeit Lösungswege für unsere kommunalen Gebietskörperschaften suchen und aufzeigen. Dazu ist es zunächst notwendig, eine Standortbestimmung in den für uns wichtigen Bereichen vorzunehmen:
 
 
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