Zweieinhalb Jahre ist es her, dass der Verbandsgemeinderat Hamm (Sieg) den Beschluss fasste, die Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Grundschule auszubauen, um den erhöhten Platzbedarf mit einem weiteren Stockwerk zu decken. Grundlage des Beschlusses sind der sogenannte Schulentwicklungsplan und eine externe Erhebung von biregio, die anhand von Hochrechnungen ermitteln konnte, dass Hamm (Sieg) mit deutlich mehr Kindern zu rechnen hat.
Seitdem hat sich viel getan: Nach Abschluss der Planung und Erhalt der Genehmigung konnten seitens der Verwaltung die entsprechenden Ausschreibungen durchgeführt werden. Nach der Vergabe aller Aufträge wurde in den Sommerferien dieses Jahres mit den notwendigen Abrissarbeiten begonnen. Inzwischen ist das Schulgebäude an mehreren Fronten mit Gerüst eingepackt und der Rohbau bereits mit Wänden und Fenstern ausgestattet. Die Fertigstellung des Dachs und die Verlegung der Dämmung befinden sich in den letzten Zügen und an der Haustechnik wird auch fleißig gewerkelt.
Vergangene Woche besichtigten die Mitglieder des Bau- und Planungsausschusses der Verbandsgemeinde Hamm (Sieg) das Gebäude. Fachkundig begleitet wurden sie dabei aus der Bauverwaltung von Knut Eitelberg und Maikel Sulayman als Bauleiter.

Für die Besichtigungsgruppe dürfte dabei zunächst vor allem der unscheinbare Anschluss an das bestehende Gebäude überraschend gewesen sein, hinter der sich die durchaus beeindruckende Baustelle verbirgt: Von einer weder besonders großen noch auffälligen Tür im oberen Schulflur betritt man das neue Treppenhaus, über das man zu über 600 neuen Quadratmeter gelangt, die das dritte Stockwerk umfasst.
Den Neubau mit allem, was dazu gehört, an den Gebäudebestand anzuschließen, war erwartungsgemäß mit einigem Aufwand verbunden. Im Allgemeinen fiel das Zwischenfazit zu dem komplexen Unterfangen seitens der Bauleitung jedoch positiv aus: „Wir kommen sehr gut voran“, berichtete Sulayman. „Wann genau alles fertiggestellt werden kann, hängt jetzt noch von den Folgegewerken ab.“ Da man jedoch positive Erfahrungen mit den bisherigen Baupartnern gemacht habe, rechne man auch weiterhin mit einem planmäßigen Ablauf. Damit wird die Gebäudeerweiterung den Schülerinnen und Schülern ab dem neuen Schuljahr zur Verfügung stehen.
Eine große Herausforderung sei es zunächst gewesen, den Abriss im wieder angelaufenen Schulbetrieb zu Ende zu bringen. Doch durch die umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen und engen Absprachen mit der Schulleitung hat sich diese anspruchsvolle Aufgabe ebenfalls ohne Zwischenfälle meistern lassen.
Kommunikation sei in vielerlei Hinsicht überhaupt der Schlüssel zum Gelingen. „Zu den Spitzenzeiten haben hier sechs Gewerke gleichzeitig gearbeitet. Da bleibt es natürlich nicht immer leise“, erklärte Sulayman. „In solchen Fällen suchen wir immer direkt den Kontakt zur Schulleitung, um uns bestmöglich abzustimmen und kurzfristig Lösungen zu finden, damit der Schulalltag möglichst wenig beeinträchtigt wird. Da sind wir dankbar für das Verständnis und auch für das Entgegenkommen der Firmen, mit denen wir zusammenarbeiten.“
Schulleiterin Julia Fuchs blickt schon in freudiger Erwartung auf die Fertigstellung des neuen Stockwerks und die damit verbundenen neuen Möglichkeiten – endlich mehr Platz für die Kinder und Projektarbeiten, modern gestaltet und barrierefrei.
Die Container-Klassenräume, die bislang als Übergangslösung genutzt werden, sollen im zweiten Quartal 2027 durch die bezugsfertigen Räume im neuen, dritten Geschoss abgelöst werden. Dort werden insgesamt acht vollwertige Räume zur Verfügung stehen: fünf Klassenräume, ein Multifunktionsraum mit Küche, ein Lernmittel- und ein Förderraum.

Im Rahmen der Begehung mit dem Bau- und Planungsausschuss zeigte sich Bürgermeister Dietmar Henrich beeindruckt von dem zügigen Baufortschritt und sprach ein großes Lob an Fachbereichsleiter Knut Eitelberg und Bauleiter Maikel Sulayman aus, welche die Baumaßnahme mit viel Leidenschaft begleiteten und steuerten: „Das ist eine gute Nachricht für die Familien. Mit der Aufstockung werten wir den Schulstandort deutlich auf und investieren in die Zukunft unserer Kinder. So schaffen wir die notwendigen Voraussetzungen, damit sich die Schülerinnen und Schüler in einer guten Lernumgebung entwickeln können.“

