Spielende Kinder in der KiTa Hamm

Kindertagesstätte Hamm (Sieg)

Herzlich Willkommen in der kommunalen Kindertagesstätte Hamm (Sieg)

Partizipation und Beschwerdemanagement

„Partizipation heißt, Entscheidungen, die das eigene Leben und das Leben der Gemeinschaft betreffen, zu teilen und gemeinsam Lösungen für Probleme zu finden.“ (Dr. Richard Schröder, 1996)

Für die Partizipation im Kindergarten sprechen folgende Argumente:

  • Wir Erwachsene nehmen die Kinder und ihre Wünsche und Bedürfnisse ernst. Durch die Beteiligung und die Umsetzung ihrer Ideen steigern wir ihr Selbstwertgefühl.
  • Durch ihr Mitspracherecht lernen Kinder sich zu äußern.
  • Sie bekommen einen Bezug zu Entscheidungen und deren Folgen.
  • Die Kinder sind besonders motiviert in dem was sie tun, wenn sie ihre       eigenen Ideen verwirklichen können.
  • Partizipation ist ein wichtiger Bestandteil für die Vorbereitung auf die Schule und für das weitere Leben.

Sicherung von Rechten der Kinder

Pädagogische Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen sind verpflichtet, Kinder an     Entscheidungen, die ihr Leben oder das Leben der Gemeinschaft betreffen, zu beteiligen.

Die Kinder können so demokratische Erfahrungen machen. Es gehört zu ihren Rechten, sich mitzuteilen und mitzubestimmen, festgelegt in:

  • der UN– Kinderrechtskonvention (Art. 12)
  • dem Kinder– und Jugendhilfegesetz (§ 8 SGB VIII)
  • sowie den Kindertagesstättengesetzen der Länder.

Unsere Haltung zu Partizipation

Die Kinder unserer Kindertageseinrichtung dürfen ihrem Alter, ihrem Entwicklungsstand und ihren Bedürfnissen entsprechend bei der Gestaltung des Alltags mitwirken und mitbestimmen.

 Partizipation befähigt Kinder zur Demokratieentwicklung

  • indem das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten gestärkt wird.
  • indem sie sich selbst und ihre Interessen als wirksam erleben.
  • indem sie lernen, ihr Leben eigenverantwortlich und gemeinschaftsfähig zu gestalten.

Wir begegnen den Kindern nicht mit Dominanz, sondern sehen in ihnen eigenständige Persönlichkeiten mit individuellen Bedürfnissen. Auch den jüngsten Kindern unserer Einrichtung ist dieses Recht vorbehalten.

Partizipation mit Kindern heißt nicht, dass die Kinder alle Entscheidungen treffen,   sondern dass sie sich aktiv an der Gestaltung ihres Alltags beteiligen.

Für bestimmte Aufgaben übernehmen sie, mit unserer Begleitung, Verantwortung.

Das setzt voraus, dass wir Vertrauen in die Kinder haben, dass sie Aufgaben lösen    können. Aus diesem Grund können wir ihnen nur angemessene Aufgaben stellen, die für sie lösbar sind.

Dazu stellen wir uns die Frage, wieviel Partizipation wir den Kindern zumuten können und wo sie ihre Grenzen hat.

Daraus ergibt sich, dass es auch immer wieder Stellen geben wird, an denen Partizipation aus verschiedenen Gründen (z.B. zum Wohl des Kindes) nicht umgesetzt werden kann.

„So viel Freiheit wie möglich, soviel Grenzen wie nötig.“ 

Beschwerdemanagement für Kinder

Zur Sicherung der Rechte der Kinder sieht das gesamte Team einen konstruktiven Umgang mit Beschwerden als unverzichtbares Instrument der pädagogischen Arbeit an.
Unser Ziel ist, „Sich-beschweren-können“ zur Selbstverständlichkeit des Alltags zu machen, um so die Kinder vor Übergriffen zu schützen. Die Kinder werden mithilfe von Beteiligungsstrukturen, wie z.B. Kinderkonferenzen, motiviert, das Beschwerdeverfahren aktiv nutzen zu können. Uns ist es sehr wichtig, den Kindern zu vermitteln, dass ihre Anliegen ernst genommen werden, dass ihre Beschwerden Gewicht haben und dass sie bei der Klärung aktiv unterstützt werden.

Um das Beschwerdeverfahren in der Praxis umsetzen zu können, sind die pädagogischen Fachkräfte angehalten, den Kindern die Möglichkeit zu geben, Beschwerden äußern zu können. Alle Kinder werden ermuntert, ihre eigene Meinung zu sagen und dies öffentlich zu machen.

Auch jüngere Kinder sind in der Lage, ihre Unzufriedenheit zum Ausdruck zu bringen. Diese nonverbalen Äußerungen werden genauso wahrgenommen.

Die Beschwerden der Kinder werden in die Gruppenkonferenzen oder ggf. in die Dienstbesprechung des pädagogischen Teams eingebracht und dort besprochen.

Pinwand und Wurfkasten für das Beschwerdemanagement