Gemeindeschwester plus
GEMEINDESCHWESTER PLUS

SCHWESTER ANETTE MACHT SICH AUF DEN WEG
In der Verbandsgemeinde Hamm (Sieg) gibt es seit Mitte Januar 2025 eine weitere helfende Hand mit wichtigem Aufgabenfeld: Seitdem ist Anette Link – oder eben jetzt „Schwester Anette“ – im Rahmen des Landesprogramms „Gemeindeschwester plus“ für die VG Hamm (Sieg) tätig. Als ausgebildete Pflegefachkraft hat Schwester Anette auch lange Jahre in einer Hämmscher Hausarztpraxis gearbeitet. Sie freut sich auf die neue Tätigkeit mit bekannten Bereichen:
„Ich war immer mit Herz und Seele Krankenschwester“, erklärt sie. „Von daher ist es ein absoluter Traumjob gegen Ende des Berufslebens, mit dem ich Menschen weiterhin helfen kann. Ich glaube, dass dieses Angebot vor allem wichtig sein wird für ältere Menschen, die alleine sind und keinen Kontakt zu ärztlicher Betreuung haben oder deren Angehörige weiter weg wohnen. Meiner Erfahrung nach neigen viele im hohen Alter dazu, Arztbesuche zu meiden. – Gleichzeitig wünschen sich die meisten Menschen, möglichst lange in ihrer vertrauten Umgebung wohnen und Zuhause selbstständig bleiben zu können. Dabei will ich sie unterstützen.“
Aber was ist eine Gemeindeschwester plus eigentlich genau?
Zunächst einmal kann es sich bei den Gemeindeschwestern prinzipiell auch um „Brüder“ handeln – es ist also keine geschlechtsspezifische Bezeichnung. Hinter der Gemeindeschwester steckt das vollwertige Berufsbild einer erfahrenen und examinierten Pflegefachkraft – gedacht als Entlastung für Hausärztinnen und-ärzte, gerade im ländlichen Raum. Mit ihrer ergänzenden Funktion führt sie keine Gesundheits- und Pflegedienstleistungen durch – sie steht also nicht in Konkurrenz zu Instanzen wie den Pflegestützpunkten oder Pflegediensten – auch das ist Anette Link wichtig zu betonen: „Hier helfe ich im Bedarfsfall bei der Vermittlung.“
Für wen ist die Gemeindeschwester plus gedacht?
Die Gemeindeschwester macht nach Absprache Hausbesuche bei Senioren ab 70 Jahren, die noch keine Pflege brauchen, aber gerne unterstützt und beraten werden möchten.
„Die möglichen Aufgabenfelder reichen über die Sicherstellung grundlegender gesundheitlicher Versorgung bis zum Organisieren eines Mittagstisches“, erklärt Schwester Anette. Da kommt ihr natürlich in Sachen Vertrauensaufbau und Wirksamkeit ihre vorangegangene Tätigkeit und Profession zu Gute: Viele Patienten kennen sie schon von Hausbesuchen oder aus der Praxis; umgekehrt kann Frau Link mit ihrem Vorwissen bessere Einschätzungen treffen.
Sie blickt positiv auf den „Sprung ins kalte Wasser“ als erste Gemeindeschwester der Verbandsgemeinde Hamm (Sieg) und kann auf ihr örtliches Netzwerk zurückgreifen: Schwester Anette ist im Hospizverein tätig und hat durch ihren vorigen Job viele Ansprechpartner in der medizinischen Versorgung. Von diesen hat sie auch schon im Vorfeld positive Resonanz bekommen. Nichtsdestotrotz will sie noch weitere Kontakte zu Praxen und Initiativen in der Seniorenhilfe knüpfen, um ihre neue Funktion in der Verbandsgemeinde bekannt zu machen, und entwickelt bereits Ideen, die Seniorenhilfe z.B. hinsichtlich des gemeinschaftlichen Aspektes weiter zu fördern. „Ich hoffe, dass ich den Erwartungen meiner Klientinnen und Klienten gerecht werden kann.“
Das Programm Gemeindeschwester plus wird gefördert vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung aus Mitteln des Landes Rheinland-Pfalz und der Verbandsgemeinde Hamm (Sieg).
(Pressemeldung Januar 2025)
Positive Bilanz nach dem ersten Jahr im Dienst
Die Gemeindeschwester plus blickt zurück
Januar 2026. Seit ziemlich genau einem Jahr gibt es in der Verbandsgemeinde Hamm (Sieg) eine weitere helfende Hand mit wichtigem Aufgabenfeld: Anette Link – oder eben „Schwester Anette“ – ist im Rahmen des Landesprogramms „Gemeindeschwester plus“ für die VG Hamm (Sieg) tätig. Dabei unterstützt sie auf vielfältige Weise Seniorinnen und Senioren ab 70 Jahren, die noch keine Pflege brauchen, aber gerne unterstützt und beraten werden möchten.
Der Aufgabenbereich der Schwester erstreckt sich über das Organisieren eines warmen Mittagstischs bis hin zum Herstellen von neuen Kontakten und Informationen rund um die möglichst langfristige Erhaltung eines eigenständigen und selbstbestimmten Lebens und Wohnens (wie etwa die Einrichtung eines Hausnotrufs).
Mit ihren Kompetenzen und vergangenen Berufserfahrungen ist Anette Link bestens für den Job gewappnet und folgt als Gemeindeschwester plus weiter ihrer Berufung: „Ich war immer mit Herz und Seele Krankenschwester“, erklärte sie schon zu Beginn ihrer neuen Tätigkeit Mitte Januar 2025. „Von daher ist es ein absoluter Traumjob gegen Ende des Berufslebens, mit dem ich Menschen weiterhin helfen kann.“
Schwester Anette hat 2025 viele Kontakte geknüpft und Bedarfe identifizieren können
In den vergangenen Monaten hat sie neben zahlreichen präventiven Hausbesuchen daher auch immer wieder Möglichkeiten wahrgenommen, das neue Angebot sichtbarer zu machen: So organisierte sie zum Beispiel zusammen mit den Wohngemeinschaften der Seniorenresidenz in Hamm (Sieg) einen geselligen Nachmittag und stellte sich bei verschiedenen Institutionen der Verbandsgemeinde vor (Evangelisches Kirchencafé, Seniorenkaffee Bruchertseifen, Lotsenpunkt, Teehaus, Ehrenamtsinitiative „Ich bin dabei!“ usw.).
Häufig gehe darum, einen „Brückenschlag“ zu leisten und ältere Menschen durch ein offenes Ohr für ihre Sorgen und Wünsche zu erreichen. „Zwar gibt es viele Angebote, um bspw. Mobilitätseinschränkungen und Einsamkeit entgegenzuwirken“, erklärt Anette Link. „Aber um überhaupt erst Zugang zu den Angeboten zu finden, bedeutet in der Regel, eine Hürde zu überwinden.“ Die Gemeindeschwester plus hilft mit ihren Kontakten und Kenntnissen dabei, diese Hürde zu meistern.
Ausblick auf 2026
Für 2026 hat sich Schwester Anette neben ihren regulären Aufgaben schon einige weitere Ziele gesteckt, etwa in Kooperation mit der Ehrenamtskoordinatorin der Verbandsgemeinde, und auch die Auslotung von Möglichkeiten für ein generationenübergreifendes Projekt.
„Da, wo ich kann, setzte ich mich ein“, sagt sie. „Menschen zu unterstützen, erfüllt mich einfach. Und besonders schön dabei ist, die Freude zu sehen. Und die Dankbarkeit, die ich als Gemeindeschwester plus immer wieder im Rahmen von Hausbesuchen oder klärenden Telefonaten erfahre, ist die schönste Rückmeldung für mich.“
(Pressemeldung vom 16. Januar 2026)
GEMEINSCHAFT STIFTEN KANN SO EINFACH SEIN
Aktuelles von der Gemeindeschwester plus: Projekt in der Seniorenresidenz in Hamm (Sieg)
Seit Anfang des Jahres (2025) ist die Krankenschwester und examinierte Pflegefachkraft Anette Link aus Bitzen als Gemeindeschwester plus bei der Verbandsgemeinde Hamm (Sieg) beschäftigt. Die Gemeindeschwester besucht regelmäßig Menschen über 70, die noch keinen Pflegegrad besitzen, aber Unterstützung gebrauchen können, bspw. um Essen auf Rädern zu organisieren oder Anträge auf Pflege zu stellen. Eine Win-Win-Situation: Anette Link kann weiter ihrer Berufsleidenschaft nachgehen und Menschen helfen, während Angehörige von weiter weg besser schlafen können und die Klient:innen vor Ort bei der Erhaltung ihrer Selbstständigkeit aktive Unterstützung bekommen.

Das Angebot kommt nach wie vor sehr gut an. Dabei profitiert Schwester Anette im Rahmen ihrer Hausbesuche von der Berufs- und Lebenserfahrung sowie den Begegnungen aus der Hämmscher Hausarztpraxis, in der sie viele Jahre gearbeitet und auch den Kontakt zu den Patienten gepflegt hat. Außerdem wird sie immer wieder kreativ, um ihren Klient:innen entgegenzukommen: Kürzlich animierte Anette Link die Hausbewohner:innen der Seniorenresidenz in Hamm (Sieg) dazu, das traditionelle Kaffeetrinken wieder aufleben zu lassen. Denn Gemeinschaft hält bekanntlich den Kopf fit und hat im Gegensatz zur Einsamkeit viele positive Effekte.
Dementsprechend enthusiastisch wurde die Initiative der Gemeindeschwester von der Residenz aufgenommen und mit vollem Ehrgeiz in die Tat umgesetzt: „Ich musste gar nichts mehr mitbringen“, erklärt Schwester Anette, während sie das voll gedeckte Kuchen- und Waffelbuffet überblickt. Fast alle Bewohner:innen der Residenz – Männer wie Frauen – sind am Donnerstagnachmittag des 31. Juli zum Kaffeetrinken erschienen.
Lange bleibt es nicht ruhig: Selbst die, die sich untereinander nicht so gut kennen, verfallen schnell in eine muntere Plauderstimmung.
„Es gibt natürlich immer wieder einen Wechsel von den Leuten, die hier wohnen“, erklärt eine Mieterin zu den Umständen, weshalb das Treffen, das schon einmal häufiger stattgefunden hat, „eingeschlafen“ ist. „Eigentlich verstehen wir uns untereinander alle ganz gut.“ Deshalb sei es schön, auch mal länger als für „zwischen Tür und Angel“ zusammenzukommen.
Am Ende des gelungenen Nachmittages zeigte sich die Gemeindeschwester plus zufrieden und freut sich auf zukünftige Projekte ähnlicher Art.
(Pressemeldung 11. August 2025)
