Tag der offenen Tür am 12.07.2020

Offene Türen, großer Zuspruch! Museumstag in Hamm stößt auf riesiges Interesse – Lesung von der Feuertreppe


 


„So viele Gäste hatten wir noch nie!“ Ein bisschen „leergequatscht“, aber sehr zufrieden fühlten sich die Museumsführer in Hamm am Sonntagabend. Der Tag der offenen Tür, der das Deutsche Raiffeisenmuseum, das Heimatmuseum „Haus der Heimatfreunde“ in der Siegstraße und die neu eröffnete Museumsscheune umfasste, war ein Erfolg der die Erwartungen deutlich übertraf.

Schon morgens um 10 Uhr standen die ersten Interessierten vor der Tür, und der Besucherstrom verteilte sich gleichmäßig über den ganzen Tag – zum Glück, denn so konnten man trotz der engen Räume in allen drei Gebäuden die Corona-Regeln gut befolgen. Nicht wenige der Gäste kamen dabei von weit außerhalb, weilten als Urlauber im Westerwald oder waren mit dem Fahrrad auf der „Durchreise“.


Geboten war etwas für Jung und Alt.

Emilienne Markus hatte in der Raiffeisenstraße ein Raiffeisenspiel in XXL ausgebreitet. Hier konnten die Kinder Süßigkeiten und kleine Geschenke gewinnen, wobei sie auch noch etwas über die Zeit und Person Raiffeisens erfuhren.

Im Raiffeisenmuseum empfingen Norbert Grüttner, Freyja Schumacher, Kirsten Wolff und Wolfgang Ebisch eine Besuchergruppe nach der anderen.


 



Im Heimatmuseum „Haus der Heimatfreunde“ gaben sich ebenfalls die Interessierten die Klinke in die Hand: „Ich bin nicht dazu gekommen, Mittagspause zu machen“, berichtete Dieter Born bei einem kurzen Päuschen vor der Haustür. Kurz danach war er schon wieder im ersten Stock zu finden, wo er mit Besuchern aus Köln über Kaffeemühlen und „flotte Lotten“ fachsimpelte.


In der neu eröffneten Museumsscheune am Balkertsweg erklärte unter anderem Klaus Schumacher die landwirtschaftlichen Geräte, die ein beredtes Zeugnis von der Mühe ablegen, die in früheren Zeiten für das tägliche Brot aufgewendet werden musste.

Vor der Tür übten sich die Besucher derweil beim Durchsägen eines Birkenstamms und konnten dabei Raiffeisenbier oder die beliebten Gläser mit Raiffeisen-Porträt gewinnen.


 




Am Nachmittag war am Deutschen Raiffeisenmuseum eine noch nicht dagewesene Szene zu besichtigen: eine Lesung von der Feuertreppe. Sonja Hauertmann hatte in ihrer Rolle als Amalie Raiffeisen auf dem Podest der Nottreppe im 1. Stock Platz genommen, um aus Briefen und Tagebucheinträgen ihres Vaters Friedrich Wilhelm vorzulesen. Auf dem Rasen, sozusagen ihr zu Füßen, saßen die Zuhörer auf Stühlen, die in ordnungsgemäßem Abstand auf dem Rasen platziert waren.

Das große Interesse auch für diesen Teil des Veranstaltungstags erfreute dabei nicht nur die „Amalie“, sondern auch den Vorsitzenden der Heimatfreunde im Hammer Land, Rolf-Peter Preuß. Erst vor wenigen Wochen war er in das Amt gewählt worden und hat somit seine erste große „Feuertaufe“ bestanden. (spa)



 
 

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