Obwohl das Wissen darüber, wie man sich im Ernstfall schützen kann, von essentieller Natur ist, eignet man es sich im Alltag zu selten an. Unter dem Leitspruch „Komm vorbei und sei bereit!“ lud die Verbandsgemeinde Hamm (Sieg) daher ihre Bürger:innen erstmalig spezifisch dazu ein, sich zu informieren und die eigene Resilienz zu stärken. Die fachkundigen, ehrenamtlichen Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Hamm (Sieg), des THWs, der Initiative „Ich bin dabei!“ und weiterer Kooperationspartner trugen maßgeblich zu dem bunten Sammelsurium an anschaulichen Infostationen bei. Auch das körperliche Wohl und Kinderbeschäftigungen kamen bei den Angeboten rund um das Feuerwehrhaus in Hamm (Sieg) nicht zu kurz, sodass sich insbesondere auch Familien angesprochen fühlen konnten.
Hinsichtlich der Vielschichtigkeit des Themas „Bevölkerungsschutz“ lag die Konzentration an diesem Tag auf wahrscheinlicheren Gefahrenszenarien für die Verbandsgemeinde Hamm (Sieg) und Umgebung, wie etwa auf einem Hochwasser- oder Starkregenereignis oder einem länger andauernden Stromausfall.
Vor diesem Hintergrund konnten sich Besucherinnen und Besucher am Befüllen eines Sandsacks erproben, die Widerstandsfähigkeit provisorischer Barrikaden testen, mehr über die Katastrophenschutzleuchttürme in der Verbandsgemeinde erfahren und sich als Spontanhelferinnen und -helfer registrieren lassen.
Außerdem ließen sich über die 3D-Wasserkarte des Geoportals RLP verschiedene Szenarien bzw. Auswirkungen von Starkregen und Hochwasser an individuellen Punkten in den Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde Hamm (Sieg) auf einem großen Bildschirm simulieren. Die Darstellung gab unter anderem einen guten Eindruck davon, wie dramatisch sich extreme Wetterlagen auf vermeintlich sichere Gebiete auswirken können und stieß auf großes Interesse bei den Besucherinnen und Besuchern.
Zum Abschluss konnten sich findige Erkunder:innen noch am Infomobil der „Bleib bereit“-Kampagne des Landes Rheinland-Pfalz eine Notfallkapsel sichern oder gleich einen eigenen Sandsack zum Befüllen mit nach Hause nehmen.
Das Organisationsteam rund um den stellv. Wehrleiter und Brand-, Zivil-, und Katastrophenschutzbeauftragten Mark Daniel Eibach zieht ein positives Fazit: „Im Verlaufe des Tages sind viele gute Gespräche zustande gekommen und die Besucherinnen und Besucher haben sich Zeit genommen, die einzelnen Stationen zu erkunden.“













